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Pressiger Marco Pohl: Mit Vollgas plötzlich Landesliga

Der 27-jährige Marco Pohl spielte bisher nur in unteren Ligen, doch jetzt ist er auf Anhieb Stammspieler beim Landesligisten TSV Sonnefeld.
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Marco Pohl (links) gehörte am Sonntag beim Auswärtsspiel des TSV Sonnefeld in Herzogenaurach erneut zu den besten Spielern in seinem neuen Team. Die Landesliga sei sehr anspruchsvoll, doch er fühlt sich nach eigenen Worten trotz der teils hohen Niederlagen sehr wohl beim TSV.  Foto: Dirk Meier
Marco Pohl (links) gehörte am Sonntag beim Auswärtsspiel des TSV Sonnefeld in Herzogenaurach erneut zu den besten Spielern in seinem neuen Team. Die Landesliga sei sehr anspruchsvoll, doch er fühlt sich nach eigenen Worten trotz der teils hohen Niederlagen sehr wohl beim TSV. Foto: Dirk Meier
Von der Kreisklasse Kronach in die Landesliga Nordost - ein großer Sprung. Marco Pohl hat ihn gewagt und keinesfalls bereut. Der 27-Jährige kickt derzeit beim TSV Sonnefeld und hat sich als Mittelfeldspieler dort einen Stammplatz erarbeitet.

Dass sein neuer Verein allerorts als potenzieller Abstiegskandidat gehandelt wird, stört den Pressiger, der nicht nur beim Kicken, sondern auch beim Motocrossfahren gerne Vollgas gibt, nicht: "Wir versuchen uns stetig weiterzuentwickeln und als Team zusammenzuwachsen."

Im Gespräch mit dem Fränkischen Tag schildert der letztjährige Offensivspieler des TSV Windheim - für seinen Heimatverein erzielte er in 14 Einsätzen fünf Tore - wie es zum Wechsel in den Landkreis Coburg kam. Außerdem kickte er bereits für den SV Rothenkirchen und sammelte Erfahrungen beim FC Gehülz, in der Reserve des SV Friesen und beim FC Welitsch.

Für den TSV Sonnefeld, der mit nur einem Punkt nach sieben Spieltagen derzeit das Tabellenende ziert, traf Pohl zwar noch nicht, doch in den Kronacher Ligen (von der B-Klasse bis zur Kreisliga) "knipste" er immerhin schon 68 Mal und gab 31 Torvorlagen.

Hallo Marco, wie kam es zu Deinem Wechsel zum TSV Sonnefeld?
Marco Pohl: Der Kontakt kam durch einen guten Freund von mir zustande. Er hat mir von der Herausforderung erzählt und mich gefragt, ob ich mir das zutrauen würde. Es kam zum Gespräch mit dem Vorsitzenden des TSV und dem jetzigen neuen Trainer Heiko Schröder. Dieser legte mir einen klaren Plan vor, der mir gut gefallen hat. Ich entschloss mich dazu zu wechseln und mich der Herausforderung zu stellen.

Apropos Herausforderungen! Die Gegner heißen jetzt nicht mehr Küps, Gehülz oder Oberlangenstadt, sondern Quelle Fürth, Herzogenaurach oder Erlangen. Wie kommst Du damit klar?
Es ist natürlich eine große Umstellung. Die Spielzüge zum Beispiel sind viel schneller - du musst schon wissen, was du mit der Kugel anfängst, wenn sie auf dich zukommt. Die körperliche Verfassung spielt in dieser Liga auch eine sehr große Rolle. Außerdem musst du die Taktik umsetzen, die dir der Trainer vor Spielbeginn vermittelt und dann 90 Minuten vollkonzentriert immer dein Bestes geben.
Niemand traut Euch den Klassenerhalt zu! Was meinst Du?
Wir wissen, dass es eine große Aufgabe wird. Wir werden bei jedem Spiel unser Bestes geben - am Ende werden wir sehen, wo wir stehen.

Im Derby beim 0:0 gegen Coburg hat es ja schon ganz gut geklappt, fast hättet ihr sogar gewonnen! Wann holt Ihr den ersten Dreier?
Wir versuchen uns stetig weiterzuentwickeln und als Mannschaft zusammenzuwachsen. Ich denke, wenn wir das noch besser umsetzen können, werden wir auch unseren ersten Dreier einfahren.
Freust Du Dich schon auf das Spiel bei Deinem Ex-Klub in Friesen? Was traust Du der Eck- Elf in dieser Saison zu?
Klar freue ich mich. Ich glaube, gegen seinen Ex-Verein gibt jeder noch einmal mehr. Friesen hat eine sehr junge Mannschaft, die sich auch erst einmal finden muss. Aber den Klassenerhalt und einen Platz im Mittelfeld traue ich ihnen auf jeden Fall zu.

Was sagen Deine Freunde dazu, dass Du plötzlich Stammspieler in einer Landesliga-Mannschaft bist?
Es gibt sicher Personen, die mir diesen Sprung nicht zutrauen. Aber von meinen Freunden steht jeder hinter mir. Und dem Rest, werde ich versuchen, das Gegenteil zu beweisen.


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