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Reitsch
Dorferneuerung

Schweres Gerät in Reitsch in Aktion

In Reitsch wurden zwei Brücken aus Betonfertigteilen über dem Grünbach eingesetzt.
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Über Baumwipfel und Häuserdächer hinweg wurden die Betonfertigteile für die Brücke zentimetergenau in das Bachbett gehievt. Das Fließbecken des Durchlasses wiegt 47,6 Tonnen und ist an den Seitenwänden circa zwei Meter hoch.K.-H. Hofmann
Über Baumwipfel und Häuserdächer hinweg wurden die Betonfertigteile für die Brücke zentimetergenau in das Bachbett gehievt. Das Fließbecken des Durchlasses wiegt 47,6 Tonnen und ist an den Seitenwänden circa zwei Meter hoch.K.-H. Hofmann
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Die Dorferneuerung in Reitsch geht mit großen Schritten voran. Am Dienstag wurde ein spektakulärer Baufortgang von zahlreichen Schaulustigen bestaunt. Es wurden gleich zwei Brückenbauwerke aus Betonfertigteilen in der Dorfmitte gesetzt.

Schon früh um 6 Uhr hatten die Schwerlasttransporter ihre Positionen in Nähe eines 222-Tonnen-Kranes bezogen. Mittels dieses Schwerlastkrans mit einem Ausleger von 68 Metern wurden die Betonfertigteile für die hintere Brücke von 6,80 Meter Länge und circa 4,50 Meter Breite in den Bachlauf des Grünbaches eingesetzt. Die Brückenteile für die Dorfstraße (Ortsdurchfahrt-Hauptstraße) betrugen 10,65 Meter Länge und vier Meter Breite. Das schwerste Bauteil hatte ein Gewicht von 47,6 Tonnen.

Trotz der enormen Gewichte und Ausmaße wurden die Fertigteile zentimetergenau vom Kran mehrere Meter durch die Luft transportiert und abgesetzt. Von den interessiert beobachtenden Bürgern gab es spontanen Beifall für die gelungene Aktion. Die Fertigbetonteile wurden von einer Firma aus Sennfeld bei Schweinfurt angeliefert. Die Dorfstraße soll in einigen Wochen für Fahrzeuge freigegeben und befahrbar sein.

Bürgermeister Rainer Detsch, der ebenfalls vor Ort war, schildert e in einem Gespräch seine Eindrücke und blickte auch zurück. Die Projektgruppe Dorferneuerung Reitsch traf sich zum ersten Mal im Januar 2015 in der Schule für Dorf- und Flurentwicklung in Klosterlangheim zu einem Grundseminar, um ein erstes Konzept auszuarbeiten und die Richtung für die Planungen des Architekturbüros Lauer und Lebok vorzugeben.

Die Planungen erwiesen sich allerdings komplexer als ursprünglich gedacht. Die innerörtliche Situation durch zunehmende Starkregenereignisse auch in unserer Region sollte sich auf keinen Fall verschlechtern. Im Gegenteil. Es wurde schließlich eine Gesamtüberplanung des Grünbachs in Reitsch vorgenommen. Dazu gehörten auch die zwei Brückenbauwerke im Dorfkern.

Die "einfache Dorferneuerung", die in Zusammenarbeit mit dem Amt für ländliche Entwicklung Bamberg durchgeführt wird, soll insgesamt den Dorfkern in erheblicher Weise aufwerten und die Wohnqualität und die Attraktivität des Ortes steigern. Es sind während der zweijährigen Bauzeit zwar noch Einschränkungen seitens der Anwohner zu ertragen, aber es wird sich lohnen, ist sich das Gemeindeoberhaupt sicher.

Der Reitscher Bevölkerung ist er dankbar für ihr Engagement und ihre Geduld im Hinblick auf zeitliche Verzögerungen bis zum heutigen Tage. Die Belohnung stehe in zwei Jahren an. "Unser Reitsch wird erheblich profitieren, da bin ich mir sicher", betont Bürgermeister Detsch.

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