Teuschnitz
Verwaltungsgemeinschaft

Rennsteigmesse kommt gut an

Die 2020 in Teuschnitz stattfindende Gewerbeschau stand im Mittelpunkt der Sitzung der Verwaltungsgemeinschaft Teuschnitz.
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2015 fand die bislang letzte Rennsteigmesse statt - damals in Steinbach am Wald (Bild). 2020 ist die Messe in Teuschnitz zu Gast. Foto: Archiv
2015 fand die bislang letzte Rennsteigmesse statt - damals in Steinbach am Wald (Bild). 2020 ist die Messe in Teuschnitz zu Gast. Foto: Archiv

Bei der Rennsteigmesse, dem "Schaufenster der Rennsteigregion", können sich alle fünf jahre Industrie, Gewerbe und Dienstleister präsentieren. 2005 fand sie erstmals in Tettau, 2010 in Ludwigsstadt sowie 2015 in Steinbach am Wald statt. 2020 übernimmt die Verwaltungsgemeinschaft (VGem) Teuschnitz die Ausrichtung. Die Messe findet am 25. und 26. April 2020 in Teuschnitz im Bereich der Schule statt. Unter Federführung der Stadt Teuschnitz und des Arge-Vorsitzenden sind in der Organisation die Bürgermeister der Rennsteig-Gemeinden und der externe Teuschnitzer Organisator Edgar Rebhan beteiligt.

"Das ist eine Wahnsinnsarbeit, die da anfällt", erklärte die Gemeinschaftsvorsitzende, Bürgermeisterin Gabriele Weber (CSU). Da dies seitens der Verwaltung nicht zu schultern sei, habe man mit Rebhan einen Fachmann ins Boot geholt. Zusätzlich will man eine Schreibkraft einstellen.

Bereits bei der letzten Messe in Steinbach sei ein Defizit entstanden, das mit den vorhandenen Rücklagen ausgeglichen wurde. Diese seien damit aufgebraucht. Geht man erneut von wiederum knapp 5000 Besuchern sowie 50 Ausstellern wie 2015 aus, müsse man mit einem Defizit von circa 12 000 Euro rechnen. Der erhöhte Kostenaufwand entstehe hauptsächlich durch die Sicherheitsauflagen. Die Eintrittspreise waren von den Rennsteig-Bürgermeistern für Erwachsene auf 6 Euro sowie für Schüler und Studenten auf 3 Euro festgelegt worden. Kinder unter 6 Jahren sind frei.

"Die Bürgermeister sprachen sich trotz des möglichen Defizits für die Durchführung der Rennsteigmesse aus - unter der Voraussetzung, dass genügend Aussteller teilnehmen", informierte Weber. Dass dem so ist, bestätigte Rebhan in seinem Sachstandbericht. Die Resonanz seitens der angeschriebenen 750 Gewerbetreibenden sei hervorragend. "Bis jetzt sind über 88 Prozent der Ausstellungsfläche vermietet. Das sieht alles sehr gut aus", freute er sich. Das Zelt hat eine Größe von 20 mal 80 Metern und verfügt über einen Holzboden.

Stattgefunden haben drei Sitzungen sowie Vorgespräche unter anderem mit Landratsamt, Feuerwehr und Rettungsdienst. Die Homepage www.rennsteigmesse.com ist im Aufbau und auch ein Messe-Logo wurde entwickelt. Das Gastronomie-Konzept wurde erarbeitet und abgeschlossen.

Öffnen wird die Messe jeweils am Samstag und Sonntag von 10 bis 18 Uhr. Der Ablauf ist an beiden Tagen fast identisch. Ab 10 Uhr erfolgt die Begrüßung - am Samstag durch einen Minister, den man noch einladen wird, sowie am Sonntag durch den Arge-Vorsitzenden, Tschirns Bürgermeister Peter Klinger. Danach startet ein Rahmenprogramm mit drei Vorführungen sowie bis zum Ausklang Unterhaltungsmusik. "Im Mittelpunkt soll die Messe stehen", betonte Rebhan.

In den Rennsteiggemeinden werden in den Rathäusern vom 4. November 2019 bis 24. April 2020 Vorverkaufsstellen eingerichtet. "Die Sicherheitsauflagen werden uns kostenmäßig reinziehen", bestätigte auch er. Das erste Aussteller-Treffen findet am 20. März um 10 Uhr in der Schule Teuschnitz statt.

"Das wird eine Supersache", zeigte sich die Bürgermeisterin ebenso angetan von den Ausführungen wie das gesamte Gremium. Der Beschluss einer anteilmäßigen Beteiligung der Gemeinschaftsversammlung an einem eventuellen Defizit erfolgte einstimmig.

Grünes Licht für Haushalt 2019

Ebenfalls einstimmig wurde der Haushalt 2019 unter Dach und Fach gebracht. Kämmerin Sabine Suffa erläuterte den Haushaltsplan 2019 mit einem Gesamtvolumen von 688 000 Euro, davon 676 000 Euro Verwaltungshaushalt und 12 000 Euro Vermögenshaushalt. Er enthält keine genehmigungspflichtigen Bestandteile. Eine Kreditaufnahme ist nicht vorgesehen.

Der Verwaltungshaushalt hat sich gegenüber 2018 um 97 000 Euro erhöht. Die wesentlichen Änderungen betreffen bei den Personalausgaben die Stelle eines Nachfolgers für den ausscheidenden Geschäftsstellenleiter Thomas Weber mit einer neunmonatigen Einarbeitungszeit. Die Kämmerin kommt aus der Mutterschaft zurück und arbeitet in einem Halbtagsverhältnis weiter. Der Ausgleich des Verwaltungshaushalts erfolgt durch eine Erhöhung der VGem-Umlage auf 499 100 Euro, je 156,46 Euro für die aktuell 3190 Einwohner.

Der Vermögenshaushalt betrifft Anschaffungen für GIS-Programme (Geo-Informations-System), Geräte und Ausstattung, Zimmerausstattung und Arbeitsgeräte sowie Maschinen. Die Finanzierung erfolgt über eine Rücklagenentnahme in gleicher Höhe. Die Rücklage beträgt zum 1. Januar 2019 43 300 Euro. Eine Rücklagenentnahme von 12 000 Euro ist vorgesehen. Der Rücklagenstand Ende 2019 beträgt 31 300 Euro.

Die VGem hat keine Schulden. 2019 sind zehn Mitarbeiter in der Verwaltung beschäftigt, davon fünf in Vollzeit. Beim neuen Geschäftsstellenleiter steht noch nicht fest, ob ein Beamter oder Angestellter eingestellt wird. Im Stellenplan ist vorerst ein Beamter mit A 12 vorgesehen.

"Das Haushaltsvolumen wird sich auf circa 660 000 Euro pro Jahr einpendeln", prognostizierte die Kämmerin. Der Beschluss erfolgte einstimmig; ebenso wie die Genehmigung des Stellenplans für 2019 und des Finanzplans bis 2022.

Suffa warf auch einen Blick zurück auf die Haushaltsjahre 2017 und 2018. 2017 wurde abgeschlossen mit einem Gesamtvolumen von 675 301,68 Euro, davon Verwaltungshaushalt 611 223,49 Euro und Vermögenshaushalt 64 048,19 Euro. "Der Haushaltsplan konnte wie geplant abgewickelt werden", freute sie sich über eine Abweichung von lediglich 0,7 Prozent. Bei den abweichenden 4000 Euro handelte es sich um viele kleine Posten. "Das Jahr stand im Zeichen der Komplett-Erneuerung der EDV", informierte Suffa. Dem Vermögenshaushalt konnte man mehr zuführen als geplant, insgesamt 64 000 Euro. Für 2018 ist ein Haushaltsansatz von 588 000 Euro veranschlagt, davon 579 000 Euro Verwaltungshaushalt und 9000 Euro Vermögenshaushalt. Bereits jetzt sind Abweichungen abzusehen. Größte Investitionen waren die Anschaffung der GIS-Programme sowie neue Zimmer-Ausstattungen im Rathaus. Wahrscheinlich werde man den Rücklagen etwas entnehmen müssen und auch den geplanten Vermögenshaushalt überschreiten.

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