Steinwiesen

Florian Gremer (SV Steinwiesen):"Wir verstehen uns teilweise blind auf dem Platz"

Der SV Steinwiesen ist auf Aufstiegskurs. Der neue Kapitän Florian Gremer erklärt das Erfolgsrezept seiner Mannschaft und freut sich auf den neuen Trainer.
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Beim SV Steinwiesen läuft es in dieser Saison richtig rund. Am vergangenen Sonntag gegen den TSV Wilhelmsthal hatte das Team des scheidenden Spielertrainers Colin Gloystein (rechts) gleich fünfmal Grund zum Jubeln, wie hier nach dem zwischenzeitlichen 2:0.  Foto: Heinrich Weiß
Beim SV Steinwiesen läuft es in dieser Saison richtig rund. Am vergangenen Sonntag gegen den TSV Wilhelmsthal hatte das Team des scheidenden Spielertrainers Colin Gloystein (rechts) gleich fünfmal Grund zum Jubeln, wie hier nach dem zwischenzeitlichen 2:0. Foto: Heinrich Weiß
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Der Abstieg des FC Burggrub und des FC Seibelsdorf aus der Kreisklasse 4 nimmt immer konkretere Formen an. Beide holten auch am vergangenen Spieltag keine Punkte. Während Burggrub eine erwartbare Niederlage bei der SG Rothenkirchen einsteckte, unterlag Seibelsdorf in einem kuriosen Kellerduell mit zwei Eigentoren und zwei Foulelfmetern beim SV Reitsch. Dieser verließ dadurch erstmals seit langem den Relegationsplatz 14.

Dort steht nun der punktgleiche TSV Windheim, der den Tabellen-12. FC Unter-/Oberrodach am Wochenende wieder tiefer in den Abstiegskampf ziehen kann. Es ist das Duell der Teams, die am vergangenen Spieltag für die größten Überraschungen gesorgt hatten. Windheim punktete mit einem 2:2 in Neukenroth und Unterrodach trotzte Spitzenreiter TSV Steinberg ein 0:0 ab.

Auch der FC Hirschfeld und der FC Wacker Haig gehören zu den Top-Teams, die vor gut einer Woche Punkte liegen ließen. Gefreut hat dies den SV Steinwiesen. Mit dem 5:0 gegen Wilhelmsthal ist der SVS bis auf zwei Punkte an Steinberg herangerückt und hat den Kreisliga-Aufstieg fest im Blick.

In der kommenden Saison, wird dann Spielertrainer Colin Gloystein jedoch nicht mehr dabei sein. Der 28-Jährige wird den Verein aus beruflichen Gründen in Richtung Marktgraitz verlassen. Als Nachfolger steht bereits Karl-Heinz Michel fest (wir berichteten).

Auch beim Amt des Kapitäns gab es in Steinwiesen eine Veränderung. Bastian Stöcker gab im Winter die Kapitänsbinde aus beruflichen und zeitlichen Gründen an Torwart Florian Gremer ab. Der 28-Jährige Verfahrensmechaniker steht seit 2011 zwischen den Pfosten seines Heimatvereins. Zuvor spielte er drei Jahre lang für den FC Wallenfels in der Kreisliga, kam dort als junger Torwart jedoch nicht oft zum Zug.

Herr Gremer, wie sehr schmerzt der Abgang von Ihrem Spielertrainer Colin Gloystein und wie sehr freuen Sie sich auf Karl-Heinz Michel?

Florian Gremer: Die Entscheidung von Colin kam für uns alle überraschend. Wir konnten diese aber nachvollziehen, da er beruflich im Kreis Lichtenfels unterwegs ist. Wir bedauern das natürlich, weil er nicht nur ein guter Trainer und guter Spieler, sondern auch ein super Typ ist. Den neuen Trainer kennt der Großteil der Mannschaft schon aus Jugendzeiten. Er hat uns jahrelang in der F- und E-Jugend trainiert. Persönlich kennen wir ihn ziemlich gut und er den Verein. Ich freue mich auf die Zusammenarbeit mit ihm.

Ihre Mannschaft ist in der laufenden Saison sehr konstant und hat sich noch keine nennenswerte Schwächephase erlaubt. Wie ist das zu erklären?

Seit der letzten Saison ist der Zusammenhalt in der Mannschaft viel besser geworden. Unser Kader besteht seit sechs, sieben Jahren aus den gleichen Leuten, daher verstehen wir uns teilweise blind auf dem Spielfeld. Zu Beginn der Saison hatten wir zwei gesperrte und zwei verletzte Spieler, dazu noch einige Urlauber. Bis Ende September haben wir jede Woche mit einer anderen Startelf gespielt. Aber ich glaube, das hat uns umso stärker gemacht, da wir auch die Jüngeren mit einbinden konnten und so unsere Spiele ziemlich erfolgreich gestalten konnten.

Eine der wenigen Niederlagen kassierten Sie im Hinspiel gegen Ihren nächsten Gegner, der SG Kleintettau II/Buchbach. Wie schätzen Sie die Mannschaft ein?

Das Spiel wird von der ersten Minute an nur über den Kampf entschieden werden. Wir müssen in jedem Zweikampf hundert Prozent geben und voll da sein. Das Hinspiel haben wir ein bisschen auf die leichte Schulter genommen. Aber selbst wenn wir jetzt einen vermeintlich leichten Gegner haben, dürfen wir ihn auf keinen Fall unterschätzen.

Was ist aus Ihrer Sicht das interessanteste Spiel am Wochenende?

Das interessanteste Spiel ist Haig gegen Rothenkirchen. Das sind zwei sehr gute Mannschaften, für die es noch um alles geht. Ich denke, dass die Haiger auf ihrem Platz mit 2:1 gewinnen. Darauf hoffe ich natürlich auch aus unserer Sicht.

Wer ist für Sie der beste Torwart in der Liga?

Die meisten Mannschaften haben recht gute Torhüter, die mindestens Kreisliga-, wenn nicht sogar Bezirksliganiveau haben. Mein Favorit wäre Christian Wojak vom FC Hirschfeld, der auch schon jahrelange Erfahrung in der Kreis- und Bezirksliga hat. Das Gespräch führte Dominic Buckreus.

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