Wallenfels
Fußball

Kreisliga: Zwei Siege in Folge - Der FC Wallenfels sendet Lebenszeichen

Mit den beiden Auswärtserfolgen beim DJK-SV Neufang und beim TSV Ludwigsstadt gibt der FC Wallenfels ein deutliches Zeichen an die Konkurrenz im Abstiegskampf und hat weiter ein klares Ziel vor Augen.
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Der Saisonstart ging für Marius Stumpf (blaues Trikot, Mitte) und seinem FC Wallenfels in die Hose. Beim FC Stockheim mit Dirk Löffler (grünes Trikot) setzte es eine 0:4-Pleite. Nach diesem dritten Spieltag stand der Aufsteiger mit null Punkten und null Toren da. Foto: Heinrich Weiß
Der Saisonstart ging für Marius Stumpf (blaues Trikot, Mitte) und seinem FC Wallenfels in die Hose. Beim FC Stockheim mit Dirk Löffler (grünes Trikot) setzte es eine 0:4-Pleite. Nach diesem dritten Spieltag stand der Aufsteiger mit null Punkten und null Toren da. Foto: Heinrich Weiß

Der Abstiegskampf in der Kreisliga hat wieder Fahrt aufgenommen. Mit nur einem Sieg aus den ersten 13 Saisonspielen war der Aufsteiger FC Wallenfels bis vor zwei Wochen noch abgeschlagenes Schlusslicht der Tabelle. Dann folgte mit dem 3:2-Auswärtssieg beim DJK-SV Neufang der erste Paukenschlag, der die Liga aufhorchen ließ. In der darauffolgenden Partie am vergangenen Sonntag setzte die Mannschaft von Spielertrainer Michael Herrmann noch einen drauf: Die turbulente und wichtige Begegnung beim Kellerkind TSV Ludwigsstadt gewann seine Elf knapp mit 3:2.

"Nach dem Sieg in Neufang sind wir natürlich mit breiter Brust nach Ludwigsstadt gefahren", sagt der Coach. Das machte sich auch auf dem Platz sofort bemerkbar: Michael (3.) und Matthias Zeitler (24.) brachten den Liga-Neuling früh mit 2:0 in Führung.

Umstrittener Platzverweis

Doch die Freude währte nur fünf Minuten. Nachdem Sebastian Stephan zuvor Gelb wegen eines Handspiels gesehen hatte, flog der Abwehrspieler eine Minute später wegen Foulspiels mit der Ampelkarte vom Platz. "Das waren zwei strittige Schiedsrichterentscheidungen innerhalb von zwei Minuten. Erst ein vermeintliches Handspiel und das Foul war auch nicht überhart. Da hätte man eine Auge zudrücken können", findet Herrmann.

Bei den zehn "Flößern" schwand in der Folge die Sicherheit, der TSV drehte auf und glich bis zur Pause durch Andre Feuerpfeil (30.) und den in der Anfangsphase eingewechselten Jonas Herrmann (39.) aus. "Ludwigsstadt hat dann mit seinen erfahrenen Spielern wie Pfeiffer oder Feuerpfeil natürlich das Spiel gemacht. Wir hatten Glück, dass es zur Halbzeit nur 2:2 stand."

Doch dann wendeten wieder zwei Entscheidungen des Unparteiischen das Geschehen. Erst sah Lukas Kappe nach einer Tätlichkeit Rot (68.) und elf Minuten später wurde auch sein Teamkollege Matthias Methfessel mit Gelb-Rot vorzeitig zum Duschen geschickt. Für die Entscheidung sorgte Steffen Wiedel in der 83. Minute. Durch seinen verwandelten Handelfmeter zum 3:2 holte der FCW den zweiten Sieg in Folge, auch wenn dieser Strafstoß in seiner Entstehung ebenfalls strittig gewesen sei, wie Herrmann zugibt.

Zu harmlos im Sturm

Nach 15 Spielen - das Heimspiel vom 10. Spieltag gegen den FC Mitwitz II wurde auf Sonntag, 18. November, verlegt - scheint der Aufsteiger also in der Kreisliga angekommen zu sein. Dass es so lange gedauert hat, lag vor allem an der Verletzungsmisere, erklärt der Trainer: "Wir hatten seit Beginn der Vorbereitung immer mit Verletzungen zu kämpfen. In den vergangenen zwei Wochen sind wir endlich mal komplett aufgetreten. Das hat man gemerkt."

Doch auch abgesehen von den vielen Ausfällen hatten die Wallenfelser ihre Schwierigkeiten in der neuen Liga. Besonders bemerkbar machte sich das in der Offensive. In der vergangenen Saison mit 103 Treffern noch das Prunkstück des Kreisklassen-Meisters, traf der FCW bislang lediglich 13-mal ins Tor. Achtmal stand dabei die Null - allerdings auf der falschen Seite aus Wallenfelser Sicht. Auch der in der vergangenen Saison so gefährliche Matthias Zeitler, mit 26 Toren gefährlichster Torjäger in der Mannschaft, erzielte erst gegen Ludwigsstadt sein erstes Saisontor in seinem zehnten Einsatz.

"Die Qualität in der Liga ist viel höher. Wir waren aber in keinem Spiel total unterlegen. Wir haben unsere Chancen nicht konsequent zu Ende gespielt. Wenn man das nicht macht, kann man keine Tore schießen und dann hängt auch Matze Zeitler in der Luft, wenn wir nicht die Vorarbeit leisten", erklärt der Trainer.

Drei Heimspiele bis zum Winter

Jetzt wollen die Wallenfelser den Schwung aus den letzten beiden Partien mitnehmen. Bis zur Winterpause stehen noch vier Begegnungen aus, drei davon sind Heimspiele. Da will man natürlich fleißig Punkte gegen den Abstieg sammeln. "Wir wollen den Anschluss jetzt halten. Der direkte Klassenerhalt muss unser Ziel sein", gibt Herrmann die Marschrichtung vor. Dieser ist aber aktuell noch acht Punkte entfernt. So groß ist der Abstand zum SCW Obermain, der derzeit am rettenden Ufer auf Rang 12 steht.

Die nächste Chance auf drei Zähler gibt es am Sonntag gegen den FC Marktgraitz (14 Uhr). Im Hinspiel setzte es eine deutliche 0:3-Niederlage. "Das ist eine sehr zweikampfstarke Mannschaft und spielerisch nicht schlecht. Da gilt es für uns, voll dagegenzuhalten."

Die Spiele des FC Wallenfels bis zur Winterpause

H - FC Marktgraitz (So., 28. 10.)

H - FC Stockheim (So, 4. 11.)

A - DJK Lichtenfels (So, 11. 11.)

H - FC Mitwitz II (So, 18. 11.)



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