Steinbach am Wald
Jubiläum

Schützen in Steinbach am Wald gehen neue Wege

Seit 50 Jahren gibt es den Schützenverein "Rennsteig" Steinbach am Wald. Diesen runden Geburtstag feierten die Schützen mit Wirtshaussingen und Großem Zapfenstreich.
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Nach gelungenem Bieranstich durch Schirmherrn, Bezirkstagspräsident Henry Schramm (2.v.r.) eröffnete dieser zugleich mit einem Prosit das Schützen- und Volksfest, verbunden mit dem 50- jährigen Jubiläum des SV "Renssteig" Steinbach am Wald. Auf der Bühne mit im Bild: Willy Fiedler, der Vorsitzende des SV "Rennsteig"  (3. v. r.). Foto: Karl-Heinz Hofmann
Nach gelungenem Bieranstich durch Schirmherrn, Bezirkstagspräsident Henry Schramm (2.v.r.) eröffnete dieser zugleich mit einem Prosit das Schützen- und Volksfest, verbunden mit dem 50- jährigen Jubiläum des SV "Renssteig" Steinbach am Wald. Auf der Bühne mit im Bild: Willy Fiedler, der Vorsitzende des SV "Rennsteig" (3. v. r.). Foto: Karl-Heinz Hofmann
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Der Schützenverein "Rennsteig" Steinbach am Wald feierte am vergangenen Wochenende sein 50-jähriges Bestehen. Und das mit einigen Besonderheiten: Vor allem der große Zapfenstreich, aber auch das Wirtshaussingen im Festzelt setzten neue Akzente in der langjährigen Geschichte der Rennsteigschützen.

Kulmbachs Oberbürgermeister und Bezirkstagspräsident Henry Schramm zapfte nach nur einem Hammerschlag das erste Fass mit dem Jubiläumsfestbier im Festzelt an der Wasserscheide an und eröffnete als Schirmherr die Feier. Dann erklang mit dem Wirtshaussingen die erste Neuheit beim traditionellen Schützen- und Volksfest.

"WAMP" sorgten für Stimmung

Das Gesangs- und Musikerquartett Waldemar Förtsch, Manfred Fehn, Peter Grüdl und Armin Vetterdietz, mittlerweile auch unter ihrem Pseudonym "WAMP" bekannt, boten mit dem Wirtshaussingen im Festzelt einen gelungenen Auftakt für das Jubiläums- Schützen- und Volksfest. Im vergangenen Jahr hatten sie schon einmal mit großem Erfolg im Festzelt ein Wirtshaussingen veranstaltet. Ihr Repertoire reicht von fränkischer Folklore über Heimatlieder bis hin zu Schlagern und echten Stimmungsmachern.

Gegen 22.30 Uhr gingen in Steinbach dann buchstäblich alle Lichter aus: Die Vereine und Festgäste hatten Aufstellung zum Fackelzug genommen, der vom Festplatz an der Wasserscheide zur Wehrkirche führte. Hier warteten bereits Hunderte von Zuschauern gespannt auf den mystisch wirkenden Fackelzug und den anschließenden großen Zapfenstreich, intoniert vom Musikverein Steinbach am Wald unter Stabführung von Jens Vetter.

Zuvor hatte der Kommandant der Freiwilligen Feuerwehr Christian Schulz, vor versammelten Ehrengästen mit Landrat Klaus Löffler, Bürgermeister Thomas Löffler und Schirmherrn, Bezirkstagspräsident Henry Schramm an der Spitze, die Meldung gegeben: "Herr Bezirkstagspräsident, der Musikverein Steinbach am Wald ist zur Serenade bereit!" Es folgte zum Schluss ein ergreifendes musikalisches Gebet mit dem Titel "Ich bete an die Macht der Liebe".

Viel geübt

Vor dem Abmarsch aus dem bezaubernden Ambiente im Umfeld der historisch bedeutsamen Wehrkirche, erklang die Nationalhymne. Für den Musikverein Steinbach am Wald war dies der erste Große Zapfenstreich weshalb man besonders dafür üben musste. Dazu noch der Aufreger, vor hohen Ehrengästen spielen zu müssen. Doch alle Instrumentalisten zeigten sich in Hochform.

Die Solisten an der Trompete Dominik Wiegand und Jürgen Trebes, Flötistin Ramona Müller, Pauke Jonas Fischer und kleine Trommel Christof Herrmann ließen besonders erkennen welchen Probenfleiß das Blasorchester hinter sich hatte. Es klappte wie am Schnürchen vom Einmarsch, wo jeder gleich seine richtige Position einnahm, bis zum Abtritt herrschte Harmonie und Einklang was auch für die Fackelbegleitung durch die Freiwillige Feuerwehr gilt.

B 85 wegen Andrangs gesperrt

Die Feuerwehr hatte auch die Verkehrsregelung übernommen, denn wegen des großen Zuschauerandrangs blieb die Bundesstraße 85 für einige Zeit gesperrt. Die Zuhörer zeigten sich tief bewegt, und den Musikern war die Entspannung und Erleichterung über die gelungene Aufführung anzumerken. Auch Schirmherr Henry Schramm sowie Landrat Klaus Löffler, auf dessen Anregung hin dieser große Zapfenstreich präsentiert wurde, zeigten sich voll des Lobes. Schramm erklärte, dass dies der erste Zapfenstreich gewesen sei, den er in seiner politischen Laufbahn habe abnehmen dürfen.

Landrat Klaus Löffler war ebenfalls voll des Lobes für "seine Schützen des SV Rennsteig" und vor allem für die Mitglieder des Musikvereins, allen voran dessen Vorsitzender Ewald Fehn und Dirigent Jens Vetter. Beide hatten keinen Augenblick gezögert, als sie gefragt wurden, ob sie einen großen Zapfenstreich zu zelebrieren.

Auch alle Feuerwehren aus der Großgemeinde übernahmen unter Federführung von Kommandant Christian Schulz der Feuerwehr Steinbach am Wald viel Verantwortung. "Die Durchführung und Disziplin beim Zapfenstreich war ein erneut großartiges Zeugnis des Zusammenhaltes unserer Region und für ehrenamtliches Engagement. Für mich ist ein Zapfenstreich etwas ganz großes, ebenso wie das 50-jährige Jubiläum des SV ,Rennsteig‘, dessen Mitglied ich bin, und in dessen Festausschuss ich auch mitwirken durfte", schwärmte der Landrat. Auch der Festabend mit dem Wirtshaussingen im Festzelt zeigte, dass das Musik- und Gesangsquartett aus hervorragenden Musikern besteht, die ihre Leidenschaft Musik und Gesang zur Freude anderer Menschen leben, so der Landkreischef weiter. Bereits am Donnerstagabend war das Festzelt zum Rockabend mit den Bands No Limits und Fristlos voll besetzt.

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