Friesen

Landesliga Nordost: Doppelte Belastung für den SV Friesen an Ostern

Der SV Friesen muss am Samstag und Montag jeweils auswärts antreten. Mit einem erfolgreichen Wochenende können die Abstiegssorgen aber nahezu passé sein.
Artikel drucken Artikel einbetten
Maximilian Sesselmann (grünes Trikot) und der SV Friesen hielten im Hinspiel den eigenen Kasten dicht gegen Waldemar Schneider und dem FC Vorwärts Röslau (Endergebnis 0:0). Aber auch gegen den TSV Buch gelang zu Hause kein Sieg. Die Bucher holten damals die Friesener 2:0-Führung durch Marcel Lindner noch zum 2:2 auf.  Foto: Heinrich Weiß
Maximilian Sesselmann (grünes Trikot) und der SV Friesen hielten im Hinspiel den eigenen Kasten dicht gegen Waldemar Schneider und dem FC Vorwärts Röslau (Endergebnis 0:0). Aber auch gegen den TSV Buch gelang zu Hause kein Sieg. Die Bucher holten damals die Friesener 2:0-Führung durch Marcel Lindner noch zum 2:2 auf. Foto: Heinrich Weiß

Einen großen Schritt in Richtung Klassenerhalt in der Landesliga Nordost hat der SV Friesen am Mittwoch mit dem 4:1-Heimsieg gegen den TSV Sonnefeld gemacht. Durchs Ziel sind die Friesener jedoch noch nicht gegangen, können am Osterwochenende aber zumindest die 40-Punkte-Marke knacken. Den Derbyerfolg konnte Friesens Trainer Armin Eck allerdings nicht miterleben. Er weilte mit seiner Fußballschule in Oberbayern und ließ sich vom Reserve-Coach Frank Fugmann vertreten. Dennoch war er immer bestens informiert: Alle zehn Minuten brachte ihn Spielleiter Detlef Dawel per Handy auf den neusten Stand. "In unserer Situation sind die Punkte entscheidend, egal wie schwierig das Spiel war", ist Eck mit dem Ausgang der Partie zufrieden.

Am Osterwochenende ist der SV Friesen (11. Platz/36 Punkte) viel unterwegs. Heute geht es in den Süden zum TSV Buch (15 Uhr) und am Montag in Richtung Osten zum FC Vorwärts Röslau (16 Uhr). Mit Hin- und Rückfahrt legen die Frankenwälder binnen drei Tagen etwa 360 Kilometer zurück. "Zwei solche Spiele innerhalb von drei Tagen sind natürlich heftig. Da muss man schon den Hut vor den Spielern ziehen, vor allem in einer Situation, in der wir sowieso weniger Alternativen haben. Sie müssen mental weiter voll dabei sein und wissen, dass es um sehr viel geht", sagt Eck.

Einen Acht-Punkte-Vorsprung auf die Relegationsplätze haben sich die Friesener, die immer noch ein Spiel weniger als die Konkurrenz auf dem Konto haben, in den vergangenen Wochen herausgespielt. Daher können sie die beiden kommenden Partien nun etwas beruhigter angehen. "Wenn wir am Wochenende unsere Konkurrenten auf Distanz halten können, wäre ich zufrieden. Etwas mehr Druck liegt eher bei unseren Gegnern."

Standards vermeiden

Der TSV Buch (10./36) hat in dieser Saison einen großen Absturz erlebt. Im Vorjahr noch in der Relegation zur Bayernliga gescheitert, steckt man seit Saisonbeginn im Abstiegskampf fest. Seit Herbst geht es aber langsam wieder aufwärts, zuletzt mit einem 1:0-Erfolg beim FC Herzogenaurach. "Buch ist extrem heimstark. Gegen ihre vielen großen Spieler müssen wir Standardsituationen vermeiden. Vorne haben sie mit Udo Brehm und Philip Lang Stürmer, die aus dem Nichts Tore machen können."

Etwas prekärer ist die Lage in Röslau (12./34). Zwar gelang zuletzt jeweils ein 2:2-Unentschieden gegen Mitterteich und beim Aufstiegsaspiranten TSV Neudrossenfeld, unterm Strich steht im Jahr 2019 aber noch kein dreifacher Punktgewinn zu Buche. Dennoch will Eck den Gegner vom Montag nicht unterschätzen: "Röslau ist spielerisch stark und hat sich im Winter mit Kaan Gezer eine absolute Waffe für die sowieso schon starke Offensive geholt. Es wird wichtig sein, dass wir die Röslauer Offensive in den Griff bekommen." Besonders schwierig wird das beim Röslauer Toptorjäger Ertac Tonka, der mit 21 Saisontreffern auf Platz 3 der Torschützenliste rangiert.

Personell wird sich beim SV Friesen gegenüber dem Mittwochsspiel nichts ändern - außer der Gewissheit, dass die Saison für Andreas Baier nach seinem mehrfachen Bänderriss im Sprunggelenk gelaufen ist. SV Friesen: Wolf/Bauer - Fa. Müller, Altwasser, Sesselmann, Kunz, Lindner, Nützel, Fe. Müller, Daumann, Firnschild, Brandt, Söllner, Rödel, Kemnitzer, Aust. Es fehlen: Fischer, Gehring (beruflich), Baier, Schütz, Roger, Bauerschmidt, Münch, Schülein (verletzt).

Kommentare (0)

was sagen sie zu diesem Thema?
jetzt anmelden jetzt registrieren