Teuschnitz
Schulverbandssitzung

Schon große Vorfreude auf das "neue" Teuschnitzer Schwimmbad

Bei der Sitzung des Schulverbandes Teuschnitz informierte Architekt Kersten Schöttner über den Sachstand der Sanierung des Schulschwimmbades.
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Diese Skizze des Architekturbüros Kersten Schöttner zeigt eine Ansicht der Schwimmhalle.
Diese Skizze des Architekturbüros Kersten Schöttner zeigt eine Ansicht der Schwimmhalle.

Die Vorfreude auf das "neue" Teuschnitzer Schwimmbad ist groß. In Abstimmung mit dem Landratsamt Kronach sowie der Regierung von Oberfranken wurde sowohl die Sanierung des Schulschwimmbades als auch der Stützmauern des Pausenhofes mit einer Förderung von 90 Prozent der förderfähigen Kosten in das Kommunalinvestitionsprogramm Schulinfrastruktur ("Kip-S") aufgenommen. Das Investitionsvolumen beläuft sich, inklusive der Neugestaltung des Pausenhofes mit Zugang zur offenen Ganztagesschule, auf insgesamt rund 3,5 Millionen Euro. Die Maßnahmen Stützmauern und Neugestaltung des Pausenhofes sollen noch heuer realisiert werden, die Schwimmbad-Sanierung 2019 und 2020.

"Das ist eine einmalige Chance", betonte Architekt Schöttner am Freitagvormittag, dass es für Schwimmbäder keinen anderen Fördertopf als Kip-S gebe - und dies zudem mit der Höchstförderquote von 90 Prozent der förderfähigen Kosten.

Die von 1970 bis 1975 errichtete Schulschwimmhalle ist dringend sanierungsbedürftig. Geplant ist ein Erweiterungsbau, um einen sicheren Beckenumgang auf der ganzen Fläche zu ermöglichen. Sicherheitsmaßnahmen wie ein Erste-Hilfe-Raum und ein Notausgang müssen umgesetzt, das Schwimmbecken aufgrund seines Alters saniert werden. "Die Schwimmbad-Nebenräume mit den Umkleidekabinen, Duschen und sanitären Anlagen müssen komplett erneuert werden", erklärte Schöttner.

DLRG Teuschnitz ist mit im Boot

Die DLRG Teuschnitz ist in die Planungen eng mit einbezogen. Auf deren Wunsch wird die Absenkung des Schulbeckens beibehalten, um für dort stattfindende Schwimmkurse einen niedrigen Wasserstand zu halten. Diese Maßnahme kostet voraussichtlich 35 000 bis 40 000 Euro.

"Die Wasseraufbereitung wird komplett erneuert", führte Schöttner aus. Die bestehende Anlage sei aufgrund der langen Nutzung verbraucht. Zudem gebe es keine Ersatzteile mehr. Alleine für die neue Wasseraufbereitung rechnet man mit Kosten von 330 000 Euro. Einen weiteren "Brocken" stellt mit voraussichtlich rund 250 000 Euro die zu erneuernde Lüftung dar. Da die bestehende Lüftung knapp 20 Jahre alt ist, sei es nicht voraussehbar, wie lange diese noch hält. Fällt sie in den kommenden Jahren aus, gebe es dafür keine Förderung mehr. Auch die Betriebskosten seien unwirtschaftlich.

Die Eingangssituation verändert sich nicht. Davor gesetzt wird ein mit einer gepflegten Freifläche versehener gläserner Anbau, der einen Blick auf den Kräutergarten ermöglicht.

Bei der kompletten Planung wird Barrierefreiheit berücksichtigt, so auch im Schwimmbad mit barrierefreien WCs, Duschen, Umkleiden usw. Dies war auch eine wichtige Voraussetzung für die Förderung.

Dringend sanierungsbedürftig ist auch der Pausenhof. Geplant ist unter anderem ein Abbruch der schadhaften Stahlbetonstützmauern. Beseitigt wird auch die aufgrund ihres enormen Höhenunterschieds gefährliche Treppe. "Der Pausenhof wird komplett barrierefrei umgestaltet. Es wird keine Stufen mehr geben", betonte der Planer. Der Zugang zum Kräutergarten wird erhalten.

Abbruch des Pausenhofes

Schöttner hofft, in zwei bis drei Wochen die Ausschreibungen vornehmen zu können. Idealerweise könne der Abbruch des Pausenhofes ab Mitte/ Ende Juli erfolgen. Die Arbeiten würden bis in den Herbst hinein laufen "und hoffentlich heuer noch abgeschlossen". Das Schwimmbad muss für notwendige Voruntersuchungen an der Decke bereits ab 1. Juli bis voraussichtlich Ende 2020 außer Betrieb genommen werden. Man hofft auf einen Baubeginn am 1. September, so dass das Schwimmbad Ende 2020 wieder eröffnet werden kann.hs

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