Kronach
Fussball

Ein Test für den guten Zweck in Kronach

Die SpVgg Bayreuth gastiert am Mittwochabend an der Hammermühle zu einem Benefizspiel. Ein Teil der Erlöse wird an die Lebenshilfe Kronach gespendet.
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Kristian Böhnlein (rechts) wird von seinen Bayreuther Kollegen für ein Tor gefeiert. Der gebürtige Pressiger ist seit 2014 eine feste Größe für die SpVgg.  Foto: Peter Mularczyk/Archiv
Kristian Böhnlein (rechts) wird von seinen Bayreuther Kollegen für ein Tor gefeiert. Der gebürtige Pressiger ist seit 2014 eine feste Größe für die SpVgg. Foto: Peter Mularczyk/Archiv
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Zu einem Fußball-Leckerbissen kommt es an diesem Mittwoch, um 18.30 Uhr auf dem Sportgelände des FC Kronach: Die Regionalliga-Mannschaft der SpVgg Bayreuth wird im Rahmen eines Trainingslagers ein Testspiel gegen eine Spielgemeinschaft der Teams des FC Kronach und seiner Partnervereine TSV Weißenbrunn und FC Gehülz antreten. Ein Euro jeder Eintrittskarte wird an die Kronacher Lebenshilfe gespendet.

Die SpVgg Bayreuth sicherte sich in der vergangenen Saison den 13. Platz in der Regionalliga. Unbedingt will die Mannschaft auch in der nächsten Saison diese Klasse halten. Eine enorme Aufgabe ist es für die Verantwortlichen des Regionalligisten, ein schlagkräftiges Team zusammenzubekommen. Die bewährten Kräfte zu halten und gezielte Verstärkungen hinzubekommen ist vor allem die Aufgabe von Wolfgang Mahr, der aus Kronach kommt, und der mit seiner Heimatstadt und seinem Heimatverein noch immer eng verbunden ist. Das Trainingslager ist auch die Chance, die Neuzugänge einzubinden. Für Wolfgang Mahr, Sportlicher Leiter der Spielvereinigung, passen die drei U23-Nezugänge Julian Kolbeck und Johannes Golla und Patrick Hobsch perfekt in die Mannschaft der Bayreuther. Mit Golla und Kolbeck gewinnen die Altstädter zwei erfahrene und variabel einsetzbare Defensivspieler, Patrick Hobsch schließt die Lücke im Angriff.


Neuzugang mit bekanntem Vater

Hobsch ist Sohn des früheren Bundesliga-Stürmers Bernd Hobsch. Der 22-Jährige begann im Seniorenbereich beim 1. SC Feucht, für den der Angreifer im Alter von nicht einmal 20 Jahren in 42 Spielen beeindruckende 34 Tore in der Landesliga erzielte. Es folgte der Wechsel zum SV Seligenporten, bei dem er in der Regionalliga (41 Spiele/neun Tore) und Bayernliga (32 Spiele/13 Tore) sowie in der 2. Mannschaft in Bezirks- und Landesliga (23 Spiele / 23 Tore) seine Knipserqualitäten unter Beweis stellte. Dazu kommt der 19-jährige Richard Schneider aus der Talentschmiede des FC Carl Zeiss Jena. Neben den bisherigen sechs Neuzugängen sollen in den kommenden Wochen noch weitere neue Spieler verpflichtet werden, stellt Mahr in Aussicht. "Wir befinden uns in guten Gesprächen. Es wird sicherlich noch etwas passieren."

In der kommenden Saison werden die "Altstädter" wieder alle Heimspiele im Bayreuther Hans-Walter-Wild-Stadion austragen. Es sind keine Partien mehr in Weismain geplant. Eine feste Größe bei den Altstädtern ist der Pressiger Kristian Böhnlein, der schon für den VfL Frohnlach, die SpVgg Greuther Fürth und den Hamburger SV spielte. Seit 2014 ist er bei den Bayreuthern.

Der sportliche Leiter und Teammanager der SpVgg Bayreuth Wolfgang Mahr ist in Kronach unvergessen. Der 1952 geborene Mahr spielte als Torhüter bis 1973 beim FC Kronach. Er war maßgeblich am ersten Aufstieg bis in die Bayernliga beteiligt. Mit diesem Verein stand er 1971 gegen den damaligen Regionalligisten TSV 1860 München vor 4000 Zuschauern im Tor. Die Begegnung endete 1:4. 1973 wechselte Mahr zur SpVgg Bayreuth, für die er von 1973 bis 1986 in 410 Punktspielen in der Regionalliga, 2. Bundesliga und Bayernliga das Tor hütete. 1986 beendete er seine aktive Laufbahn und wurde dann Trainer der Bayernligamannschaft.


Erfolgreiche Jugend-Kooperation

Im Frühjahr 2011 übernahm er interimsweise das Traineramt bei der abstiegsbedrohten SpVgg Bayreuth und stieg mit dieser von der Bayernliga in die Landesliga ab, wo er das Team noch bis zu seinem Rücktritt am 12. Oktober 2011 betreute. Sein erlernter Beruf ist Hauptschullehrer für Sport, Werken, Technisches Zeichnen und Informatik, den er teilweise neben seinem Traineramt weiterhin ausübte. Die Kronacher sind mit der SpVgg Bayreuth im Nachwuchsbereich durch einen Kooperationsvertrag verbunden. Talentierte junge Fußballer in der Region haben eine weitere Chance, speziell gefördert und vielleicht für höhere Aufgaben entdeckt zu werden.
Ein Beispiel für die Zusammenarbeit zwischen dem FC Kronach und der SpVgg Bayreuth ist der Kronacher Nico Karger. Der spielte beim Kronacher Nachwuchs und ragte dort hinaus. Die guten Kontakte zur SpVgg wurden genutzt und Karger spielte beim Bayreuther Nachwuchs. Dort fiel er den Verantwortlichen des TSV 1860 München auf, wohin er 2010 wechselte. Nach Jahren in der U17 und der U19 der Sechzger spielte er in der 2. Mannschaft und bekam zuletzt einen Profivertrag bei den "Löwen".

Für den künftigen Regionalligakader des TSV 1860 spielt Nico Karger eine maßgebliche Rolle. "Mich als Vorsitzender des FC Kronach freut es, dass unser ehemaliger Jugendspieler Nico Karger weiterhin seinen Weg geht", betonte Vorsitzender Franz Bauer angesichts der Meldungen, dass der ehemalige Kronacher Karger bei den Sechzgern und deren Neuaufbau eine wichtige Rolle spielt. "Ich wünsche ihm dass er weiterhin seinen Weg erfolgreich geht."


Steile Karriere von Christian Dietz

Der FC Kronach ist auch auf ein weiteres Mitglied besonders stolz. Christian Dietz war beim DFB-Pokalfinale in Berlin als Schiedsrichterassistent dabei. "Aufgrund der Jugendkooperation mit der SpVgg Bayreuth hat unser Wolfgang Mahr uns dieses besondere Spiel zugesagt", freut sich FCK-Vorsitzender Franz Bauer. Diesem sei als erstem Heimatverein der FCK noch heute wichtig. Begeistert verfolge ich den Werdegang des Kronacher Referees: "Wir sind so stolz, haben ihn hier an der Hammermühle Fußball spielen sehen."
Beruflich ist Christian Dietz weiter weg in Rosenheim, pfeift aber seit Jahresanfang wieder für seinen alten Heimatverein. Kürzlich wurde Christian Dietz Vater und als Geschenk wurde dem Nachwuchs eine kostenlose Mitgliedschaft geschenkt. Dies werde künftig auch beim Nachwuchs anderer aktiver Spieler so gehandhabt.


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