Kronach
Schach

Nervenkitzel mit einem Kronacher Happy End

Der Kronacher SK nahm die Hürde bei Aufsteiger Sailauf und überwintert auf Platz 3.
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Walter Lechleitner (l.) stellte mit seiner Partie die Weichen für den KSK-Sieg. Foto: Hans Neuberg
Walter Lechleitner (l.) stellte mit seiner Partie die Weichen für den KSK-Sieg. Foto: Hans Neuberg
Einen wichtigen Sieg beim Aufsteiger SF Sailauf, der Vorletzter bleibt, holte die 1. Mannschaft des Kronacher SK in der 4. Runde der Regionalliga Nordwest und überwintert damit auf dem 3. Tabellenplatz.

Souveräner Spitzenreiter ist die weiterhin ungeschlagene Mannschaft des SK Klingenberg, gegen die auch die jungen Talente der SpVgg Stetten nichts entgegenzusetzen hatten. Auf Rang 2 sprang der TSV Rottendorf durch einen Erfolg in Bad Neustadt/Saale.


Regionalliga Nordwest

SF Sailauf -
Kronacher SK 3,5:4,5
Der Kronacher Schachklub musste beim Aufsteiger aus dem Aschaffenburger Land sein ganzes Können in die Waagschale werfen, um die lange Heimreise mit zwei Punkten im Gepäck antreten zu können. Nach dem Unentschieden von Andreas Murmann gegen den Sailaufer Routinier Norbert Aßmann, brachte Nico Herpich den KSK in Front, indem er das optimistische Bauernopfer seines Kontrahenten Christian Fäth kaltblütig widerlegte. Weitere Entscheidungen sollten dann erst nach der Zeitkontrolle fallen.

Am Spitzenbrett kämpfte Tobias Becker gegen Alexander Zentgraf lange Zeit um Vorteil, willigte dann aber in ausgeglichener Stellung ins Remis ein. Fabian Hörmann besaß gegen Andreas Grod aktives Figurenspiel, das ihm mit den schwarzen Steinen ein Unentschieden sicherte. Als Edgar Stauch die Angriffschancen seines jugendlichen Gegenübers Magnus Junker unterschätzte und sich geschlagen geben musste, war der Wettkampf wieder völlig offen.

Tobias Pfadenhauer spielte zunächst kompromisslos auf Angriff, nahm dann in zweischneidiger Stellung aber das Remisangebot von Robin Hasenstab an. Zur richtigen Zeit gelang KSK-Routinier Walter Lechleitner eine "unsterbliche" Partie.

Zunächst verlor er nach einem Fingerfehler eine Figur, konnte aber in der Folge durch forsches Angriffsschach das materielle Gleichgewicht wieder herstellen.

Im Endspiel rechnete er dann einige Züge weiter als sein Gegner Klaus Oster und brachte mit seinem Sieg den KSK wieder in Führung. KSK-Jugendtrainer Alex Becker wehrte alle Angriffsversuche von Gebhard Elbert ab und sicherte nach über fünf Stunden mit seinem Remis durch Dauerschach den Sieg.

Ergebnisse: Alexander Zentgraf - Tobias Becker remis; Andreas Grod - Fabian Hörmann remis; Magnus Junker - Edgar Stauch 1:0; Gebhard Elbert - Alexander Becker remis;
Norbert Aßmann - Andreas Murmann remis; Klaus Oster - Walter Lechleitner 0:1; Robin Hasenstab - Tobias Pfadenhauer remis; Christian Fäth - Nico Herpich 0:1.
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