Mitwitz
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FC Mitwitz will sich gut verkaufen

Im Toto-Pokal auf Verbandsebene hat der Bezirksligist am Dienstag um 18.15 Uhr den FC Schweinfurt 05 zu Gast.
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Anfang Mai konnten die Spieler des FC Mitwitz den Kreispokalsieg bejubeln. Heute treffen sie im Verbandspokal mit dem Regionalligisten FC Schweinfurt 05 auf einen sehr attraktiven Gegner. Foto: Grünbeck
Anfang Mai konnten die Spieler des FC Mitwitz den Kreispokalsieg bejubeln. Heute treffen sie im Verbandspokal mit dem Regionalligisten FC Schweinfurt 05 auf einen sehr attraktiven Gegner. Foto: Grünbeck
Einen sehr attraktiven Gegner hat sich der FC Mitwitz für die erste Runde um den Toto-Pokal auf Verbandsebene ausgesucht. Der Kreispokalsieger im Kreis 2 war bei der Auslosung der Regionalzone Nordwest zugelost und hätte hier mit dem FC Coburg eine Mannschaft wählen können, gegen die der Sprung in die zweite Runde nicht unrealistisch gewesen wäre. "Die Spieler wollten aber gegen den FC Schweinfurt 05 spielen", sagt Abteilungsleiter Harald Weißbrodt, der bei der Auslosung als erster wählen konnte und sich daher für die Unterfranken entschied. Somit gibt der Regionalligist am Dienstag um 18.15 Uhr beim FC Mitwitz sein Gastspiel. Beim Eintrittspreis haben sich beide Vereine auf acht Euro (ermäßigt sechs Euro) geeinigt.
Die Schweinfurter werden von Gerd Klaus trainiert, der als Spieler in Weismain und Vestenbergsgreuth in der Region kein Unbekannter ist und zuvor Trainer in Erlangen-Bruck war.
Das gilt erst recht für den Co-Trainer: Stefan Braungardt war bis Juni Trainer beim VfL Frohnlach und spielte in seiner aktiven Zeit unter anderem beim FC Kronach und - zusammen mit Gerd Klaus - beim SC Weismain.
Die Unterfranken spielen im vierten Jahr in Folge in der Regionalliga. Nach den Plätzen 16, 13 und 14 wurde heuer ein großer Umbruch vollzogen. Mittelfristig will der Traditionsverein in die 3. Liga aufsteigen und strebt heuer einen Platz unter den Top 5 der Liga an.


Kader wurde verstärkt

Dafür kamen namhafte Neuzugänge wie Marco Haller, Adam Jabiri (beide vom Zweitliga-Aufsteiger Würzburger Kickers), Marius Willsch (vom FC Saarbrücken), Pedro Güthermann (SV Werder Bremen II/A-Junioren), Julian Löscher (Rot-Weiß Erfurt), Johannes Golla (SpVgg Greuther Fürth II), Nikola Jelisic (BV Cloppenburg, zuvor FC Bayern München II), Herbert Paul (vereinslos - zuvor FC Bayern München II), Oliver Scheufens (pausiert, ehemals FC Eintracht Bamberg) und Nicolas Görtler (FCE Bamberg).
Die Unterfranken starteten jedoch durchwachsen in die Saison. Dem 1:1 gegen Schalding-Heining folgte ein 4:3-Erfolg gegen die SpVgg Bayern Hof und eine Niederlage gegen die U23 des FC Nürnberg (1:2). Nach einer weiteren 0:3-Niederlage in Illertissen besiegte die Mannschaft am Freitag Schlusslicht Seligenporten nur knapp mit 1:0. Zwei Punkte hätten die "Schnüdel" auf jeden Fall mehr holen können.
Im Pokal wollen sie soweit wie möglich kommen, am liebsten natürlich in die erste DFB-Pokal-Hauptrunde. Dort winken nämlich nicht nur Einnahmen aus der DFB-Pokal-Vermarktung von weit über 100 000 Euro, sondern auch ein Profiteam als Gegner.


Mit Topbesetzung nach Mitwitz

Gerd Klaus hat angekündigt, dass er mit seiner Topbesetzung nach Mitwitz kommen wird. "Nach den letzten Resultaten, die nicht so gut waren, brauchen wir ein Erfolgserlebnis", so der Trainer, der aber wohl auch einigen Reservisten die Chance geben wird sich zu zeigen. Bereits am Freitagabend werden die Schweinfurter dann den Weg Richtung Burghausen antreten, um sich bestmöglich auf das Spiel am Samstag (13 Uhr) vorzubereiten.
Klar ist, dass der FC Mitwitz als krasser Außenseiter in die Partie geht; immerhin spielt der Kontrahent drei Klassen höher. Für die Schützlinge von Spielertrainer Johannes Müller wird es aber ein besonderer Ansporn sein, sich gegen die Unterfranken möglichst teuer zu verkaufen und den sicherlich zahlreichen Zuschauern ein unterhaltsames Pokalspiel zu bieten. Priorität für die Steinachtaler hat natürlich die Meisterschaft, und da sind sie nach dem dritten Spieltag noch immer ungeschlagen (ein Sieg, zwei Remis). "Aber die Spieler sind heiß, sich einmal mit einem so hochkarätigen Gegner messen zu können", sagt Harald Weißbrodt.
Da es sich um ein so genanntes Hochsicherheitsspiel handelt, müssen die Verantwortlichen des FC Mitwitz im Vorfeld einiges beachten. So müssen sie deutlich mehr Ordner als zu einem Bezirksliga-Spiel stellen und außerdem einen privaten Sicherheitsdienst beauftragen. Die Polizei ist mit einem Aufgebot von etwa 30 Beamten vor Ort. Die Fans aus Schweinfurt bekommen einen eigenen Bereich, in dem sie das Spiel verfolgen können.
Mit diesen verstärkten Sicherheitsmaßnahmen wollen die Verantwortlichen schon im Vorfeld das Ihre dazu tun, dass das Pokalspiel ohne Probleme über die Bühne gehen kann. Das hat zum Beispiel beim Gastspiel der Schweinfurter in Friesen vor einigen Jahren sehr gut funktioniert. han

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