Reitsch
Aktion

"Smombies" machen die Gefahren im Straßenverkehr greifbar

"Smombies - Gefahr im Straßenverkehr" ist ein Riesenerfolg für die Kreisverkehrswacht Kronach (KVW) und die Grundschulen im Landkreis.
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Am Fahrradsimulator wurde deutlich, dass auch auf dem Fahrrad Handygespräche eine große Gefahr bedeuten. Foto: Karl-Heinz Hofmann
Am Fahrradsimulator wurde deutlich, dass auch auf dem Fahrrad Handygespräche eine große Gefahr bedeuten. Foto: Karl-Heinz Hofmann
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Im Frühjahr dieses Jahres wurde die Kreisverkehrswacht (KVW) für dieses deutschlandweit einzigartige und vorbildliche Projekt mit der Goldmedaille auf Bundesebene von der Deutschen Verkehrswacht ausgezeichnet. Die KVW ruht sich auf ihren Lorbeeren aber nicht aus, sondern führt nun erneut die Aktionstage "Smombies - Gefahr im Straßenverkehr" durch. Die Auftaktveranstaltung fand an der "Glück-auf"-Grundschule Stockheim im Schulgebäude in Reitsch statt.

500 Teilnehmer

Erfreulich viele Ehrengäste waren neben 500 teilnehmenden Viertklässlern aus allen Grundschulen des Landkreises gekommen. Siegbert Jakob (Fachberater für Verkehrserziehung des staatlichen Schulamtes Kronach), der Motor und Organisator des Projektes mit Unterstützung von Förderlehrer Andreas Rentsch, GS Teuschnitz, freute sich außerordentlich über das große Interesse und den Zuspruch. Er begrüßte sieben Bürgermeister, Thomas Löffler (Steinbach am Wald), Hans Pietz (Pressig), Rainer Detsch (Stockheim), Zweite Bürgermeisterin Angela Hofmann (Kronach), Bernd Rebhan (Küps), Egon Herrmann (Weißenbrunn), Jens Korn (Wallenfels), und allen voran Landrat Klaus Löffler.

Der Landrat drückte in einem Grußwort im Namen des Landkreises und der Bürgermeister die Wertschätzung aus, die dieses beispielhafte Projekt verdiene und dankte allen Organisatoren. Den Schülern und allen an der Durchführung der Aktionstage Beteiligten wünschte er Gottes Schutz und Segen. Er freute sich auch, Ersten Polizeihauptkommissar Hubert Schröder vom Bayerischen Staatsministerium für Wohnen, Bau und Verkehr, begrüßen zu können, was zeige, dass die KVW hier ein außerordentlich wichtiges Verkehrserziehungsprojekt ins Leben gerufen habe. Der Polizeivizepräsident Udo Skrzypczak vom Polizeipräsidium Oberfranken hob die Bedeutung des Projektes hervor.

Vier Kinder getötet

In Bayern wurden im vergangenen Jahr vier Kinder auf dem Schulweg getötet, im Jahr 2019 gab es bisher ein getötetes Kind, das sich im "toten Winkel" befunden hatte. Selbst das sei ein getötetes Kind zu viel, betonte er. Der Polizeivize mahnte zu Vorsicht und Rücksicht im Straßenverkehr. Dazu gehörten offene Augen und Ohren. Daher appellierte er an sie Schüler: "Hände weg vom Smartphone im Straßenverkehr!" und richtete den Appell an alle Eltern, als Vorbilder zu wirken.

Schulamtsdirektorin Gisela Rohde stellte fest, dass fast schon jeder Viertklässler ein Smartphone besitze. Daher seien diese drei Aktionstage gut, um den richtigen Umgang damit zu lernen und die Gefahren durch Smartphonenutzung im Straßenverkehr zu erkennen.

Sie dankte den am Netzwerk für Verkehrssicherheit Beteiligten von der Polizeiinspektion Kronach, dem BRK-Kreisverband Kronach, der KVW Kronach und den beiden Hauptinitiatoren Siegbert Jakob und Andreas Rentsch.

Sieben Stationen

Siegbert Jakob führte die Schüler dann zu ihren sieben Stationen, an denen sie diverse Aufgaben lösen mussten. Das Hauptaugenmerk lag natürlich auf den Gefahren, die bei der Nutzung des Smartphones im Straßenverkehr auftreten können. Dazu gehörte ein Fahrradsimulator, ein Kettcarparcours, ein Laufparcours, Hören (dazu waren Kopfhörer, CD-Player, Handy sowie Beamer und Laptop als Hilfsmittel aufgebaut), Filme zeigten die Gefahren der Handynutzung im Straßenverkehr. Ein Reaktionstest zeigte, dass bei geringster Ablenkung schon eine Reaktionsverzögerung eintritt. Der tote Winkel wurde als lebensgefährliche Falle vorgeführt, Erste Hilfe mit dem BRK wurde vermittelt und anhand von Rollenspielen richtige Verhaltensweisen als "Zivilcourage" mit der Bundespolizei eingeübt. Alle Ehrengäste gaben sich beeindruckt von den guten Vorbereitungen, die sehr arbeitsreich, aber auch sehr effektiv waren.

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