Lichtenfels
Fußball

Lichtenfelser Niklas Dorsch ist heiß umworben

Der Lichtenfelser spielt sich bei der Überraschungsmannschaft der 2. Bundesliga in den Fokus großer Klubs. Die Rollen von Marius Wolf bei Hertha BSC und Kristian Böhnlein bei 1860 München haben sich nach Trainerwechseln verändert.
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Der gebürtige Lichtenfelser im Trikot des FC Heidenheim, Niklas Dorsch (links), und Teamkollege Sebastian Griesbeck jubeln, nachdem der Fürther Maximilian Wittek einen Strafstoß verschoss. Heidenheim gewann mit 1:0.  Foto: Stefan Puchner/dpa
Der gebürtige Lichtenfelser im Trikot des FC Heidenheim, Niklas Dorsch (links), und Teamkollege Sebastian Griesbeck jubeln, nachdem der Fürther Maximilian Wittek einen Strafstoß verschoss. Heidenheim gewann mit 1:0. Foto: Stefan Puchner/dpa

"Das Gefühl ist Wahnsinn. So kurz nach dem Spiel natürlich noch einmal mehr", sagte der gebürtige Lichtenfelser im Trikot des Fußball-Zweitligisten FC Heidenheim, Niklas Dorsch, kurz nach dem 1:0-Auswärtserfolg beim Hamburger SV. "Gegen den Ball hat jeder Einzelne alles reingehauen, und nach vorne haben wir vereinzelte Nadelstiche gesetzt." Ein historischer Sieg für das "kleine" Heidenheim vor mehr als 42 000 Zuschauern im Hamburger Volksparkstadion.

Der 21-jährige Dorsch, der im Sommer 2018 von der zweiten Mannschaft des FC Bayern nach Ostwürttemberg gewechselt war, stand an diesem Abend besonders im Fokus. Denn wenige Tage vor dem Gastspiel in der Hansestadt berichteten mehrere Medien über das starke Interesse des HSV an einer Verpflichtung Dorschs. Nach Informationen der "Bild" kann der Lichtenfelser, dessen Vertrag noch bis 2021 läuft, die Heidenheimer im Sommer per Ausstiegsklausel für rund drei Millionen Euro verlassen.

Dorsch nach Schottland?

Bei den Norddeutschen könnte Dorsch, der in dieser Spielzeit als "Sechser" beim FC Heidenheim gesetzt ist, im Sommer Adrian Fein ersetzen. Der 20-Jährige ist aktuell vom FC Bayern ausgeliehen und könnte dank seiner starken Leistungen nach der Saison in die bayerische Landeshauptstadt zurückkehren. Im Idealfall aus Hamburger Sicht würden beide Talente in der kommenden Saison in der 1. Bundesliga Seite an Seite spielen. Dorsch und Fein kennen sich gut, spielten bereits gemeinsam für die Bayern-Amateure und für die deutsche U21-Nationalmannschaft.

Der HSV wird im Sommer aber längst nicht der einzige Verein sein, der beim Lichtenfelser anklopfen wird. Im Frühjahr galten unter anderem die Bundesligisten Eintracht Frankfurt und FC Augsburg als interessiert. Darüber hinaus tauchte Dorschs Name vor vier Wochen auch in den britischen Medien auf. Laut "The Telegraph" will der schottische Tabellenführer Celtic Glasgow Dorsch am liebsten schon im Winter-Transferfenster auf die Insel holen.

Wird Wolf zum Systemopfer?

Am letzten Tag des Sommer-Transferfensters Anfang September wechselte der in Kronach geborene und in Einberg bei Coburg aufgewachsene Marius Wolf auf Leihbasis von Borussia Dortmund zu Hertha BSC Berlin. Für den flexibel auf den Außenbahnen einsetzbaren Wolf hat sich der Wechsel in die Hauptstadt ausgezahlt. In allen neun Bundesliga-Partien unter dem ehemaligen Chefcoach Ante Covic stand der 24-Jährige als Rechtsaußen in der Startelf - verpasste gerade einmal 45 Spielminuten.

Unter Neu-Trainer Jürgen Klinsmann werden die Karten aber neu gemischt. War der Einberger beim Klinsmann-Debüt gegen den BVB (1:2-Niederlage) noch über die gesamte Spieldauer auf dem Rasen gestanden, durfte er am zurückliegenden Freitag bei Eintracht Frankfurt (2:2) erst ab der 80. Minute ins Geschehen eingreifen. Ärgerlich für Wolf, schließlich erlebte er in der Frankfurter Commerzbank-Arena 2017/18 bei der Eintracht seine bisher mit Abstand beste Profisaison. Der Einberger könnte zu einem "Systemopfer" werden. Klinsmann lässt bisher ein "3-5-2" spielen, Covic hatte auf ein "4-2-3-1" gesetzt. Zuletzt hatte Lukas Klünter im rechten Mittelfeld den Vorzug erhalten, der die Rolle etwas defensiver interpretiert als Wolf.

Neue Rolle für Kristian Böhnlein

Von einem Trainerwechsel profitiert dagegen ein anderer gebürtiger Kronacher: Kristian Böhnlein. Der 29-Jährige, der seit 2018 für den TSV 1860 München aktiv ist, kam in dieser Spielzeit bis Oktober nur für die zweite Löwen-Mannschaft zum Einsatz. In sieben Bayernliga-Spielen erzielte der ehemalige Akteur der SpVgg Bayreuth und des VfL Frohnlach starke fünf Tore und legte vier Treffer vor.

Seitdem der Ex-Club-Trainer Michael Köllner das Zepter bei den Löwen schwingt, bekommt Böhnlein auch seine Chancen in der 3. Liga. Im Stadtduell gegen die Bayern-Amateure durfte der Pressiger sogar von Beginn an spielen, in Unterhaching und gegen Sonnenhof Großaspach zuletzt wurde Böhnlein eingewechselt.

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