Das traditionsreiche Hallenturnier für Betriebsmannschaften ist mehr als nur Hallenfußball, bei dem sich zahlreiche Aktive, die tags darauf auch bei der Hallenkreismeisterschaft im Einsatz sind (siehe Bericht auf Seite 20), gegenüberstehen. Es ist auch ein Erlebnistag für die Spieler und Zuschauer. Etwa elf Stunden lang wetteiferten die 20 Betriebsmannschaften bei der zweiten Auflage des Dr.-Schneider-Cups auf dem Feld - da mussten sich Akteure und Besucher zwischendurch schon eine Pause gönnen. Sei es bei der obligatorischen Bratwurst mit Bier oder auch bei einer schnellen Runde Bierkopf in der Mensa. Der Nachwuchs konnte sich die Zeit derweil in der Hüpfburg oder beim Tischfußball vertreiben. Der eine oder andere versuchte beim Torwandschießen das Siegertempo von 139 km/h zu knacken.

Dass es bei diesem Turnier nicht nur um das Vergnügen ging, zeigte sich bei der Siegerehrung. Der Vorsitzende der Geschäftsführung der Firma Dr. Schneider, Parag Shah, übergab zwei Spendenschecks. Einer ging an die Familie Weber, deren Tochter Milah an einer seltenen Krankheit leidet. Den anderen Scheck erhielt Familie Rauh, für die Mutter, die an MS erkrankt ist.

Auch aus sportlicher Sicht gab es ebenfalls große Gesten. Zwei Spieler mussten sich den Titel des Torschützenkönigs mit je elf Treffern teilen: René Schubart von Turniersieger Wiegand und Felix Maurer vom Waltec-Team, das sich schon im Viertelfinale verabschiedet hatte. Schubart überließ dem jungen Maurer den Pokal.

Wiegand dreht Rückstand im Finale

Wenige Minuten zuvor hatte Ersterer maßgeblichen Anteil am Finalsieg seiner Mannschaft. Das Scholz-Team, das sich erst im Neunmeterschießen gegen den Vorjahressieger Dr. Schneider für das Finale qualifiziert hatte, ging überraschend durch Tim Bätz in Führung. Dann schlug Wiegand in Person von Schubart zurück - 1:1. Schubart legte zwei Lattentreffer nach, ehe Erik Neubauer das verdiente 2:1 erzielte. Gleich darauf erhöhte erneut Schubart auf 3:1 und bereitete das 4:1 durch André Scholz vor. Nikolai Altwasser sorgte kurz vor Schluss für den 4:2-Endstand.

Wiegand brillierte in der voll besetzten Kronacher Dreifachturnhalle bereits in der Gruppenphase mit vier Siegen ohne Gegentor. Ohne Punktverlust blieben Waltec und die Mannschaft von Dr. Schneider, die sich dank des Tores von Jonas Trockenbrodt den dritten Platz gegen die Kronacher Stadtwerke sicherten. red