Friesen
Fußball

Landesliga Nordost: Immer neue Hiobsbotschaften für den SV Friesen

Kaum melden sich einige Spieler beim SV Friesen wieder zurück, fallen schon die nächsten aus.
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"Eine sehr gute erste Halbzeit und in der zweiten Halbzeit haben wir es über die Bühne gebracht. Letztlich ein verdienter Sieg", resümiert Friesens Trainer Armin Eck den 3:1-Heimsieg gegen den TSV Kornburg, bei dem hier der Kornburger Jörn Hohe (rotes Trikot) mit vollem Körpereinsatz in den Zweikampf mit Marcel Lindner geht.  Foto: Heinrich Weiß
"Eine sehr gute erste Halbzeit und in der zweiten Halbzeit haben wir es über die Bühne gebracht. Letztlich ein verdienter Sieg", resümiert Friesens Trainer Armin Eck den 3:1-Heimsieg gegen den TSV Kornburg, bei dem hier der Kornburger Jörn Hohe (rotes Trikot) mit vollem Körpereinsatz in den Zweikampf mit Marcel Lindner geht. Foto: Heinrich Weiß

"Der Sieg war sehr wichtig. Damit konnten wir einen Konkurrenten auf Distanz halten", bilanziert Armin Eck, der Trainer des SV Friesen nach dem 3:1-Heimsieg in der Landesliga Nordost gegen den TSV Kornburg am vergangenen Samstag. Mit neun Punkten Vorsprung haben die Friesener (8. Platz/23 Punkte) vor dem letzten Hinrundenspieltag bei der SG Quelle Fürth (Samstag, 15 Uhr) ein komfortables Polster zu den Abstiegsrängen. Und das obwohl Armin Eck sein Team Woche für Woche gezwungenermaßen umformieren muss. "Ich hatte diesmal gedacht, dass sich die Personallage bessern wird, aber ich wurde eines Besseren belehrt", übt sich der Coach schon in Galgenhumor. SG Quelle Fürth - SV Friesen Besserung war in Sicht, als sich in dieser Woche Nikolai Altwasser wieder fit gemeldet hatte und Alexander Kunz wieder trainiert hatte ("Es sieht ganz gut aus bei ihm"). Auch Kai Aust hatte trainiert, musste aber am Donnerstag abbrechen und ist daher fraglich für Samstag.

Dafür meldeten sich Nils Firnschild und Robin Tögel mit einer Grippe krank und Max Schülein zog sich im Training eine Knöchelverletzung zu. "In dieser Woche habe ich mir schon einige Gedanken über die Aufstellung gemacht und musste immer wieder mit Hiobsbotschaften rechnen", sagt Eck. Doch er schöpft auch Mut aus der bisher positiv verlaufenen Hinrunde: "Die letzten Wochen haben gezeigt, dass wir trotz dieser schwierigen Situation immer in der Lage waren, den Gegnern Paroli zu bieten. Das ist echt klasse. Deswegen sehe ich uns nicht chancenlos."

Chancenlos waren die Friesener allerdings beim letzten Gastspiel in Fürth in der vergangenen Saison. Mit 0:5 ging der SV damals baden. Im Rückspiel reichte es immerhin zu einem 2:2. Seit Oktober 2012 wartet Friesen auf einen Sieg bei den Mittelfranken. "Ich persönlich habe dort auch noch nicht viel geholt. Fürth war immer kein gutes Pflaster", sagt auch der Trainer, aber fügt an: "Wir haben bisher in Fürth nicht viel gerissen. Es wäre an der Zeit, dass wir etwas mitnehmen."

Seit dem Aufstieg in die Landesliga im Jahr 2012 landete die SG immer unter den Top-Zehn der Liga. Auch heuer steht das Team von Trainer Serdal Gündogan mit Platz 7 (24 Punkte) gut da. Entsprechend viele Stärken sieht Armin Eck beim heutigen Gegner. Da wäre zum einen das Offensivtalent Dickson Abiama (19), mit sieben Treffern der gefährlichste Torjäger bei den Fürthern. "Mit David Cabrera Diaz und Christian Haag haben sie auch zwei flinke Außenstürmer. Dazu viel Erfahrung in der Abwehr, etwa mit Yavuz Akpinar. Das ist eine richtige Kante", sagt Eck. dob SV Friesen: Bauerschmidt, Kirschbauer - Altwasser, Söllner, Wiebach, Sesselmann, Münch, Baier, Lindner, Fe. Müller, Brandt, Fa. Müller, Fugmann, Aust (?), Kunz (?). Es fehlen: Firnschild, Tögel (beide krank), Schülein, Daumann, Nützel, Rödel, Schütz, Gehring, Roger (alle verletzt). FC Lichtenfels - FC Coburg Mit dem FC Lichtenfels (9./22) und dem FC Coburg (13./15) begegnen sich zwei Mannschaften, die vor Wochenfrist ihre Zielsetzungen verfehlt haben. Der FCL unterlag beim TSV Sonnefeld sensationell mit 0:1. Coburg musste sich gegen den Mitaufsteiger Großschwarzenlohe mit einem 1:1 begnügen.

"Für uns war das eine Riesenblamage. Sonnefeld hat schon über 80 Gegentreffer kassiert und wir gingen leer aus. Das hat uns jede Menge Spott eingebracht", wettert FCL-Trainer Christian Goller.

Die Partie gegen den Aufsteiger werde sicher einen anderen Verlauf nehmen. "Die Coburger wollen Fußball spielen und haben durch die Bank gute Spieler." Vor allem den reaktivierten Daniel Sam, Gökhan Sener, Torjäger Lukas Mosert und Eric Heinze als den Regisseur des FCC nennt der FCL-Coach. Beim FC Coburg rückt Fabian Carl nach überstandener Muskelverletzung im Oberschenkel wieder ins Aufgebot. "Wir verloren gegen Großschwarzenlohe zwei Zähler und haben etwas gutzumachen", gibt FCC-Trainer Lars Scheler vor. us/hh FC Lichtenfels: Kraus, Köster (?) - Wige, L. Dietz, L. Jankowiak, Schaller, Ljevsic, Scholz, Schunke, Mohr, Lulei, Graf, Hellmuth, Wagner, Mex. Es fehlen: Zollnhofer, Schardt, Goller (alle im Urlaub), Geldner (privat verhindert), Mahr (beruflich verhindert). FC Coburg: Churilov, Shabestari - Kimmel, Alles, A: Guhling, Heinze, Schmidt, Knie, Teuchert, G. Sener, Mosert, Sam, McCullough, Le. Scheler, S. Sener, Kolb, L. Riedelbauch, Carl. Es fehlt: Dilauro (verletzt). FC Vorwärts Röslau - TSV Sonnefeld

Das war für das Selbstwertgefühl wichtig. Gegen den FC Lichtenfels platzte der Knoten. Mit 1:0 gelang dem TSV Sonnefeld (18./4) der erste Saisondreier. Sonnefelds Trainer Heiko Schröder freute sich natürlich: "Irgendwann hat sich bei mir die Überzeugung festgesetzt, dass das nichts wird mit einem Lichtenfelser Treffer. Die hätten wohl bis Weihnachten weiterspielen können und kein Tor erzielt", sagte er nach dem Abpfiff.

Am Sonntag um 15 Uhr geht es gegen Vorwärts Röslau (12./18). Ein Gegner, der gerade zu Hause seine Stärken hat. Trotzdem hofft Schröder auf einen Aufwärtstrend. Personell kann er erneut nicht aus den Vollen schöpfen, doch das ist er in dieser Serie schon gewohnt. red

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