Ebersdorf
Futsal

Hallenkreismeisterschaft in Ebersdorf: Wer schnappt sich die Futsal-Krone?

Die besten zehn Teams aus Coburg, Kronach und Lichtenfels stehen sich am Sonntag gegenüber. Sylvia Ebersdorf ist mit Ausnahmekönner Aykut Civelek Favorit.
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Der TSV Neukenroth trifft in der Gruppe B auf den FC Stockheim (grünes Trikot). Im Halbfinale der Kronacher Endrunde (Bild) unterlag der TSV den Bergleuten mit 0:1.  Foto: Heinrich Weiß
Der TSV Neukenroth trifft in der Gruppe B auf den FC Stockheim (grünes Trikot). Im Halbfinale der Kronacher Endrunde (Bild) unterlag der TSV den Bergleuten mit 0:1. Foto: Heinrich Weiß

Obwohl die meisten Kicker lieber auf die Fünf-Meter-Tore schießen und über Bande spielen würden, hat das Futsal-Format auch seine Reize. Die Diskussionen über Vor- und Nachteile des Spiels mit dem etwas kleineren Ball, den deutlich schmaleren (Handball)-Toren und den nicht erlaubten Grätschen ist zwar noch nicht ganz verstummt, doch inzwischen haben sich die Freunde des Hallenfußballs mit der vor allem für die Zuschauer deutlich unattraktiveren Art des Kicks unterm Dach angefreundet. Was anderes ist ihnen aber auch nicht übrig geblieben, denn der Druck vom Verband war in den letzten Jahren enorm!

Mit den "üblich Verdächtigen"

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Deshalb also Futsal. Am Sonntag messen sich die besten zehn Mannschaften aus den beiden Altkreisen Coburg und Kronach. Zwei Qualifikationsturniere in Neustadt und Bad Rodach sowie drei in Kronach gingen voraus, bis dieses erlesene Feld feststand. Die "üblich Verdächtigen" haben sich letztlich erwartungsgemäß durchgesetzt, große Überraschungen gab es nicht.

Während Coburg die "hallengeilen Mönche", die verspielten Vestekicker und vor allem die technisch äußerst beschlagenen Ebersdorfer mit ihrem Dribbelkünstler Aykut Civelek (früher u. a. im Regionalligateam der SpVgg Greuther Fürth am Ball) ins Rennen um die "Futsal-Krone" schickt, wartet der Kreis Kronach mit Hochkaräter SV Friesen. Der Landesligist aus dem Frankenwald ist ausgeglichen besetzt und steht deshalb hoch im Kurs.

Gespannt dürfen die Teilnehmer und Fans in Ebersdorf auch auf die Wahl zum besten Turnierspieler sein. Während es beim Torjäger klare Richtlinien gibt, ist die Wahl zum besten Techniker und besten Torwart des Turniers immer schwierig. Die Meinungen der "Vereinsexperten" gehen oft auseinander, gelegentlich haben die Funktionäre beim Ausfüllen ihres entsprechenden Stimmzettels auch noch die Vereinsbrille auf.

Kandidaten gibt es für die Extra-Auszeichnung jedenfalls reichlich: Neben dem bereits erwähnten Aykut Civelek (SC Sylvia Ebersdorf) sind vor allem auch die Mönchrödener Lukas Köhn und Daniel Puff prädestiniert. Die Sener-Brüder vom FC Coburg oder der während der Winterpause von Kleintettau nach Ebersdorf gewechselte Andreas Böhnlein werden dem Turnier sicher auch ihren Stempel aufdrücken wollen.

Kräfteverschleiß am Tag zuvor

Zu den effektivsten Spielern zählt der Krecktaler Maximilian Tranziska, der im Gegensatz zu dem einen oder anderen Individualisten stets ein Auge für seine Nebenleute hat. Der ehemalige Frohnlacher Christian Brandt, der inzwischen beim SV Friesen Regie führt, bringt ebenfalls alle Möglichkeiten mit. Die Frage wird sein, ob "Brandy" im Team von Ex-Profi Armin Eck überhaupt aufläuft.

Ob es für den Ex-Frohnlacher und Ex-Friesener René Schuberth (jetzt FC Stockheim) noch einmal zu so einer Auszeichnung reicht, hängt auch von einer Samstagsveranstaltung ab. Die besten Kicker des Kreises Kronacher sind nämlich beim Dr.-Schneider-Cup tags zuvor bereits im Einsatz und werden dort ordentlich Kräfte lassen (siehe Artikel unten).

In Ebersdorf steigt am Samstag zeitgleich der Finiori-Cup - auch bei dieser Veranstaltung mit Rundum-Bande kicken bereits zahlreiche Spieler mit, die nicht einmal 24 Stunden später bei der Kreismeisterschaft auflaufen.

Zum stärksten Mann in der "Kiste" könnte René Schulz (TSV Mönchröden), Tobias Mayer (VfR Johannisthal) oder Routinier Andreas Scherbel vom FC Stockheim gekürt werden. Doch wer weiß, vielleicht erwischt ein ganz anderer Keeper oder Feldspieler am Sonntag einen Sahnetag und überrascht alle Hallenexperten.oph

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