Wolfersgrün
Fußball

Kreisliga-Vorschau mit Stefan Kremer: "Ideal ist das sicher nicht"

Die drei tschechischen Spieler des SV Wolfers-/Neuengrün müssten eineinhalb Stunden zum Training fahren. Das würde ihr Trainer auch nicht auf sich nehmen.
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Aufmerksame Beobachter vor der Weißenbrunner Bratwurstbude: Philipp Krauß (weißes Trikot) versucht noch den Fuß an den Ball zu bringen als der Marktgraitzer Christian Bülling flanken will. Foto: Heinrich Weiß
Aufmerksame Beobachter vor der Weißenbrunner Bratwurstbude: Philipp Krauß (weißes Trikot) versucht noch den Fuß an den Ball zu bringen als der Marktgraitzer Christian Bülling flanken will. Foto: Heinrich Weiß
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Volles Programm in der höchsten Spielklasse des Kreises. Sechs Spiele am Freitag und ein kompletter Spieltag am Sonntag. Wir haben uns zuvor mit dem am Saisonende scheidenden Trainer des SV Wolfers-/Neuengrün unterhalten und Stefan Kremer um Einschätzungen zu den Freitagsspielen gebeten.

Im Mittelpunkt stand dabei natürlich die sportliche Situation bei seinem Klub. Er denke zwar immer positiv, doch beim Blick auf die Tabelle warnt er mit einer abgedroschenen Floskel: "Wir brauchen erst einmal 40 Punkte. Dann können wir schauen, ob noch etwas nach vorne geht. Es wird sicher schwer, unser Saisonziel zu erreichen". Ausgegeben hatte Kremer eine bessere Platzierung als im Vorjahr. Damals wurden die "Wölfe" Sechster. Der Freitagsgast aus Marktgraitz sei ein unangenehmer Gegner: "Die stehen schlechter, als ich erwartet hatte. Ich weiß auch nicht warum. Bei denen haben wir regelmäßig eine auf die Mütze bekommen, mindestens drei oder vier Gegentore haben wir immer kassiert. Aber zu Hause liegen sie uns". Deshalb hofft Kremer auf einen Sieg.


Freitag, 18.15 Uhr

SV Wolfers-/Neungrün -FC Marktgraitz

Mitwirken sollen dabei auch die drei tschechischen Spieler, die für den Klub sehr wichtig sind. Allerdings trainieren sie nicht. Kremer zeigt dafür durchaus Verständnis, obwohl es für einen Trainer schon eine unzufriedenstellende Situation ist: "Aber der Aufwand, nämlich fast eineinhalb Stunden einfach zum Training zu fahren, wäre mir auch zu groß. "

FC Kronach -FC Burgkunstadt

Zu den anderen Spielen. Obwohl der FC Kronach zuletzt wieder im Aufwind war und sich gut erholt von den Pleiten präsentierte, traut ihm Kremer gegen den FC Burgkunstadt nicht viel zu. Er tippt auf eine 1:3-Heimniederlage.

ASV Kleintettau -SG Roth-Main

Hier setzt Kremer auf einen Heimsieg für den ASV. So weit wird es aber gar nicht kommen, den aufgrund von Personalmangel treten die Gäste nicht an. Das Spiel wird für Kleintettau gewertet.

SV/DJK Neufang -TSV Ludwigsstadt

Kremer ist mit etlichen Jungs aus Neufang befreundet und kennt die Truppe gut. Erst letzte Woche hat er sie gegen Steinberg wieder unter die Lupe genommen. "Da haben sie aber nicht so toll gespielt. Sie können mehr". Gegen Ludwigsstadt traut er ihnen trotzdem nur ein 1:1 zu, weil der Gegner Qualität hat.

SCW Obermain -FC Stockheim

Der Trainerwechsel in Stockheim habe bisher nicht viel gebracht. "Andy Löhnert hat noch nichts gerissen, deshalb müssen die Stockheimer jetzt einmal gewinnen. Und ich traue ihnen auch einen 2:1-Sieg zu", sagt Kremer. Außerdem habe der Gastgeber derzeit personelle Schwierigkeiten, das könnte den Bergleuten durchaus in die Karten spielen.

FC Mitwitz II -SC Jura Arnstein

Die Mitwitzer profitieren derzeit vom Einsatz einiger Bezirksligaspieler. Aus diesem Grund sind sie auch in den letzten Wochen erfolgreich, glaubt Kremer zu wissen. Auch gegen Arnstein würde es seiner Meinung nach morgen Abend zu einem Dreier reichen: "Die gewinnen mit 3:2".
Sollte die beiden letzten Prognosen von Kremer tatsächlich eintreffen, dann würden die Stockheimer und Steinachtaler jedenfalls große Schritte Richtung Klassenerhalt machen.

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