Theisenort
Fußball

Im zweiten Anlauf: Die TSF Theisenort sind wieder zurück in der Kreisliga

Nach zwei Jahren Abstinenz steigen die TSF Theisenort als Meister wieder in die Kreisliga auf. Spielertrainer Matthias Wich freut sich schon jetzt auf die neue Herausforderung, die er ohne seinen Torjäger angehen muss.
Artikel drucken Artikel einbetten
Die Mannschaft und die Fans der TSF Theisenort feiern den 4:0-Sieg beim SV Neuses, der ihnen den Meistertitel der Kreisklasse 2 bescherte.  Foto: Lisa Hümmer
Die Mannschaft und die Fans der TSF Theisenort feiern den 4:0-Sieg beim SV Neuses, der ihnen den Meistertitel der Kreisklasse 2 bescherte. Foto: Lisa Hümmer

Im zweiten Anlauf hat es geklappt. Nach dem Abstieg 2017 sind die TSF Theisenort wieder zurück in der Kreisliga. Fast wäre es schon im Vorjahr so weit gewesen. Doch nach einem dramatischen Saisonfinale in der Kreisklasse 2 unterlagen die Theisenorter im Entscheidungsspiel dem FC Lichtenfels II.

"Kurios war, dass wir im letzten Jahr nur zwei Spiele verloren haben, dafür aber elfmal unentschieden gespielt haben. Heuer hatten wir schon nach sechs Spielen zweimal verloren", sagt Meistertrainer Matthias Wich. In dieser Saison hätten seine Mannen jedoch die engen Spiele für sich entschieden. Mit 21 Siegen und vier Remis holten sich die Theisenorter die Meisterschaft und stellten dabei die gefährlichste Offensive (80 Tore) sowie die sicherste Defensive (24 Gegentore) der Liga.

Besonders in der Hinrunde war Wich beeindruckt von seiner Mannschaft, die mit vielen Ausfällen zu kämpfen hatte: "Wir haben eine extrem gute Hinrunde gespielt. Da haben wir uns eine sehr gute Ausgangslage geschaffen. In der Rückrunde waren dann alle Spieler an Bord und wir haben gezeigt, dass wir aufsteigen wollen."

Zwei Spiele gab es aber dann doch, die den Trainer noch immer ärgern: die beiden Niederlagen im Derby gegen den TSV Küps (0:1 und 0:2). "Seit ich hier bin, haben wir noch nie gegen Küps gewonnen." Nach der Rückspielpleite sechs Spieltage vor Saisonende erinnerte sich Wich wieder an die Schlussphase der Vorsaison: "Damals waren wir vorne dran und hätten uns mit einem Sieg gegen Küps festsetzen können. Aber wir spielten unentschieden und zeitgleich gewann Johannisthal. Diesen Vorsprung haben sie dann ins Ziel gerettet."

Matchball zu Hause vergeben

Doch die Mannschaft beseitigte die Zweifel ihres Trainers mit drei klaren Zu-null-Siegen in Folge. Am vorletzten Spieltag hätte Theisenort zu Hause gegen den FC Baiersdorf alles klar machen können, doch das 3:3 reichte noch nicht ganz. "Das war schon ärgerlich, da wir es daheim hätten schaffen können. Aber Baiersdorf war extrem gut und hatte sich das Unentschieden verdient." Eine Woche später war es in Neuses aber so weit. Nach dem 4:0-Sieg feierte das Team noch bis in die Nacht den Aufstieg in die Kreisliga.

Dort wird in der kommenden Saison der erfolgreichste Theisenorter Torjäger nicht mehr dabei sein. David Bauer - mit 21 Treffern auch Torschützenkönig der Liga - wechselt in die Bezirksliga zur SpVgg Ebing. Für Matthias Wich ist das nichts Ungewöhnliches. Schon in der Vorsaison musste er mit Kevin Kleylein seinen besten Torschützen ziehen lassen. "David hat eine gute Saison gespielt. Er und Kevin sind sich sehr ähnlich. Beide sind extrem antrittsschnell, vor dem Tor manchmal noch ein bisschen zu unkonzentriert, aber für diese Liga sind sie viel zu gut."

Rückkehrer aus Gifting

Auch Sebastian Buckreuss wird den Verein verlassen. Ihm zieht es zum Ligarivalen TSV Weißenbrunn. Dafür kehrt Adrian Schwemmlein vom SV Gifting zurück nach Theisenort und aus der eigenen Jugend rücken mit Leon Höfner, David Geiger und Konrad Probst drei Talente nach.

In der Kreisliga ist natürlich der Klassenerhalt das primäre Ziel. "Ich bin extrem gespannt. In der Kreisklasse mussten wir meistens das Spiel machen. Unsere eigentliche Stärke ist es aber zu kontern, was uns in der Kreisliga zugute kommen müsste. Das konnten wir heuer aber nur in den Spitzenspielen umsetzen", sagt Wich.

Die Saison der TSF Theisenort in Zahlen

Saisonbilanz: 21 Siege, vier Unentschieden, fünf Niederlagen - 80:24 Tore, Platz 1.

Höchster Sieg: 7:0 beim ATSV Gehülz.

Höchste Niederlagen: jeweils 0:2 beim FC Baiersdorf und beim TSV Küps. Meiste Einsätze: Jonas Weber, Jannik Ultsch (je 29), Sebastian Hügging, Thomas Franz, Jonas Betz, David Bauer (je 28).

Meiste Treffer: David Bauer (21), Daniel Jakobi, Kevin Sari, Matthias Wich (je 9). Zuschauer: 113 im Durchschnitt (Platz 4), bester Besuch: 225 (gegen den FC Altenkunstadt/Woffendorf), schwächster Besuch: 50 (gegen den FV Mistelfeld).

was sagen sie zu diesem Thema?
jetzt anmelden jetzt registrieren