Kronach
Volkshochschule

Sanierung der VHS Kronach: An Fertigstellung im Jahr 2019 wird festgehalten

Die VHS Kreis Kronach startet in ihr Herbstsemester. Derweil schreiten Sanierung und Neubau voran - trotz einer Verzögerung.
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Die Kellerdecke des Neubaus (links) ist betoniert. Parallel laufen die Sanierungsarbeiten innen und außen am Altbau der Volkshochschule weiter. Foto: Marco Meißner
Die Kellerdecke des Neubaus (links) ist betoniert. Parallel laufen die Sanierungsarbeiten innen und außen am Altbau der Volkshochschule weiter. Foto: Marco Meißner

Die VHS Kreis Kronach startet in ihr Herbstsemester. "Mit einem sehr dicken Programm", verspricht Annegret Kestler, die Leiterin der Volkshochschule. Ein umfangreiches Programm ist auch einen Steinwurf entfernt von ihrem Interimsdomizil zu bewältigen. Dort wird am Neu- und Umbau des VHS-Gebäudes gearbeitet. Noch im Jahr 2019 soll die Rückkehr stattfinden, auch wenn es aktuell eine Verzögerung gibt.

Die ersten Kurse im VHS-Haus nach dem Wiedereinzug dürften aber erst zum Frühjahrssemester 2020 klappen, vermutet Kestler. Doch das ist zu verschmerzen. Die Leiterin weiß nämlich gute Kooperationspartner an ihrer Seite und ist daher auf ihrer Suche nach Ausweichräumen zuletzt immer fündig geworden. So kann die Volkshochschule für die Gesundheitskurse im neuen Semester beispielsweise auf drei Räume des Roten Kreuzes in der Friesener Straße zurückgreifen.

"Es gibt immer Bedarf, Kursräume zu finden", stellt Kestler fest. "Von daher ist jede Semesterplanung spannend." Auf diese Weise merke man aber auch, wie gut es der VHS Kreis Kronach mit einem eigenen Gebäude normalerweise gehe.

Zeitplan eng bemessen

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Für die Verzögerung bei den Bauarbeiten zeigt sie Verständnis. Der ursprüngliche Zeitplan sei schon sehr eng getaktet gewesen. "Und man sieht ja, dass es auf der Baustelle vorwärts geht."

Das findet auch Georg Schönmüller vom Landratsamt Kronach, das für die Baumaßnahme verantwortlich zeichnet. Im Neubau, also dem seitlichen Anbau, wurde seiner Auskunft nach die Decke über dem Keller betoniert. Damit ist ein wichtiger Schritt geschafft, weil bisher das Grundwasser in diesem Bereich abgepumpt werden musste. Nur so konnte die Baustelle trocken gehalten werden. "Jetzt kann die Pumpe mal wieder abgestellt werden", sagt Schönmüller. Nun kann im Erdgeschoss weitergearbeitet werden.

Am Altbau soll ein Außengerüst aufgestellt werden, "dann wird der Zimmerer den Dachstuhl ertüchtigen", so Schönmüller. Im Inneren werden die Decken eingezogen. "Die alten Holzbalken bleiben dabei erhalten", erklärt der Fachmann. Die Deckenfelder dazwischen werden aus Brand- und Schallschutzgründen ausbetoniert.

Im Oktober sollen die Arbeiten an der Haustechnik beginnen. Vergeben wurden sie schon. "Von der Planungs- und Ausschreibungsseite her sind wir schon sehr weit", ist Schönmüller zufrieden.

Dass die Bauarbeiten zurzeit trotzdem etwa acht bis zehn Wochen hinter dem Zeitplan herhinken, liege zum einen an dem extrem eng gestrickten Zeitplan. Zum anderen sei aber auch der Arbeitsaufwand schuld daran. "Im Altbau haben wir umfangreiche Sanierungsarbeiten, die wir auch bestandsschonend durchführen wollen", betont Schönmüller. Und der Neubau "ist konstruktiv anspruchsvoll".

Den ursprünglich für Herbst 2019 angestrebten Umzug der VHS-Verwaltung in ihre angestammten Räume hat er noch nicht ganz abgehakt. "Ob der Einzug wirklich zu diesem Zeitpunkt klappt, hängt davon ab, ob der Rückstand bei anderen Arbeiten wieder aufgeholt werden kann." Auf alle Fälle sei aber weiterhin geplant, den Umzug wenigstens zum Jahresende 2019 zu schaffen.



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