Die 0:2-Heimniederlage gegen den SV Mitterteich am vergangenen Samstag hat Armin Eck gar nicht geschmeckt. Unnötigerweise hat sich der SV Friesen dabei selbst um Punkte in der Landesliga Nordost gebracht. "Das war insgesamt kein gutes Spiel von uns. Die Abwehrleistung war nicht gut und wir haben zwei gefühlte Eigentore bekommen. Ohne Not haben wir dem Gegner den Ball in den Lauf gelegt. Das waren zwei haarsträubende Dinger", sagt der Friesener Trainer.

Immerhin ein Gutes hatte die Partie: Mit Nils Firnschild und Nico Gehring feierten zwei Langzeitverletzte ihr Comeback. Das Lazarett lichtet sich, neue Ausfälle sind in dieser Woche nicht hinzugekommen.

Eine Frage der Einstellung

Dennoch bedeutete die Heimpleite gegen Mitterteich die zweite Niederlage in Folge. Aus den vergangenen acht Spielen holte der SV nur einen Sieg. Der Vorsprung auf den Relegationsrang 15 beträgt nur noch sieben Punkte. Drei Faktoren macht der Coach für die mauen Wochen aus: Zum einen natürlich die lange Verletztenliste, zum anderen auch die starken Gegner. Aber auch die teils fehlende Einstellung bei seinen Spielern nach den erfolgreichen Wochen im Sommer. "Vielleicht hat sich nach unserer guten Punktausbeute etwas zu viel Zufriedenheit eingeschlichen. Ich versuche so etwas immer auszutreiben." SC Schwabach - SV Friesen Das sollte Eck vor dem Spiel beim SC Schwabach (Sonntag, 14 Uhr) auch gelingen. Denn mit dem Team von Trainer Jochen Strobel (3. Platz/45 Punkte) haben die Friesener (11./24) eine "Granate vor der Brust", wie es ihr Trainer ausdrückt. Seit Ende August legten die Mittelfranken eine unfassbare Serie von zehn Siegen am Stück hin mit einem Torverhältnis von 37:8.

"Schwabach hat einen brutalen Lauf. Sie spielen extrem nach vorne, aber dabei schleicht sich auch eine gewisse Leichtsinnigkeit ein. Das wollen wir ausnutzen, sie bekämpfen und die daraus entstehenden Räume nutzen. Wichtig wird sein, in den Eins-gegen-eins-Situationen zu bestehen", gibt Eck vor.

Mit Daniel Orel (16 Tore) und Michael Weiß (15 Tore) tummelt sich bei den Schwabachern die geballte Offensiv-Power der Liga. Beide sind für über die Hälfte der insgesamt 60 Saisontreffer des SC verantwortlich. "Das sind zwei brutale Stürmer und absolute Torjäger, die vor allem im Eins-gegen-eins ihre Stärken haben", sagt Eck. Mit Dominik Rohracker kommt noch ein Drittliga-erfahrener Zehner dazu. Torgefährlich ist auch Selahattin Oktay mit seinen sieben Saisontoren. "Er ist ein Sechser, der das Spiel bestimmt. Dazu hat Schwabach über die Flügel schnelle und quirlige Leute."

Die Offensiv-Qualitäten der Schwabacher bekamen die Friesener bereits beim 2:5 im Hinspiel zu spüren. "In der Vorrunde war das unser stärkster Gegner. Aber die Spieler müssen sich auch darauf freuen, in dem für mich schönsten Stadion der Liga zu spielen und nicht vor Ehrfurcht erstarren." SV Friesen: Bauerschmidt/Kirschbauer - Söllner, Altwasser, Sesselmann, Baier, Fe. Müller, Brandt, Aust, Kunz, Münch, Lindner, Fischer, Gehring, Firnschild, Fischer, Daumann (?). Es fehlen: Nützel (verletzt), Rödel (verletzt), Roger (Meniskusverletzung), Schülein (Sprungelenksverletzung), Schütz (Kreuzbandriss).