Kronach
Benefizaktion

Spendenlauf: Kronacher Schüler rennen 300 Kilometer mehr als im Vorjahr

Zum 16. Mal veranstaltete die Siegmund-Loewe-Schule ihren Sponsorenlauf auf dem Gelände der Festung Rosenberg. Die dabei zurückgelegten 1755 Kilometer waren noch einmal 300 mehr als im Vorjahr.
Artikel drucken Artikel einbetten
Sie waren voll in Fahrt. Der Benefiz-Sponsorenlauf der RS II ging heuer in seine bereits 16. Runde. Bei den Fünftklässlern ging auch Direktor Uwe Schönfeld (hinten, rechts) mit gutem Beispiel voran. Foto: Ralf Müller
Sie waren voll in Fahrt. Der Benefiz-Sponsorenlauf der RS II ging heuer in seine bereits 16. Runde. Bei den Fünftklässlern ging auch Direktor Uwe Schönfeld (hinten, rechts) mit gutem Beispiel voran. Foto: Ralf Müller

Insgesamt fast 35 000 zurückgelegte Kilometer und bislang erzielte Spendengelder von fast 61 000 Euro, wobei die jetzt hinzukommende Spendensumme noch gar nicht berücksichtigt ist: Die Erfolgsgeschichte des Sponsorenlaufs der RS II geht auch im 16. Jahr weiter und die Begeisterung der Schüler für den sportlichen Dauerbrenner ist ungebrochen.

Auch bei der diesjährigen Benefizveranstaltung konnten alle 159 Jungen und Mädchen der fünften und sechsten Jahrgangsstufe zwischen dem Kilometerweg Rosenhof bis zum Festungspark so viel, schnell und oft laufen, wie sie wollten beziehungsweise konnten.

Zeitgleich machte sich an beiden Tagen jeweils eine Wandergruppe auf den etwa zehn Kilometer langen Weg zur Festung. Die Mädchen und Jungen legten dabei in diesem Jahr beeindruckende 1755 Kilometer zurück - und das trotz teilweise nicht optimaler Witterungsbedingungen. Damit steht nun insgesamt die nahezu unglaubliche Laufleistung von 34 992,6 Kilometern zu Buche.

Sportliche Familie

Aufgrund des wechselhaften Wetters waren in der Vorwoche lediglich die Sechstklässler an den Start gegangen. Dass es am Freitag recht kühl war, wirkte sich dann auch etwas auf das Laufergebnis aus. Trotzdem schafften jeweils ein Junge und ein Mädchen hervorragende 20 Kilometer, während gleich 13 Schüler 17,5 Kilometer absolvierten.

Weitaus mehr Glück mit dem Wetter hatten die Fünftklässler, deren Sponsorenlauf eine Woche nach hinten verschoben wurde. Bei herrlichem Läuferwetter und strahlendem Sonnenschein übertrafen sich einige der Sportskanonen selbst.

Zwei Fünftklässler liefen sagenhafte 25 Kilometer und toppten damit ihre um ein Jahr ältere Schwester, die am Freitag zuvor die besagten 20 Kilometer gemeistert hatte: Eine sportliche Familie! Sieben Fünftklässler erreichten tolle 17,5 Kilometer.

Bereits im Vorfeld hatten sich die "Laufwunder" Sponsoren im Verwandten- und Bekanntenkreis gesucht, die eine frei wählbare Summe pro gelaufenen Kilometer spenden. Nach dem Eingang der Sponsorengelder dürfen die Spendensammler über deren Verwendung wieder anhand eines Stimmzettels selbst entscheiden.

Verschiedene Spendenziele

Seit 2009 besteht eine Patenschaft der RS II mit einer Schule in der Bamberger Partnerschaftsdiözese Thies im Senegal. Drei Mädchen wird dort mit einer jährlichen Spendensumme von je 250 Euro der Schulbesuch ermöglicht. Die 750 Euro hierfür werden traditionell vom Sponsorenlauf gespendet. Außerdem können die Klassen unter verschiedenen Spendenzielen wählen. Die Spendensumme wird prozentual gemäß dem auf das Spendenziel entfallenden Anteil der Stimmen verteilt.

Positiver Nebeneffekt

Erneut legten die 65 Fünftklässler sowie 74 Sechstklässler unermüdlich Meter für Meter, Runde um Runde zurück. Für die fünfte Jahrgangsstufe standen am Ende 835 km, für die sechste 920 km zu Buche. Ralf Müller rief den Benefizlauf an der RS II einst ins Leben, um hilfsbedürftige Menschen zu unterstützen, und ist noch immer Hauptorganisator der Veranstaltung. Das "reine" Laufergebnis sei nicht ausschlaggebend, findet er: "Viele der Teilnehmer sind bis an ihre Leistungsgrenze gegangen, um anderen Menschen in Not helfen zu können. Das verdient größten Respekt. Egal, ob man nun zu den Besten gehört oder nicht."

Einige Schüler hätten sich eine bestimmte Spendensumme wie zum Beispiel 100 Euro vorgenommen und dann ausgerechnet, wie viele Runden sie dafür laufen müssen. "Und das haben sie dann irgendwie geschafft", sagt er stolz.

Voll des Lobes zeigt sich der Beratungslehrer auch über den tüchtigen Schulsanitätsdienst sowie den eigens für den Sponsorenlauf gegründeten Arbeitskreis. Das Helferteam übernahm die Betreuung und Information der Klassen, kümmerte sich um die Datenverarbeitung und sicherte die Laufstrecke ab. Somit habe die Hilfsaktion auch einen positiven Nebeneffekt: die Förderung sozialer Kompetenz und des Verantwortungsbewusstseins.

Die diesjährigen Spenden sind noch nicht abgerechnet. Aufgrund der starken Laufleistung (fast 300 Kilometer mehr als im Vorjahr) ist aber wiederum von einer ebenso starken Spendensumme auszugehen. Die ausdauerndsten Sportskanonen wie auch die eifrigsten Spendensammler werden im Rahmen einer kleinen Feier besonders geehrt. Aber auch alle anderen sind Sieger, schließlich haben sie doch ein großes Herz für ihre Mitmenschen auf der ganzen Welt gezeigt.

was sagen sie zu diesem Thema?
jetzt anmelden jetzt registrieren