Gehülz
Motorsport

Deutsche Enduro Meisterschaft: Versöhnliches Saisonende für Benjamin Meusel

Der Gehülzer hat eine schwierige Saison hinter sich, aber glaubt an eine erfolgreiche Zukunft. In Zschopau war er mit seiner Leistung zufrieden.
Artikel drucken Artikel einbetten
Benjamin Meusel (mit der Sektflasche) feiert in Zschopau das Ende einer schwierigen Saison.  Foto: privat
Benjamin Meusel (mit der Sektflasche) feiert in Zschopau das Ende einer schwierigen Saison. Foto: privat

Letzter Lauf zur Internationalen Deutschen Enduro Meisterschaft rund um Zschopau im schönen Erzgebirge und mit dabei der Kronacher Benjamin Meusel. "Nach einer Nullnummer aus Woltersdorf war ich sehr motiviert, es besser zu machen. Und glaubt mir, es war psychisch keine leichte Veranstaltung für mich", erklärte der begeisterte Motorrad-Sportler nach dem Rennen. "Vor einem Jahr habe ich mir dort 500 Meter vor dem Ziel Schien- und Wadenbein gebrochen und vor zwei Wochen in Woltersdorf bekam ich schon nach einer Runde Krämpfe im ganzen Körper und musste das Rennen beenden, obwohl ich ziemlich fit bin", sprach er offen über seine Probleme. "Ich habe bezüglich meiner Krämpfe alles vorab umgestellt und angepasst, was Grund dafür sein konnte."

Sturz verhindert gute Platzierung

Gut vorbereitet startete Meusel in den Prolog, der fester Bestandteil in Zschopau ist. Und es lief sehr gut für 1,5 von zwei Runden. Obwohl er ohne Risiko fuhr, rutschten ihm die Räder in einer rutschigen Steinpassage weg und er ging zu Boden - die gute Platzierung war dahin. An dieser Stelle stürzten jedoch sehr viele Fahrer. Leicht angefressen aber unverletzt, ging es dann zurück in den Parc Ferme.

Am Hauptfahrtag erwarteten Meusel drei Runden mit 85 Kilometern und vier Sonderprüfungen pro Runde. "Die Bodenverhältnisse waren top und die Runde war meiner Meinung nach perfekt aufgebaut vom Schwierigkeitsgrad her. Zudem war ich komischerweise sehr entspannt, kaum nervös und ich hatte richtig Bock. Ich hatte mir drei Dinge vorab vorgenommen: ins Ziel kommen und das ohne Krämpfe, Spaß am Fahren haben und ohne Risiko gut abschneiden. All dies gelang mir."

Die erste Runde war etwas verkrampft, aber dann lief es gut für Meusel. Hier und da unterliefen ihm kleine Fehler in den Sonderprüfungen, aber relativ wenige, da er nur etwa 90 Prozent seines Möglichen fuhr. "Ich wollte sauber und kontrolliert fahren. Ich weiß, das kann jeder sagen, aber so ist es. Ich wusste auch bis ins Ziel nicht, auf welchem Platz ich lag, denn das interessierte mich davor nicht. Alles, was ich mir für diesen Tag vorgenommen hatte, gelang mir und ich war auch mit dem fünften Platz in der Klasse E3 und dem 19. Platz im klassenübergreifenden Championat relativ zufrieden. Auf all diese kleinen Fortschritte kann ich aufbauen in der kommenden Saison."

Nun will er sich regenerieren, bevor es in die Vorbereitung für die neue Saison geht, in welcher er auf jeden Fall wieder die Internationale Deutsche Enduro Meisterschaft fahren will: "Wie es nächstes Jahr genau weitergeht, sage ich im Dezember." rg

Verwandte Artikel
was sagen sie zu diesem Thema?
jetzt anmelden jetzt registrieren