Friesen
Fußball-Landesliga Nordost

Duell der Jungtorhüter: SV Friesen ohne seine Nummer 1 zum FC Coburg

Nach drei Spielabsagen in Folge startet der SV Friesen mit einem Derby beim FC Coburg in die Restrückrunde und muss dabei ein Torwartproblem lösen.
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Auf seine Paraden wie hier im Spiel gegen den TSV Buch muss der SV Friesen in den kommenden Wochen verzichten: Torwart Tobias Bauerschmidt (blaues Trikot) brach sich im Testspiel gegen den SC Sylvia Ebersdorf den Finger und muss mindestens drei Wochen pausieren.  Foto: Heinrich Weiß
Auf seine Paraden wie hier im Spiel gegen den TSV Buch muss der SV Friesen in den kommenden Wochen verzichten: Torwart Tobias Bauerschmidt (blaues Trikot) brach sich im Testspiel gegen den SC Sylvia Ebersdorf den Finger und muss mindestens drei Wochen pausieren. Foto: Heinrich Weiß

Tobias Bauerschmidt war für den SV Friesen ein Glücksgriff. Vor dieser Spielzeit vom Kreisligisten TSV Stadtsteinach nach Friesen gewechselt stand der 30-Jährige in allen 22 Partien in der Landesliga Nordost im Tor und erwies sich als sicherer Rückhalt. Im Vorbereitungsspiel gegen den SC Sylvia Ebersdorf vor zwei Wochen brach er sich jedoch den Finger. Der komplizierte Bruch musste operiert werden und die etatmäßige Nummer 1 wird drei bis vier Wochen fehlen. Im Gastspiel am Samstag um 15 Uhr beim FC Coburg (13. Platz/28 Punkte) wird deshalb der junge Leon Wolf sein Debüt in der Landesliga geben. "Leon Wolf hat mein vollstes Vertrauen. Er hat schon in der Vorbereitung gezeigt, dass er es kann", ist sein Trainer Armin Eck überzeugt. FC Coburg - SV Friesen Bauerschmidt ist jedoch nicht der Einzige, der den Friesenern (12./28) fehlen wird. Die Verletztenliste ist über den Winter nicht kürzer geworden, so wie es Eck erhofft hatte. Kevin Roger hatte immer wieder mit Knieproblemen zu kämpfen, Marcel Münch konnte wegen einer Schambeinentzündung nicht die komplette Vorbereitung absolvieren und auch Daniel Schütz musste phasenweise passen. Hannes Nützel ist zwar wieder im Training, für morgen reicht es aber noch nicht. Fraglich ist auch der Einsatz von Kai Aust (Muskelprobleme). Für Eck ist dies aber ein bekanntes Problem: "Wir habe schon die ganze Saison mit Verletzungen zu kämpfen. Trotz dieser Situation haben das meine Jungs bisher gut macht."

Auch eine unfreiwillig verlängerte Winterpause ist den Friesenern bestens bekannt. Schon in der vergangenen Saison fielen die ersten vier Partien nach dem Winter aus. Das anschließend straffe Programm mit mehreren Englischen Wochen am Stück brachten den SVF noch in große Abstiegsnöte. "Wir müssen die Situation so akzeptieren, wie sie ist. Die nächsten Wochen werden knackig, aber das kennen wir schon aus dem letzten Jahr", gibt sich der Coach pragmatisch.

Die drei Spielabsagen wirken sich auch auf die gesamte Vorbereitung aus, in der die Frankenwälder noch zwei zusätzliche Testpartien statt der ausgefallen Pflichtspiele bestritten. "Die Vorbereitung verlief durchwachsen. Wir sind mittlerweile seit zehn Wochen im Training, da ist es nicht einfach, die Spannung hochzuhalten. Die Psyche spielt da eine große Rolle."

Umso mehr freut sich die Mannschaft, dass es auf dem Kunstrasenplatz in der Coburger Dr.-Stocke-Anlage endlich losgeht. Die Vestekicker präsentierten sich in den ersten drei Spielen der Restrückrunde stabil und holten drei Unentschieden in Memmelsdorf, Herzogenaurach und gegen Buch, wobei vor allem gegen den SCM durchaus mehr drin gewesen wäre.

"Die Coburger sind voll im Rhythmus, gut drauf und nach der Pause noch ungeschlagen. Aber wir sind heiß und wollen etwas mitnehmen. Wir haben große Lust, endlich spielen zu können", sagt Armin Eck.

Vor den Frankenwäldern hat FCC-Trainer Lars Scheler großen Respekt: "Die haben eine super Mentalität und geben immer 100 Prozent." Zu spüren bekam dies der FCC in der Hinrunde, als er mit 0:3 unterlag. "Wir müssen mit Biss und Aggressivität zu Werke gehen, sollten aber im Abschluss effektiver sein als in Herzogenaurach", gibt Coburgs Trainer vor.

Ebenso wie beim SV Friesen wird auch beim Aufsteiger ein junges Talent im Tor stehen. Für den rotgesperrten Stammtorwart Oleksandr Churilov steht der 19-jährige Louis Krempel zwischen den Pfosten. Stürmer Daniel Sam kann nach seiner Rippenverletzung wieder ins Geschehen eingreifen, ebenso der zuletzt erkrankte Lukas Mosert. dob/hh SV Friesen: Wolf/Kirschbauer - Söllner, Baier, Lindner, Brandt, Altwasser, Müller, Kunz, Firnschild, Schülein, Daumann, Sesselmann, Aust (?). Es fehlen: Nützel, Schütz, Roger, Münch, Bauerschmidt (alle verletzt). FC Coburg: Krempel/Shabestari - Kimmel, Heinze, Schmidt, Teuchert, A. Guhling, S. Sener, G. Sener, McCullough, Knie, Kolb, Sam, Mosert, Carl, Scheler, Treubig, König (?).

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