Kronach
Jahresrückblick III

Sperrungen sorgen im Kreis Kronach für bessere Fahrt

Das Jahr 2015 war von großen Straßenbaumaßnahmen geprägt. Während in Zeyern noch Vorbereitungen für die Umfahrung getroffen werden, sind mehrere Knotenpunkte bereits im Bau oder sogar schon fertig gestellt.
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Der Kreisverkehr an der Kronacher Südbrücke soll ein Nadelöhr bei der Einfahrt in die Kreisstadt entlasten.  Foto: Heinrich Weiß
Der Kreisverkehr an der Kronacher Südbrücke soll ein Nadelöhr bei der Einfahrt in die Kreisstadt entlasten. Foto: Heinrich Weiß
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In allen Ecken des Landkreises Kronach wurden und werden wichtige Straßen neu gebaut, ausgebaut oder saniert. Ein Dauerbrenner war dabei auch 2015 wieder die viel diskutierte Ortsumgehung von Zeyern.

"Nach langem Hin und Her kann die Umfahrung von Zeyern nun endlich gebaut werden", titelte der FT in seiner Lokalausgabe vom 21. Juli. Bundesverkehrsminister Alexander Dobrindt hatte Hans Michelbach (beide CSU) die Unterlagen zur Baufreigabe überreicht. Doch nur einen Tag später tauchten schon wieder Zweifel auf. Als sich herausstellte, dass der Grunderwerb noch im Laufen ist und sich dabei teilweise noch Probleme am Horizont abzeichnen, fielen die politischen Wegbereiter dieses Projekts aus allen Wolken.


Probleme befürchtet

"Das trifft uns mit voller Wucht", fürchtete MdL Jürgen Baumgärtner (CSU) plötzlich um eine schnelle Realisierung des Projekts. "Wir sind deshalb auf Platz eins gesetzt, weil wir signalisiert haben, dass alles in Butter ist", betonte auch Michelbach, dass er über diese Wendung erschrocken ist. Das Staatliche Bauamt beschwichtigte jedoch, dass sein Vorgehen für diese Situation ganz normal sei. Erst durch die Baufreigabe habe man die Werkzeuge, um den Grunderwerb voranzutreiben.

Inzwischen laufen die Vorbereitungen für den Bau der Ortsumgehung bereits. Zuletzt wurde im Dezember eine Bodenerkundung durchgeführt, die Spuren einer Jahrtausende alten Besiedlung aufzeigte. Den geplanten Baubeginn 2016 sollen diese Untersuchungen allerdings nicht beeinträchtigen. Uwe Zeuschel, stellvertretender Leiter des Staatlichen Bauamts Bamberg, bestätigte kürzlich auf unsere Anfrage, dass der Baubeginn für den Anfang des zweiten Quartals vorgesehen ist. "Wir wollen mit den Betonbauwerken starten, den Brücken", schilderte er die Planungen.


Kreisverkehr ist fertig

Während in Zeyern noch einige Monate ins Land gehen, bis die Bagger rollen, wird andernorts bereits fleißig gearbeitet. Der Kreisverkehr an der Kronacher Südbrücke ist beinahe abgeschlossen. Wie wichtig dieses Nadelöhr als Zufahrt zur Kreisstadt ist, zeigte sich, als Sperrungen und Ampeln phasenweise für lange Staus sorgten. Auch die Sperrung der Bundesstraße 85 ab dem Kreisel in Nordrichtung ging mit Problemen einher. Immer wieder "verirrten" sich Lastwagen in die Obere Stadt und blieben dort stecken.

Auch in Mitwitz geht es voran. Dort sind seit einigen Monaten wechselnde Teile der Ortsdurchfahrt gesperrt, was sich vor allem am Tag des Dezember-Hochwassers als Problem erwies. Die Arbeiten im Zuge des Projektes "Ort schafft Mitte" im Bereich der Ortsdurchfahrt sollen noch bis Herbst 2016 andauern.

Weiter vorangekommen sind die Bauarbeiten in Steinwiesen und Ludwigsstadt. Dort wurden die Ortsdurchfahrten in Schuss gebracht. Aus Ludwigsstadt kam Anfang Dezember die Meldung, dass der Verkehr wieder rollen kann. Bereits einige Wochen vorher meldete Steinwiesen, dass seine Ortsdurchfahrt nach gut einem halben Jahr wieder für den Verkehr freigegeben ist. Auch in Steinberg freut man sich, dass die Kreisstraße 28 am Ortsausgang beim Rathaus wieder nutzbar ist. Über ein Jahr lang wurde an dieser wichtigen Verkehrsader gebaut. Die Straßenbauarbeiten im Bereich der Gemeinde Wilhelmsthal haben sich nun verlagert: von der KC 28 auf die KC 3. Die Kreisstraße in Richtung Gifting wird neu gebaut. Auf Grund von Gesteinsabsprengungen ist die geplante Verkehrsfreigabe für den ersten Bauabschnitt während des Winters nicht möglich.
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