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Kronach
Einschulung

Schulanfang in Kronach: Katharina ist jetzt eine "Große"

Raus aus dem Kindergarten, rein in die Schule. Bei manchen Erstklässlern herrscht ein bisschen Aufregung vor dem Start in den neuen Lebensabschnitt. Da hilft nur eins: die gute alte Schultüte.
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Noch ist die Schultüte leer und nicht zugebunden. Katharina hat sie im Kindergarten gebastelt. Was am ersten Schultag drin sein wird, bleibt bis dahin ein Geheimnis.  Foto: Carlo Fehn
Noch ist die Schultüte leer und nicht zugebunden. Katharina hat sie im Kindergarten gebastelt. Was am ersten Schultag drin sein wird, bleibt bis dahin ein Geheimnis. Foto: Carlo Fehn
Barbara Hauptmann sieht dem Schuljahresbeginn und der Tatsache, dass mit ihrer ältesten Tochter Katharina das erstes Kind in einen neuen Lebensabschnitt startet, relativ unaufgeregt entgegen. Natürlich sei es etwas Besonderes, sagt sie - aber gerade wenn man wisse, dass der Sprössling sich ebenso auf das Abenteuer Schule freue und der ersten Unterrichtsstunde schon wochenlang entgegenfiebere, sei man selbst doch auch er entspannt.

"Als Eltern machen wir uns natürlich Gedanken", sagt die Kronacherin, die selbst damals ebenso schon in die Lucas-Cranach-Schule gegangen ist - wie ihre Tochter nun auch. "In erster Linie geht es aber darum, dass wir uns wünschen, dass sie gut reinfindet, es ihr gefällt und sie die Umstellungen, die der Schulalltag mit sich bringen wird, gut meistern kann."

Bei Katharina ist es einfach nur Vorfreude auf die neue Herausforderung und natürlich auch ein bisschen Stolz, jetzt endlich ein Schulkind zu sein. Im Kindergarten war sie zum Schluss eine der "Großen", die bei Theateraufführungen oder Veranstaltungen auch schon mal das Mikrofon in die Hand nehmen durfte, den Jüngeren helfend zur Hand ging und auch sonst immer mit einer gewissen Vorbildfunktion vorangehen musste.

Es geht nochmal bei Null los
Jetzt geht es sozusagen bei Null los, jetzt ist sie in gewisser Weise in der Schule erst einmal eine der "Kleinen". Das wird ihr aber nichts ausmachen. "In meiner Klasse sind auch vier von meinen Freundinnen und Freunden, die schon mit im Kindergarten waren", erzählt sie, "und auch von den anderen Kindern werde ich einige in der Schule wieder sehen." Natürlich freut sie sich auch darauf, neue Schulkameraden kennenzulernen.

Aber jetzt steht erst einmal der große Tag der Einschulung bevor. Unterricht wird da noch ein bisschen im Hintergrund stehen. Es wird einen Gottesdienst geben, Fotos werden gemacht und auch in den Kindergarten geht es noch einmal zurück, wo man den Kindern traditionsgemäß auch ein paar Süßigkeiten aus der Schultüte schenken wird.

Die gute alte Schultüte! Ein Evergreen, ein Muss für diesen besonderen Tag, ein Symbol, dessen Inhalt sich im Laufe der Zeit auch immer weiter entwickelt hat. Barbara Hauptmann erinnert sich an ihren ersten Schultag, weiß aber nur noch, dass es auch dort den obligatorischen Fotografentermin gab und es ihr wichtig war, was sie anhatte.

"In meiner Schultüte war unter anderem eine Eispuppe, so eine Stoffpuppe mit einem ganz großen Plastikkopf. Aus heutiger Sicht würde ich sagen, dass die nicht besonders hübsch war, aber die musste es damals eben sein. Die hat auch noch so viel Platz weggenommen, dass für Süßigkeiten eigentlich gar nicht mehr viel übrig geblieben war." Von ihrer Patentante habe sie ihre Schultüte bekommen und natürlich war das Ganze auch ein bisschen Geheimniskrämerei.

Größter Wunsch: Puppenkleidung
Und heute? Ist man da auch bei diesem Thema ein bisschen moderner, liberaler? "Ich denke", sagt sie, "das wird in vielen Familien ganz unterschiedlich gehandhabt. Bei uns war es so, dass Katharina sich gerne ihre Schultüte selbst im Kindergarten basteln wollte und auch aussuchen durfte, wie sie aussehen soll."

Katharinas Schultüte ist somit also kein Geheimnis mehr. Was drin sein wird, weiß die Sechsjährige allerdings noch nicht. Ob ihr Wunsch Puppenkleidung erfüllt werden wird, wird sich zeigen. Und sie weiß auch, dass ihre Schultüte dann schon sehr gut ausgefüllt sein könnte und für viel mehr drum herum dann wohl auch kein Platz mehr wäre, weil sie nämlich eine sehr große Puppe hat. Mama und Papa hätte sie jedenfalls informiert und nun sei sie einfach mal gespannt.

Für Mama und Papa wird es in den nächsten Tagen allerdings auch selbst sehr spannend werden. Katharinas Vater Thomas ist Lehrer und Barbara Hauptmann sagt, "dass wir jetzt einfach einmal abwarten müssen, wie die Stundenpläne der Beiden aussehen und danach werden wir dann den alltäglichen Ablauf komplett neu organisieren." Vorher aber wird vor allen Dingen Katharina erst einmal interessieren, was in ihrer Schultüte sein wird.
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