Zeyern
Josefifest

Roland Pompe ließ es krachen

Seine Gstanzleinlagen beleuchteten einmal mehr das Ortsgeschehen auf ihre ganz spezielle Art und Weise.
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Roland Pompe kam auch im zweien Jahr in Folge mit seinen Gstanzelgesang bei den Besuchern an. Dabei griff er viele lokale Themen auf, verschonte diesmal aber den Bürgermeister. Michael Wunder
Roland Pompe kam auch im zweien Jahr in Folge mit seinen Gstanzelgesang bei den Besuchern an. Dabei griff er viele lokale Themen auf, verschonte diesmal aber den Bürgermeister. Michael Wunder
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Wahrlich eine "Pompe" als Gstanzleinlagen hatte Roland Pompe beim Josefifest des Musikvereins Zeyern gezündet. Hauptsächlich ging es dabei um das Ortsgeschehen im Marktrodacher Ortsteil. Der Gemeinderat hat einer Idee von zwei jungen Leuten, die ein Dorf wie vor 1000 Jahren ohne Wasser und kann Strom entstehen lassen wollen, bereits zugestimmt. "A altes Dorf und an Zoo in Zeyern, wö die Riesenattraktion in Bayern, do wird Zeyern wieder bekannt, kumma Leut aus Stadt und Land", sang Pompe.
Darüber hinaus ging er auf den neuen Aufgang zur Kirche und auf die neue Beleuchtung im Gotteshaus ein. Er verwies auf die leere Baustelle der Umgehungsstraße und die neuen Öffnungszeiten des örtlichen Getränkemarktes. Der Leerstand ist riesengroß, in der Leonhardstraße sind nur vier Häuser verschont und werden tatsächlich noch bewohnt. "Im Zuge der Dorferneuerung muss deshalb auch ein Vereinshaus her, was soll sonst aus den Vereinen wer", fragte er.
Zum 25. Mal war bei der Josefifeier auch Matthias Hermann, diesmal als "Dr. Schluck" dabei. Dieser war über die Privatpatienten, die alle vorne zusammensitzen, erfreut. Schließlich sei bei den AOK-Patienten, die er als "arm, olber und krank" beschrieb, nichts Rentables für ihn dabei. Der Herr Kaplan Urban habe einen super Treppenaufgang zur Kirche bekommen. Dort nebenan, wo früher die Fahrräder standen, stehen jetzt Rollatoren. Heuer werde es den Dino HSV schwer treffen, der Fanclub kann dann nicht mal nach Nürnberg fahren. Dieser HSV sei dann kein Fall mehr für den Notfallmediziner, sondern für Pfarrer Thomas Teuchgräber als Notfallseelsorger. Wirtschaften, Bankfilialen, Bäcker und Metzger schließen in der Region, obwohl im Nachhinein alle dort ihre Geschäfte erledigt haben. Absolutes Urlaubsvergnügen im idyllischen Zeyerntal seien die Wildschweine, welche an der Leiten hocken wenn die Wallfahrer nach Marienweiher vorbeiziehen. Diese singen dann aus voller Inbrunst: "Helft uns aus diesem Jammertal".
Während sich auf der Baustelle der Umgehung kein Rad mehr dreht, drehen die Gemeinderäte voll am Rad. Dort sei der Abrisswahn ausgebrochen und alles was gerade im Weg steht, wird eingerissen. Des "Schulstädela" hat keinen Menschen "geerd", er habe vielmehr beim Pfarrfest gute Dienste erwiesen. Dabei waren die Bachmauern unter dem "Stoudl" die Besten von Zeyern. Seit Jahren wartet man in Zeyern schon auf ein Ärztehaus, statt aufzubauen, wird abgerissen, so der Redner.
Beim traditionellen "Josefifest" kamen auch die musikalischen Einlagen des gastgebenden Musikvereins nicht zu kurz.
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