Steinwiesen
Mountainbike

Erfolgreiche Hitzeschlacht für Steinwiesener Paar

Kerstin und Uwe Kuhnlein feiern beim Zwölf-Stunden-Rennen in Schnaittach bei Temperaturen jenseits der 35 Grad einen ungefährdeten Start-Ziel-Sieg.
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Kerstin Kuhnlein beim 12 Stundenrennen auf der Strecke Fotos: privat
Kerstin Kuhnlein beim 12 Stundenrennen auf der Strecke Fotos: privat
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Die Steinwiesener Mountainbiker Kerstin und Uwe Kuhnlein gingen auch in diesem Jahr im 2er-Mixed-Team beim Zwölf-Stunden-Rennen in Schnaittach (Nürnberger Land) an den Start. Neben 134 anderen Mannschaften (2er, 4er und Solofahrer) überstand das für das "Bike-store.de-Racing-Team" startende und dem RVC Trieb angehörende Duo am vergangenen Samstag ein wirklich "heißes Rennen". Das Zwölf-Stunden-Rennen in Schnaittach ist extrem beliebt, die Startplätze sind normalerweise wenige Minuten nach Öffnung der Onlineanmeldung bereits vergeben.

Die Kuhnleins trafen in Schnaittach auf viele bekannte Gesichter und lernten durch die familiäre Atmosphäre auch einige neue kennen. Die Steinwiesener machten anhand der Voranmeldung ein Team als größte Konkurrenten aus. Als dann der Startschuss fiel, entwickelte sich das Rennen genauso wie erwartet. Uwe fuhr die Startrunde und holte einen kleinen Vorsprung heraus. Kerstin übernahm anschließend und baute den Vorsprung weiter leicht aus. Bis zur Mitte des Rennens blieb der Vorsprung immer zwischen vier und fünf Minuten. Die Drittplatzierten waren da schon weiter weg. Somit war klar, dass sich ein Zweikampf bis zum Schluss entwickeln wird. Als die Temperatur auf fast 36 Grad anstieg, legten die Kuhnleins noch eine Schippe drauf und vergrößerten ihren Vorsprung jede Runde ein kleines Stück mehr. Als der Abstand auf zwölf Minuten angewachsen war, konnten sie das Tempo etwas rausnehmen.

Der Boden war aufgrund der extremen Hitze und der Trockenheit sehr staubig, die Fahrer hatten kaum Grip. "Wir fühlten uns teilweise wie in der Wüste", erinnert sich Kerstin Kuhnlein. Diesen Umstand mussten beide auch schmerzhaft bei ihren jeweiligen Stürzen erfahren. Deshalb galt es, den Verstand einzuschalten und nicht zu viel zu riskieren.

Ganz wichtig bei solchen extremen Belastungen ist es, ausreichend zu essen und zu trinken. Vor allem das Essen wird ab Rennmitte durch die Erschöpfung zu einer echten Herausforderung.

Stattlicher Vorsprung im Ziel

Trotz der schwierigen Bedingungen hielt das Steinwiesener Duo seinen Vorsprung und gewann letztlich mit zwölf Minuten Vorsprung auf Platz 2, den Karoline Donnerstag und Axel Schneider (Team Kaxel) belegtegten. Auf dem dritten Platz mit zwei Runden Rückstand landeten Mayer Mara und Philipp Mayer (RSV Germania Sulzfeld). Zu erwähnen ist noch, dass der Altersunterschied zu den Zweit- und Drittplatzierten schon fast eine ganze Generation betrug. "Sie hätten schon fast unsere Kinder sein können", sagt Kerstin Kuhnlein stolz.

Das Ehepaar Kuhnlein absolvierte zusammen 269 Kilometer und 3600 Höhenmeter. Nach jeder Runde wurde durchgewechselt, so fuhren beide jeweils 17 Runden.

Bislang verlief die Saison für Kerstin Kuhnlein sehr gut. Die Steinwiesenerin gewann in ihrer Altersklasse alle bisherigen Rennen. Den Gesamtsieg musste sie immer nur ihrer Tochter Yvonne Liebrenz überlassen, somit wurde sie Gesamtzweite. Uwe Kuhnlein hatte gesundheitliche Probleme und stieg erst spät in die Saison ein. Bei seinem Comeback beim "Feen-Bike-Marathon" triumphierte er in seiner Altersklasse und holte sich beim Inselsbergmarathon noch den vierten Platz in seiner Klasse.

Als nächster Höhepunkt steht Ende Juli die Zwölf-Stunden-Europameisterschaft in Dießen am Ammersee an. Hier gehen Uwe und Kerstin Kuhnlein wieder im 2er-Mixed an den Start, Tochter Yvonne und ihr Mann Sascha Liebrenz gehen als Solostarter ins Rennen.

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