Kronach
Kunst

Skulpturen und Bilder im Einklang

Felicitas Aga und Joel Tomlin stellen derzeit ihre Werke im Atelier von Michael Huth in Kronach aus. Die Ausstellung kann noch bis 29. September in der Klosterstraße besichtigt werden.
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Die Kunstwerke ließen viel Raum für Interpretationen. Foto: Maria Löffler
Die Kunstwerke ließen viel Raum für Interpretationen. Foto: Maria Löffler
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Die Ausstellungseröffnung "fifty fifty" im Atelier von Michael Huth in der Klosterstraße in Kronach lockte zahlreiche Kunstliebhaber in die ehemalige Turnhalle. Hier traf man sich nicht nur um zu sehen, sondern vor allem um über das zu sprechen, was man gesehen hatte. Zur Zeit stellen dort zwei Künstler ihre Werke aus: Felicitas Aga und Joel Tomlin.

Frei interpretierbar

Thomas Nolden übernahm die Aufgabe, die Vernissage zu eröffnen und Worte zu finden für das, was der Betrachter sieht. Oder eben nicht, denn, wie er selbst einräumte, sei Kunst vor allem eines: nämlich frei interpretierbar. Er hatte sich bei seiner Einführung auf ein Kunstwerk fokussiert, das im Katalog als "Holzskulptur Lagerfeuer" auftaucht. "Es ist ein Objekt neben dem Feuer, vom Feuer, aber nicht über das Feuer." Außerdem sei das Werk "eine komplexe Erscheinung, eine Mischung aus Beobachtung und Humor." Seine ganz eigenen Interpretationen erinnerten an dreidimensionale Gedankenmalerei und zauberten einen poetischen Rahmen um die gesamte Ausstellung. Begeistert war er von der Idee, Arbeitsräume als Ausstellungsräume zu nutzen.

Freunde unter sich

Mit ein paar wenigen Worten begrüßte Michael Huth die Gäste, der die Eröffnung als eine "Veranstaltung von Freunden für Freunde" bezeichnete. Es sei kein Geschäftsmodell, das Geld lande zu 100 Prozent da, wo es hingehöre, nämlich bei den Künstlern selbst. Er sprach von Liebe und Herz und davon, dass alle losgesegelt waren ohne rettendes Beiboot auf einer stürmische See. "Es ist alles gut gegangen und dafür möchte ich mich herzlich bedanken."

Herkunft des Namens

Der Name "fifty fifty" bezieht sich übrigens sowohl auf das jeweilige Alter der beiden Künstler (sie sind zusammen 100 Jahre alt) als auch auf Skulpturen und Bilder, die zu gleichen Teilen ausgestellt werden. Die Ausstellung ist noch bis zum 29. September täglich von 14 bis 18 Uhr zu sehen.

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