Kronach
Einigung

Schützenplatz: Drei Veranstaltungen dürfen stattfinden

Die drei noch verbliebenen Veranstaltungen auf dem Schützenplatz in diesem Jahr dürfen stattfinden: das VW-Treffen, das Jubiläum des Jugendorchesters und das Truckertreffen. Der Anwohner, der sich wegen Lärmbelästigung beschwert hatte, gab sein Einverständnis - unter bestimmten Voraussetzungen.
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Foto: Archiv
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Die Veranstalter der noch drei verbliebenen Feste auf dem Schützenplatz in diesem Jahr können aufatmen: Ihre Veranstaltungen dürfen stattfinden, müssen nicht abgesagt werden. Darauf haben sich die Stadt, das Landratsamt, die Schützengesellschaft und mehrere betroffene Anwohner in gemeinsamer Runde geeinigt.

Einer von ihnen gab zu dem Treffen überhaupt erst den Anstoß: In einem anwaltlichen Schreiben beschwerte er sich kurz vor Beginn des Freischießens über die Lärmbelästigung durch Veranstaltungen auf dem Schützenplatz. Jetzt gibt es zumindest eine vorübergehende Einigung, was die Veranstaltungen angeht, für die der Schützenplatz bereits gemietet wurde - wenn auch mit gewissen Einschränkungen. "Es war ein konstruktives Gespräch und es waren alle bemüht", sagt Stefan Wicklein, Hauptamtsleiter der Stadt.

Musik spielt bis 24 und 1 Uhr

Konkret sieht der Kompromiss folgendermaßen aus: Das VW-Treffen (30. August bis 1. September), das Truckertreffen (13. bis 15. September) und das 50-jährige Bestehen des Jugendorchesters (27. bis 29. September) dürfen stattfinden - allerdings mit einer Grenze, was die Dauer der Veranstaltungen angeht. Die Musik beim Truckertreffen darf laut Wicklein bis 24 Uhr spielen, beim VW-Treffen und beim Fest des Jugendorchesters bis jeweils 1 Uhr. Der Ausschank sei darüber hinaus erlaubt. Der Lärmpegel darf nach 22 Uhr - wie bisher gehabt - nicht 55 Dezibel überschreiten. "Wenn das alles eingehalten wird, gibt es keinen Grund zu klagen", versicherte Stefan Kollerer, Anwalt des besagten Anwohners. Auch er sprach von einem konstruktiven Gespräch: "Stadt, Landratsamt und Schützengesellschaft hatten die Interessen der Anwohner im Blickpunkt und zeigten Verständnis." Seinem Mandanten sei es ohnehin nie darum gegangen, Veranstaltungen auf dem Schützenplatz generell zu verbieten. "Sie müssen eben in einem gewissen Rahmen stattfinden", sagt der Anwalt.

Und genau das ist es, was Günther Soja, Vorsitzender des Jugendorchesters, Angst macht: "Ich freue mich, dass wir auf dem Schützenplatz feiern können. Aber ich habe die Befürchtung, dass die Erlaubnis gefährdet ist, wenn bei den Veranstaltungen vorher etwas vorfällt." Allein am Sonntag werden 18 Vereine und 500 Musiker erwartet. Einen Ausweichplatz gebe es nicht - und wäre zudem Soja zufolge mit immensen Zusatzkosten verbunden. Der "worst case" wäre für ihn, den Freitagabend, der mit zwei Bands vor allem für junge Leute bestimmt ist, platzen lassen zu müssen.

Das VW-Treffen ist von der Stadt bereits genehmigt. Für die beiden anderen Veranstaltungen wird die Genehmigung noch erteilt. Mehr Anfragen als die drei Veranstaltungen im September hat die Schützengesellschaft laut Schützenmeister Frank Jungkunz bisher nicht vorliegen. Und selbst wenn es noch welche gäbe: "Wir haben unser Wort gegeben, dass wir dieses Jahr nicht mehr machen", sagt Jungkunz. Er freut sich, dass das Gespräch mit allen Parteien stattgefunden hat. "Der betroffene Anwohner möchte nicht bis ultimo Remmidemmi, und das wollen wir auch nicht", erklärt er.

Wie es 2014 weitergeht, insbesondere mit den discoähnlichen Veranstaltungen, soll im November beraten werden. Jungkunz geht von einem Kompromiss aus - "irgendwo in der Mitte". Auch Wicklein ist zuversichtlich: "Es wird darum gehen, was künftig geht und was nicht geht. Eine gewisse Anzahl und Art von Veranstaltungen wird auch dann zulässig sein", glaubt Wicklein. Er geht auch bei diesem Gespräch von einer Einigung aus. Und zumindest seien sich alle Beteiligten bei einer Sache einig: "Vor Gericht will sich keiner treffen."
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