Kronach
Schach

Nach 20 Jahren: Kronacher SK wird unverhofft Meister der Regionalliga

Auf den finalen Jubel mussten die Kronacher jedoch noch drei Stunden nach ihrer Partie in Bamberg warten, denn sie waren auf Schützenhilfe angewiesen.
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Zu Beginn des Wettkampfes war noch nicht zu erahnen, dass die Spieler der Kronacher Ersten (rechts im Bild) am Ende des Tages die Meisterschaft würden feiern können.  Foto: Hans-Gerhard Neuberg
Zu Beginn des Wettkampfes war noch nicht zu erahnen, dass die Spieler der Kronacher Ersten (rechts im Bild) am Ende des Tages die Meisterschaft würden feiern können. Foto: Hans-Gerhard Neuberg

Selbst die größten Optimisten hätten dieses Ende trotz des Erfolges gegen den damaligen Tabellenführer Marktleuthen vor zwei Wochen nicht für möglich gehalten. Denn die Ost-Oberfranken hatten mit Stetten den vermeintlich leichteren Gegner, während der KSK mit dem SK Bamberg II erneut gegen einen Tabellenführer antreten musste.

Nach dem Erfolg in der Domstadt begann dann das Hoffen und Bangen, bis am Spätnachmittag feststand, dass Stetten dem FC Marktleuthen eine knappe Niederlage verpasst hatte und auch Bad Neustadt nur mit 4,5:3,5 gegen Sailauf gewann. So war die Sensation perfekt und der Kronacher SK wird nach 1999, also exakt nach 20 Jahren, erneut Meister der Regionalliga Nord-West und erhält damit das Aufstiegsrecht zur Landesliga Nord.

SC Bamberg II - Kronacher SK 3,5:4,5

Da die Bamberger nur zu siebt antreten konnten, kam Edgar Stauch kampflos zum Punkt. Doch bereits frühzeitig gelang den Bambergern der Ausgleich, da Walter Lechleitner einen Einschlag in seine Königsstellung übersah und wenig später Erwin Ortlauf zum Sieg gratulieren musste. Gilbert Rebhan lieferte sich mit dem Bamberger Altmeister Reinhard Bucka eine Partie auf Biegen und Brechen, musste einige bange Momente in Form einer Königswanderung bei vollem Brett überstehen und siegte im Mattangriff. Fabian Hörmann besaß zwar leichte Stellungsvorteile, bot dann bei knapper werdender Bedenkzeit aufgrund des aus KSK-Sicht günstigen Spielstands Remis an, was sein Gegner Christoph Saring auch annahm.

Der für den kurzfristig erkrankten Nico Herpich eingesprungene KSK-Spielleiter Hans Neuberg legte los wie die Feuerwehr und attackierte aus der Eröffnung heraus die Königsstellung von Wladimir Weinberg. Als sich der Pulverdampf verzogen hatte, stand ein ausgeglichenes Endspiel auf dem Brett, so dass eine Punkteteilung die logische Folge war. Alex Becker nahm das angebotene Figurenopfer für zwei Bauern an. Nachdem er die gegnerische Bauerphalanx nicht aufhalten konnte, musste sich der Kronacher Jugendleiter seinem Gegner Matthias Daum geschlagen geben. Tobias Pfadenhauer verfügte gegen Christian Baldszuhn im Endspiel zwar über die etwas angenehmere Position, steuerte dann aufgrund des sich anbahnenden KSK-Siegs am Spitzenbrett den Remishafen an. KSK-Spitzenspieler Tobias Becker kam gegen Pablo Wolf mit Materialvorteil aus den taktischen Verwirrungen der Eröffnung, behielt trotz knapper Bedenkzeit die Übersicht und stellte mit seinem Sieg den Erfolg sicher.

Nun begann das Warten auf die Ergebnisse der Konkurrenz, so dass die nicht mehr für möglich gehaltene Meisterschaft erst nach weiteren drei Stunden gefeiert werden konnte. es/hn Ergebnisse: Wolf - T. Becker 0:1, Mikuta - Stauch 0:1 (kl.), Saring - Hörmann remis, Daum, Matthias . A. Becker 1:0, Bucka - Rebhan 0:1, Ortlauf - Lechleitner 1:0, Baldszuhn - Pfadenhauer remis, Weinberg - Neuberg remis.

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