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Kronach
Stadtrat

Sanierung in Kronachs Zentrum soll Vereinen ein Signal geben

Die Stadt Kronach will das Nebengebäude bei der Volkshochschule in Schuss bringen. Das wird viel teurer als geplant. Für die Vereine soll dieser Schritt jedoch gegangen werden.
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Dem Gebäude neben der Volkshochschule ist sein Alter anzusehen. Eine Sanierung wird ins Auge gefasst. Foto: Marco Meißner
Dem Gebäude neben der Volkshochschule ist sein Alter anzusehen. Eine Sanierung wird ins Auge gefasst. Foto: Marco Meißner

Die Arbeiten an der Volkshochschule sind weit vorangeschritten. Der Altbau wird herausgeputzt, der Neubau ist längst hochgezogen. So entsteht ein Hingucker im Stadtkern. Nur wenige Meter zurückversetzt, zeigt sich ein anderes Bild. Am Nebengebäude blättert der Putz ab; vieles ist dort in die Jahre gekommen. Der Stadtrat will daher nachziehen und ein Signal an die Vereine senden, die in dem städtischen Haus seit langem ihr zu Hause gefunden haben.

Zweite Bürgermeisterin Angela Hofmann (CSU) stellte in der Stadtratssitzung am Montagabend klar: "Das Nebengebäude ist ein Domizil vieler Vereine. Kronach sollte das Interesse haben, diese Möglichkeit zu erhalten." Grundsätzlich hatte das Gremium diesen Willen schon früher signalisiert. Damals waren die Rahmenbedingungen allerdings noch andere. Eine Dach- und Außensanierung wurde ursprünglich auf Kosten von rund 330 000 Euro geschätzt. Diese Zahl ist inzwischen vom Tisch.

Nutzung hat sich geändert

Die Stadt hat recherchiert, dass die aktuelle Nutzung von der bestehenden Baugenehmigung abweicht. Darin sind noch der Schul- und der Bibliotheksbetrieb inbegriffen. Eine Sanierung, die der jetzigen Nutzung entspricht würde einen zweiten Rettungsweg sowie weitere Maßnahmen zur Brandschutzsicherung erfordern. Eine neue Studie, die auch die Optionen Campus- oder Wohnraumnutzung offen lässt, geht nun von Kosten in Höhe von rund 1,6 Millionen Euro aus.

"Es ist wichtig, die städtischen Gebäude in Ordnung zu bringen", betonte Ralf Völkl (SPD). Das Haus habe eine gute Nutzung und sei stadtbildprägend. Er sah, wie auch die anderen Redner, weiterhin die Vereine als Nutzer. Sollte sich daran dennoch irgendwann etwas ändern, gehe das nur, wenn den Vereinen eine Alternative geboten würde. Außerdem müssten noch die Fördermöglichkeiten abgeklärt werden.

"Die Botschaft muss sein: Kein Verein muss sich Gedanken machen, aus dem Gebäude rauszumüssen", machte sich auch Jonas Geissler (CSU) für eine Fortsetzung der jetzigen Nutzung stark. Die Sanierung sei notwendig. "Es wäre schizophren, an dieser Stelle einen Schandfleck zu lassen."

Martina Zwosta (FL) war ebenfalls "voll dafür, dass das Gebäude für die Vereine nutzbar bleibt". Sie begründete das mit der guten Jugendarbeit, die in dem Haus betrieben werde: "Früher ging es darum, die Kinder von der Straße zu holen, heute muss man sie vom Computer holen."

Ein "Haus der Vereine"

Thilo Moosmann (SPD) sieht in dem Gebäude ein Anlaufzentrum für die Vereine, mitten in der Stadt. Und auch Heinz Hausmann (CSU) forderte ein Signal, dort ein "Haus der Vereine" zu erhalten.

Auf Anregung der SPD stimmte das Gremium erst einmal nur im Grundsatz für die Sanierung als Vereinsdomizil. Sobald die Fördermodalitäten geklärt sind, wird das Thema dem Rat zur endgültigen Entscheidung noch einmal vorgelegt.

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