Kronach
Schach

Siebter Titel für Kronacher SK

Die Mannschaft aus der Kreisstadt wiederholte beim Sommerturnier ungeschlagen ihren Erfolg aus dem Vorjahr.
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Wie im Vorjahr hatte Ulli Herdin (Kronacher SK, rechts) beim Schach-Sommerturnier gegen Frank Zimmermann (FC Nordhalben) das bessere Ende für sich. Foto: Neuberg
Wie im Vorjahr hatte Ulli Herdin (Kronacher SK, rechts) beim Schach-Sommerturnier gegen Frank Zimmermann (FC Nordhalben) das bessere Ende für sich. Foto: Neuberg
Bereits zum 20. Male wurde das Sommerturnier um den Ludwig-Schirner-Pokal im Schachkreis durchgeführt. Das Turnier soll die punktspiellose bis zum Herbst überbrücken und bietet für beliebig viele Vierer-Mannschaften eines Vereins Einsatzmöglichkeiten. Dabei ist im Gegensatz zu den Verbandsspielen die Reihenfolge der Aufstellungen an den Brettern freigegeben.
Während in der Anfangszeit noch der SK Michelau und der Coburger SV um den Titel spielten, entwickelte sich in den Folgejahren meist ein Zweikampf zwischen dem FC Nordhalben, der den Pokal inzwischen achtmal gewonnen hat, und dem Kronacher SK. In die Phalanx der beiden Vereine mischte sich lediglich im Jahr 2014 der SV Neustadt als Pokalsieger. Allerdings gab es in den Vorjahren mit dem SK Weidhausen einen weiteren starken Konkurrenten um den Titel.
Diesmal entwickelten sich nach einer unspektakulären ersten Runde, in der sowohl der SK Michelau als auch der Kronacher SK spielfrei waren, ab dem zweiten Spieltag interessante Wettkämpfe. Nutznießer waren nach einem 2,5:1,5-Sieg in Sonneberg die Kronacher, denn sowohl Nordhalben (gegen Michelau) als auch Weidhausen I und Neustadt trennten sich jeweils mit 2:2 und ließen dadurch bereits einen Punkt liegen.


Nicht in Bestbesetzung

In der dritten Runde empfingen die Kreisstädter nun Weidhausen I, das jedoch auf Spitzenspieler Großhans verzichten musste. Allerdings standen dem Gastgeber die Besten ebenfalls nicht zur Verfügung. Durch einen feinen Sieg von Hans Neuberg gegen Thomas Carl wurde dennoch früh der Erfolg geebnet. Davon beflügelt, holte auch Schmierer einen ganzen Punkt gegen Hempfling, und Tobias Pfadenhauer willigte in vorteilhafter Stellung in die Punkteteilung gegen Schillig ein, da dies den Sieg bedeutete. Parallel dazu festigte Nordhalben durch ein 4:0 in Neustadt seinen Platz an der Tabellenspitze.
So kam es dann in der vierten Runde zum "vorgezogenen Endspiel", für das die Kronacher vier Spieler der ersten Mannschaft aufboten. Dank dieser starken Aufstellung gelang ein deutlicher Erfolg beim schärfsten Verfolger FC Nordhalben. Am Spitzenbrett setzte Tobias Becker Horst Wunder mit den weißen Steinen von Beginn an unter Druck, gewann schnell Material und brachte den KSK in Führung. Gilbert Rebhan lieferte sich mit Stefan Wunder lange Zeit eine schwerblütige Partie. Als der Kronacher zum Königsangriff überging, fand der Nordhalbener Mannschaftsführer nicht die richtige Verteidigung und musste sich nach einem Fehlgriff in schwieriger Stellung geschlagen geben.
Edgar Stauch musste sich lange bei knapper Bedenkzeit der Gewinnversuche von Hans Scherbel erwehren, ehe sich beide Kontrahenten auf ein Unentschieden einigten. Ulli Herdin kam gegen Frank Zimmermann durch unorthodoxe Spielweise bereits mit leichtem Vorteil aus der Eröffnung, den er im Endspiel sicher zum Sieg verwertete.
In der letzten Runde hatte der KSK den SV Neustadt zu Gast und konnte sich bereits durch ein Remis den Pokal sichern. Allerdings standen erneut nicht die Besten zur Verfügung. Doch ein schneller Sieg von Jugendspieler Nico Herpich gegen Oskar Wagner ebnete den Pokalgewinn. Lechleitner bot sofort nach Qualitätsgewinn im Mittelspiel Leon Bauer die Punkteteilung an, was dieser angesichts des Nachteils akzeptierte. Trotz aller Bemühungen kam Norbert Wagner gegen Hans Neuberg nicht zum erhofften Erfolg und musste mit einem Unentschieden zufrieden sein. Beim Stand von 2:1 mobilisierte Tobias Pfadenhauer gegen Hans Luthardt nun alle Kräfte und schaffte einen ganzen Punkt, was den 3:1-Sieg der Kronacher sicherstellte.
Damit verteidigte der Verein den Titel und konnte den Pokal zum siebten Male in die Kreisstadt holen. Beste Punktesammler waren Tobias Pfadenhauer (2 Punkten aus 3 Spielen) vor Gilbert Rebhan, Hans Neuberg und Hans Schmierer (1,5/2) und Walter Lechleitner (1,5/3). Doch auch Tobias Becker, Ulli Herdin und Nico Herpich (1/1) sowie Edgar Stauch, der in Nordhalben einen halben Punkt holte, waren wichtige Spieler auf dem Weg zum Erfolg. hn


Endstand

 1. Kronacher SK 15.5 10:0
 2. SG Sonneberg 13.5 8:2
 3. Weidhausen I 14.0 7:3
 4. FC Nordhalben 10.5 5:5
 5. SG Michelau 10.5 5:5
 6. SV Neustadt 8.5 5:5
 7. Weidhausen II 9.5 5:5
 8. Coburger SV 8.0 3:7
 9. TSV Tettau 9.5 3:7
10. SC Steinwiesen 4.5 1:9
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