Friesen
Fußball

Landesliga Nordwest: Zehn Frohnlacher schocken SV Friesen

Bis zur Schlussminute liegt der SV Friesen im Derby gegen dezimierte Frohnlacher in Front. Doch Tayfun Özdemir rettet dem VfL einen Punkt.
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Der Friesener Nikolai Altwasser (grünes Trikot) versucht, den Frohnlacher Torschützen zum zwischenzeitlichen 1:2, Dominik Schmitt, zu stoppen.  Fotos: Hagen Lehmann
Der Friesener Nikolai Altwasser (grünes Trikot) versucht, den Frohnlacher Torschützen zum zwischenzeitlichen 1:2, Dominik Schmitt, zu stoppen. Fotos: Hagen Lehmann
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Ein packendes Derby sahen die 450 Zuschauer im Frohnlacher Willi-Schillig-Stadion in der Landesliga Nordwest. Dabei verpasste es der SV Friesen, eine 2:0-Pausenführung ins Ziel zu bringen.

VfL Frohnlach - SV Friesen 2:2 (0:2)

In der ersten Halbzeit machten die Frohnlacher das Spiel und die Friesener die Tore. Bereits in den ersten Minuten gab es zwei Großchancen für den VfL: Tayfun Özdemir und Aykut Civelek setzten den Ball jeweils knapp über das Friesener Gehäuse. In der 13. Minute der erste Warnschuss der Gäste: Nikolai Altwasser setzte Kevin Roger mit einem Steilpass in Szene, und Torwart Jonas Hempfling rettete in höchster Not.

Wenige Minuten später blieb Keeper Hempfling zweiter Sieger. Nils Firnschild konterte die Frohnlacher aus, seinen Pass verwertete Rico Nassel vor dem herausstürzenden Hempling zum 0:1. In der 30. Minute glänzte Nassel mit einer perfekten Ballbehandlung und drosch den Ball von der Strafraumecke ins Toreck - 0:2.

Die beiden Tore brachten Frohnlach aus dem Konzept, und schon vor der Pause hätte die Entscheidung fallen können. Allerdings erkannte der sehr gut leitende Unparteiische Manuel Doneff zwei Tore von Andreas Baier und Altwasser wegen Abseits und Foulspiel nicht an.

Längere Diskussionen gab es kurz vor der Halbzeitpause zwischen dem Schiedsrichter und seinen Linienrichter Karl-Heinz Doneff. Dieser überzeugte den Referee von einem Foulspiel im Strafraum an Civelek. Der sonst so treffsichere Schütze scheiterte mit seinem Elfmeter aber am glänzend reagierenden Keeper Tobias Bauernschmidt.

In der zweiten Halbzeit begann Frohnlach engagiert. Tayfun Özdemir verfehlte den Kasten zweimal knapp. Nun zog sich Friesen immer mehr zurück und verwaltete die Führung. Somit passierte 20 Minuten lang nichts Gravierendes. Einem gewonnenen Zweikampf von Lukas Scheler war es zu verdanken, dass Frohnlach wieder ins Spiel kam: Er luchste Michael Söllner den Ball ab und Dominik Schmitt verkürzte.

Frohnlach blies zur Schlussoffensive - allerdings nur zu zehnt. Ata Simitici hatte Nassel mit einem taktischen Foul an der Mittellinie gestoppt und sah dafür Gelb-Rot (71.). Kurz darauf traf Tayfun Özdemir mit einem Schuss aus 20 Metern die Latte. Besser gelang es ihm in der letzten Minute: Frohnlach drückte immer mehr, und der Ball landete in einer unübersichtlichen Abwehrsituation bei Tayfun Özdemir, der zum viel umjubelten Ausgleich einschob.

Frohnlachs Spielertrainer Bastian Renk bilanzierte nach dem Spiel: "Es war eine rassige Partie mit vielen Torraumszenen auf beiden Seiten. Meine Mannschaft hat sehr gut gespielt und war eigentlich auch die bessere Mannschaft. Wenn wir in der letzten Minute den Ausgleich erzielen, dann müssen wir aber auch mit einem Punkt zufrieden sein." gw VfL Frohnlach: Hempfling - Simitci, T. Özdemir, Scheler (W. Rebhan), Hartmann, T. Rebhan, Lauerbach, Schmitt, A. Civelek, E. Özdemir (87. Schneider), Riedel (81. Pflaum). SV Friesen: Bauerschmidt - Söllner, Roger, Baier, Nützel, Mosert (87. Aust), Altwasser (68. Fe. Müller), Kunz, Firnschild, Graf, Nassel (77. Schülein).

Tore: 0:1 Nassel (14.), 0:2 Nassel (30.), 1:2 Schmitt (65.), 2:2 T. Özdemir (90.) / Gelb-Rot: Simitci (71.)/- / SR: Manuel Doneff / Zuschauer: 450.

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