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FC Mitwitz: Trainer Johannes Müller tritt zurück

Spielertrainer Johannes Müller ist beim FC Mitwitz zurückgetreten. Sein Nachfolger kommt aus den eigenen Reihen.
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Nach dreieinhalb Jahren hat Johannes Müller seinen Rücktritt vom Trainerposten beim Bezirksligisten FC Mitwitz verkündet.  Foto: Heinrich Weiß, Archiv
Nach dreieinhalb Jahren hat Johannes Müller seinen Rücktritt vom Trainerposten beim Bezirksligisten FC Mitwitz verkündet. Foto: Heinrich Weiß, Archiv
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Nach dreieinhalb Jahren ist Schluss: Johannes Müller ist nicht mehr Spielertrainer des Bezirksligisten FC Mitwitz. Der 33-Jährige tritt mit sofortiger Wirkung aus privaten Gründen von seinem Amt zurück.

Als Spieler stand Müller schon seit dem vergangenen Winter nicht mehr auf dem Platz. Nach einem zuvor überstandenen Kreuzbandriss hat er seit Monaten mit einem Knorpelschaden im Knie zu kämpfen. "Meine Einstellung ist: Wenn ich etwas mache, dann will ich es richtig machen. Ich brauche nach der Verletzung und der OP die Zeit, um mein Knie wieder aufzubauen. Dadurch wird es mit dem Trainerdasein gleichzeitig schwer. Dazu kommt noch unser Hausbau und dass ich im August Papa geworden bin", begründet Müller. Bei all diesen Aufgaben käme die Mannschaft zu kurz. "Deswegen habe ich mich dazu entschieden, nun zurückzutreten."

Dreimal einstelliger Tabellenplatz

Bis auf ein Landesliga-Jahr beim SV Friesen hat Müller seine Fußballlaufbahn bei seinem Heimatverein FC Mitwitz verbracht. Im Sommer 2016 übernahm er als Nachfolger von Heinrich Föhrweiser das Traineramt bei den Steinachtalern. In den folgenden drei Spielzeiten führte er den FCM stets auf einen einstelligen Tabellenplatz in der Bezirksliga West.

"Wir hätten gern mit ihm weitergemacht, aber seine Entscheidung ist nachvollziehbar", bedauert der Sportliche Leiter Harald Weißbrodt. "Er ist ein verdienter Trainer und Spieler. Das hat in keiner Weise mit unserer sportlichen Situation zu tun. Wir wussten, dass es eine schwierige Saison werden würde und er hat bis zum Winter alles versucht, damit wir den Anschluss nicht verlieren." Mit 19 Punkten stehen die Mitwitzer derzeit auf dem Relegationsrang 13 mit einem Punkt Vorsprung auf die Abstiegsplätze und einem Punkt Rückstand auf das rettende Ufer.

Müllers Nachfolger fanden die Mitwitzer in den eigenen Reihen. Mit Erik Vetter übernimmt ab sofort der bisherige Co-Trainer. "Wir haben ihn sofort gefragt, ob er es sich vorstellen kann. Er ist ein erfahrener Trainer mit Stallgeruch bei uns und hat sich als Co-Trainer schon sehr gut eingebracht. Seine Art kommt bei der Mannschaft sehr gut an. Er kann aber auch mal unangenehm werden, wenn etwas nicht so läuft, wie er sich das vorstellt", beschreibt Weißbrodt den Neu-Coach.

Vetter hatte bereits zwischen 2008 und 2013 für den FC Mitwitz gespielt. Im Sommer 2019 kehrte der Neustadter vom FC Coburg an seine alte Wirkungsstätte zurück. Bei den "Vestestädtern" hatte er zwei Jahre lang das Kreisliga-Team trainiert. Zuvor war er mehrere Jahre lang Spielertrainer beim Kreisklassisten DJK/TSV Rödental gewesen.

Der 34-Jährige soll die Mannschaft auch über den Sommer hinaus trainieren. Bis dahin werde er von den erfahrenen Spielern unterstützt. Zur neuen Saison wollen die Mitwitzer einen festen Co-Trainer installieren, der wahrscheinlich auch aus dem Verein kommen werde, erklärt Weißbrodt.

Vorfreude bei Erik Vetter

"Ich freue mich auf die Aufgabe", sagt Erik Vetter. "Ich musste nicht lange überlegen, denn Mitwitz ist für mich eine Herzensangelegenheit." Der Inhaber der B-Lizenz steht nun vor der Aufgabe, den abstiegsgefährdeten Bezirksligisten zum Klassenerhalt zu führen.

"Wir hatten im Sommer viele Abgänge, vor allem in der Offensive. Diesen Schnitt muss man natürlich erstmal verkraften. Aber wir haben das mannschaftlich aufgefangen und auf unsere Weise trotzdem gepunktet, indem wir kämpfen und defensiv gut stehen. Wir hatten uns darauf eingestellt, dass es keine einfache Saison werden würde und dass wir gegen den Abstieg spielen würden. Deshalb werden wir auch nicht unruhig", sagt Vetter, der an der bisherigen Spielweise nicht viel verändern will. "Jo und ich haben uns die Arbeit aufgeteilt. In vielen Situationen hatten wir auch die gleiche Meinung und sehen die Dinge auch vom fußballerischen Denken her ähnlich. Deshalb hat das für uns als Duo auch gut funktioniert."

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