Reichenbach
Gemeinderat

Spielplatz in Reichenbach wird Schmuckstück

In seiner Sitzung vom Dienstagabend billigte der Gemeinderat Reichenbach die Ingenieur-Planungen für die Anlegung eines Spielplatzes.
Artikel drucken Artikel einbetten
Bürgermeisterin Karin Ritter zeigt in einer Archivaufnahme vom vergangenen Sommer auf das Gelände, auf dem der neue Spielplatz in Reichenbach entstehen soll. Foto: Heike Schülein/Archiv
Bürgermeisterin Karin Ritter zeigt in einer Archivaufnahme vom vergangenen Sommer auf das Gelände, auf dem der neue Spielplatz in Reichenbach entstehen soll. Foto: Heike Schülein/Archiv

Lange musste man in Reichenbach darauf warten. Nun ist es bald soweit: Der ersehnte Spielplatz nimmt mehr und mehr Form an. Entstehen soll ein generationsübergreifendes Angebot. Bei der Gemeinderatssitzung am Dienstag stellte Bürgermeisterin Karin Ritter (SPD) die Planungen vor, die auf allgemeinen Zuspruch stießen.

Die Gemeinde beabsichtigt als städtebauliche Maßnahme über die Förderoffensive Nordostbayern den Neubau eines Spielplatzes auf dem Areal des Anwesens Rennsteigstraße 16. Nach der Erstellung eines Strukturplanes für das gesamte Gelände wurde das Ing.-Büro Koenig & Kühnel aus Weitramsdorf mit der Planung des Spielplatzes beauftragt.

Der Bereich für Spielplatz und Bewegungspark befindet sich im Süden des landwirtschaftlichen Anwesens mit einer Teilfläche von circa 6700 Quadratmetern. "Er soll künftig generationsübergreifend und überregional genutzt werden", erklärte die Bürgermeisterin. Der Spielplatz ist in drei ineinandergreifende Zonen aufgeteilt: Der Kleinkinderbereich verfügt über eine Kleinkinder-Hangrutsche, einen Matschplatz, ein Schaukelnest sowie ein Karussell mit Bank.

Im Bereich für Kinder- und Jugendliche finden sich ein Balancier- und Klettergerüst, eine Multispielanlage Robinienschloss, eine Seilbahn, eine 5er-Schaukelanlage sowie eine Betonröhre durch Böschung zum Versteckspiel.

Der Bewegungs- und Ruhebereich für Erwachsene und Senioren umfasst zehn Senioren- und Erwachsenen-Trainingsgeräte, Parkbänke, eine Bühne und Laufbrunnen. Der Zugang erfolgt vorerst im Süden zwischen den Grundstücken Fl.Nr. 306/2 und 307/31. Die Spielgeräte wurden mit Eltern, Kindern und Jugendlichen ausgewählt. Das Areal soll als Parklandschaft ausgebildet werden.

Die Baukosten sind mit insgesamt 408 000 Euro veranschlagt. Die Maßnahme wurde in der Förderoffensive Nordostbayern angemeldet. Mit einem Zuschuss von 90 prozentder zuwendungsfähigen Kosten wird gerechnet. Die Planungen wurden einstimmig voller Vorfreude auf das neue Aushängeschild von Reichenbach gebilligt. Mit der Maßnahme wird begonnen, sobald die Zustimmung der Regierung vorliegt.

In seiner letzten Sitzung hatte der Gemeinderat die Neufassung der Hundehaltungsverordnung beschlossen. Grund dafür war, dass die Gemeinderäte einmütig der Meinung waren, dass für die Gewährleistung der öffentlichen Sicherheit bei der Hundehaltung die Verordnung alle Hunde umfassen sollte. Die Verordnung wurde dem Landratsamt Kronach zur Prüfung vorgelegt.

Nur für große Hunde

"Das Landratsamt vertritt die Auffassung, dass laut Gesetzeslage die Verordnung nicht auf alle Hunde ausgedehnt werden kann, sondern nur für große Hunde sowie Kampfhunde gilt", informierte die Bürgermeisterin. Auch wenn das Gesetz keine Ausführungen zu großen Hunden enthalte, müsse aufgrund der Rechtsprechung ab 50 Zentimeter Schulterhöhe von einem großen Hund ausgegangen werden. Demzufolge war nach längerer Diskussion - verbunden mit reichlich Zähneknirschen und drei Gegenstimmen - der Gemeinderatsbeschluss vom 16.01.2019 mit Neufassung der Hundehaltungsverordnung aufzuheben.

Reichenbach bewirbt sich mit weiteren Landkreis-Kommunen am Modellprojekt staatlich anerkannter Öko-Modellregionen. Ein solcher Wettbewerb läuft zurzeit im Landesprogramm BioRegio Bayern 2020. Bei dem Projekt soll die Produktion, Verarbeitung und Vermarktung heimischer Bio-Lebensmittel sowie das Bewusstsein für regionale Identität vorangebracht werden. Die Stadt Kronach hat sich federführend bereit erklärt, den Wettbewerb für die Gemeinden im Landkreis Kronach zu organisieren. Wenn die Bewerbung erfolgreich ist, ist Reichenbach bereit, sich für zwei Jahre an einem anteiligen Beitrag für die Finanzierung einer Personalstelle zu beteiligen. Der Eigenanteil würde sich auf je circa 100 Euro pro Jahr belaufen.

Problembäume am Dorfteich

Der Gemeinde lag ein Antrag des örtlichen Gartenbauvereins auf Gestaltung des Umfeldes des Dorfteiches vor. In dem Schreiben moniert die 1. Vorsitzende Angelika Strubrach, dass die großen Weiden am Teich durch ständigen Abwurf von Altholz und durch den jährlichen Samenflug einen großen Pflegeaufwand verursachten. Zudem seien die alten Bäume nicht mehr ansehnlich und drohten, teilweise bei Sturm in den Teich zu fallen.

Der GBV schlägt daher eine Beseitigung der großen alten Bäume vor sowie die Neupflanzung einer Trauerweide in der Nähe des Gedenksteines. Das Gremium kam überein, diesbezüglich eine Ortsbesichtigung vorzunehmen.

Die Bürgermeisterin verwies auf das vorgenommene Grundstücks-Tauschgeschäft, wodurch die Gemeinde nunmehr im Besitz des bislang in privatem Eigentum stehenden Streifens im Bereich hinter der Hütte sei. Damit ergebe sich jetzt die Möglichkeit, das komplette Umfeld attraktiver zu gestalten. Denkbar sei ein wassergebundener Weg, die Aufstellung von Ruhebänken sowie ein Rundweg um den Teich.

Abgelehnt wurde der Antrag der Skilanglaufgemeinschaft (SLG) Reichenbach auf Mietminderung für das Zimmer in der alten Schule von monatlich 75 Euro auf 35 Euro. Die Verminderung soll für die Zeit bis zu den Umbaumaßnahmen in der Schule beziehungsweise Turnhalle erfolgen. Der Antrag war mit einer Erhöhung des Mitgliedsbeitrages des BRSV begründet. Lediglich Peter Dressel (BLR) sprach sich dafür aus.

Aus dem Gemeinderat

Abriss Die Scheune in Richtung Klärwerk wird abgerissen, um damit die Engstelle für den Verkehr zu beseitigen. Die Scheune wurde der Gemeinde von den Eigentümerm gegen Übernahme der Abrisskosten überlassen.

Kulturabend Die Bürgermeisterin verwies auf die vorliegende Einladung zum Jubiläums-Kulturabend "20 Jahre Kulturabend Reichenbach" am Samstag, 13. April, in der Schulturnhalle.

Hundeklos Zuhörer Uwe Neubauer regte in einer Wortmeldung die Aufstellung von Hundetoiletten an. Der Gemeinderat wird sich des Themas in der nächsten Sitzung annehmen und anhand eines Ortsplans geeignete Standorte auswählen.

Räumpflicht Weiter verwies Neubauer auf die teilweise von den Eigentümern schlecht geräumte Hauptstraße. Laut Ritter komme der Großteil der Bevölkerung seiner Räum- und Streupflicht ordentlich nach. Im Einzelfall sollte man das Gespräch suchen und zu einer gütlichen Lösung kommen - etwa im Zuge der Nachbarschaftshilfe, wenn es dem Eigentümer aus unterschiedlichen Gründen selbst nicht möglich sei.

was sagen sie zu diesem Thema?
jetzt anmelden jetzt registrieren