Steinberg
Fußball-Relegation

Neukenroth hat längeren Atem

Zweimal scheiterte der TSV in den vergangenen beiden Spielzeiten knapp am Aufstieg, nun ist die Rückkehr in die Kreisliga perfekt. Die Lipfert-Elf rang den FC Wallenfels vor 1250 Zuschauern in Steinberg mit 6:3 nieder.
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Der Neukenrother Felix Maurer (links) feiert in der 49. Minute seinen Treffer zur 2:1-Führung für sein Team. Fotos: Heinrich Weiß
Der Neukenrother Felix Maurer (links) feiert in der 49. Minute seinen Treffer zur 2:1-Führung für sein Team. Fotos: Heinrich Weiß
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Der TSV Neukenroth ist nach vier Jahren wieder zurück in der Kreisliga Kronach. Der Vizemeister der Kreisklasse 4 besiegte den Noch-Kreisligisten FC Wallenfels am Sonntagnachmittag in Steinberg vor rund 1250 Zuschauern in einer ereignisreichen Partie mit 6:3 (1:1).

Während die Neukenrother ihren Triumph nach dem Schlusspfiff ausgelassen feierten, ließen die Wallenfelser die Köpfe hängen. Doch bereits am Mittwochabend gibt es für den FCW eine zweite Chance. Die Flößer treffen in der zweiten Relegationsrunde am Mittwoch in Johannisthal (18.30 Uhr) auf den FC Altenkunstadt/Woffendorf, der mit 1:5 beim SCW Obermain unterging. FC Wallenfels - TSV Neukenroth 3:6 (1:1)

Die Partie begann furios, denn bereits nach vier Minuten erzielte FC-Spielertrainer Michael Herrmann mit einem satten 20-Meter-Schuss die frühe Führung für seine Farben. Den Grün-Weißen aus Neukenroth merkte man zu Beginn des Spiels die Nervosität an. Die Defensive bekam den enorm stark aufspielenden Michael Zeitler überhaupt nicht in den Griff. Jener hätte in der 15. Minute das 2:0 erzielen können, jedoch sprang sein Schuss vom Innenpfosten zurück und dann in die Arme von Torhüter Christian Beez. Dieser war es auch, der in der 20. Minute eine abgefälschte Bogenlampe gerade noch so über die Latte lenken konnte.

Die erste nennenswerte Torchance verzeichnete die Mannschaft von Trainer Thomas Lipfert in der 25. Minute, als bei einem kurz ausgeführten Freistoß Felix Maurer angespielt wurde, dessen Flachschuss Tormann Alexander Leipold jedoch per Fußabwehr entschärfte. Beim unmittelbaren Gegenzug war es erneut Michael Zeitler, der an Torwart Beez scheiterte. Etwas überraschend fiel in der 29. Minute dann der Ausgleich, als über rechts Jonas Nickol freigespielt wurde. Dieser schob überlegt ins lange Eck zum 1:1 ein. Durch den Ausgleich motiviert kam Neukenroth jetzt besser ins Spiel und spielte sich vor der Halbzeit noch zwei weitere Chancen durch Felix Maurer und Adrian Lieb heraus. Beide Male konnte jedoch der starke Leipold klären.

Kurz nach der Halbzeit fielen dann die Tore wie am Fließband. In der 49. Minute erzielte Felix Maurer nach schönem Zuspiel von Lieb das 2:1. Im direkten Gegenzug fiel das 2:2 durch Marius Stumpf, der frei im Strafraum an den Ball kam und unbedrängt einschieben konnte. Keine Minute später war es Jonas Nickol, der mit einem abgefälschten Schuss zum 3:2 einnetzte. In dieser Phase agierten beide Abwehrreihen vogelwild. Erneut war es das Sturmduo Maurer und Lieb, das für das 4:2 verantwortlich war. Lieb war es, der aus halbrechter Position mit einem satten Schuss ins lange Eck traf.

In der 74. Minute keimte nochmals Hoffnung im Lager der Flößer auf, als Philipp Gleich in ein flaches Zuspiel hineinrutschte und auf 3:4 verkürzte. Die Blau-Weißen warfen nun alles nach vorne, liefen dadurch aber immer wieder in Neukenrother Konter. In der 87. Min vollendete Tim Wachter einen davon zum entscheidenden 5:3, ehe Felix Maurer kurz vor Ende den 6:3-Schlusspunkt in dieser turbulenten Partie setzte, die vom Schiedsrichtergespann um Hannes Kimmel ohne größere Probleme geleitet wurde. Um 16.50 Uhr war der Neukenrother Aufstieg schließlich perfekt.

FC Wallenfels: Leipold - Weiß, Fuhrmann, Köhlmann (83. Lunk), Krüglein, Mi. Zeitler, Ma. Zeitler (57. Fleischmann), Herrmann, Gleich, Stephan, Stumpf / TSV Neukenroth: Beez - M. Gratzke, Beetz, F. Wachter, Lieb (68. Werner), Nickol (71. Staub), T. Wachter, Martin, Maurer, Zapf, F. Gratzke / SR: Kimmel (Ebern) / Zuschauer: 1250 / Tore: 1:0 Herrmann (6.), 1:1 Nickol (31.), 1:2 Maurer (49.), 2:2 Stumpf (50.), 2:3 Nickol (52.), 2:4 Lieb (62.), 3:4 Gleich (74.), 3:5 T. Wachter (87.), 3:6 Maurer (89.)

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