Pressig
Gemeinderat

Rathaus in Pressig ist "trockengelegt"

Die Pressiger Räte informierten sich über die Sanierungsarbeiten im Rathaus, die nach einem Wasserschaden vor zwei Jahren notwendig geworden waren.
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Diplom Ingenieur Alexander Hempfling (Vierter von links) vom Ingenieurbüro 3 D Detsch, Kronach, informiert die Mitglieder des Bau- und Umweltausschusses des Marktes Pressig über den Fortgang der Sanierung im Erdgeschoss des Rathauses. Mit im Bild Zweiter Bürgermeister und Sitzungsleiter Wolfgang Förtsch (Fünfter von links) K.- H. Hofmann
Diplom Ingenieur Alexander Hempfling (Vierter von links) vom Ingenieurbüro 3 D Detsch, Kronach, informiert die Mitglieder des Bau- und Umweltausschusses des Marktes Pressig über den Fortgang der Sanierung im Erdgeschoss des Rathauses. Mit im Bild Zweiter Bürgermeister und Sitzungsleiter Wolfgang Förtsch (Fünfter von links) K.- H. Hofmann

Der Bau- und Umweltausschuss des Marktes Pressig vergab in der Sitzung am Montag wichtige Gewerke für die Sanierung der "Weißen Schule" und der Mittelschule Pressig. Die Räte werden bei einem Rundgang auch über den Fortschritt der energetischen Sanierung des Rathauses informiert.

Dabei gab Diplom Ingenieur Alexander Hempfling ausführliche Informationen über den Fortgang der Sanierungsarbeiten.

Auslöser der Maßnahme sei ein im Jahr 2017 eingetretener Wasserschaden gewesen. Aufgrund einer Nachlässigkeit einer Firma bei einer Dachabplanung sei Regen eingedrungen und es kam zum Schaden in Teilen des Dach- und Obergeschosses. Bei gründlicher Untersuchung wurde auch Schimmel bis ins Erdgeschoss aufgrund von Feuchtigkeit festgestellt. Allerdings sei dieser typisch für mangelhafte bis nicht vorhandene Drainung bei Bauten wie jenem aus dem Jahr 1922/23, so der Ingenieur. Deshalb wurde im Keller eine sogenannte "Großschmidt-Heizung" installiert, eine Wandtemperierung, welche die Oberflächentemperatur anhebt und Feuchte verdrängt.

Barrierefreier Zugang

Im Erdgeschoss wurde der Estrich inklusive der schimmelbehafteten Dämmstoffe und Ausgleichsschüttungen ausgebaut und durch einen Gussasphalt ersetzt. Zusätzlich wurde eine bituminöse Abdichtung auf der Decke eingebaut zum Schutz vor etwaig aufsteigender Feuchte. Die Diensträume wurden mit einem Kugelgarnbodenbelag ausgestattet, welcher fußwarm ist, Behaglichkeit vermittelt und zusätzlich trittschalldämmend ist. In den Verkehrswegen wurde mit einem hochwertigen Kautschukbelag ein strapazierfähiger und vor allem leicht zu reinigender Bodenbelag verlegt. Die Farben hellgrau und blau nehmen Bezug auf die Außenfassade, die blauen Streifen und Dreiecke am Boden dienen als Leitsystem zu den Büros. Ebenso wurde die komplette Büroausstattung neu angeschafft.

Es wurde das gesamte Rathaus saniert und auch mit barrierefreiem Zugang durch einen Außenaufzug ins Obergeschoss geschaffen. Allein aber die Maßnahme im Erdgeschoss beläuft sich in den Kosten auf rund 443 000 Euro. Die Gesamtkosten der energetischen Sanierung belaufen sich auf circa 914 500 Euro. Darauf sind der Marktgemeinde Pressig, laut Alexander Hempfling, rund 398 000 Euro an Fördermittel über das Kommunalinvestitionsprogramm (Kip) vom Bund und Freistaat Bayern zugesagt.

Für die Planung und Bauleitung des Dachgeschossausbaus der Mittelschule Pressig wurde der Architektenvertrag mit dem Ingenieurbüro 3 D Detsch, Kronach, genehmigt. Die Elektroarbeiten für diese Maßnahme wurden an das wirtschaftlich günstigste Angebot der Firma Elektro Bohr aus Saalfeld für 85 696 Euro vergeben. Von neun Firmen haben vier ein Angebot abgegeben, wobei die Firma Bohr das preisgünstigste Angebot unterbreitete. Mit den Dachdeckerarbeiten für die "Weiße Schule" wurde die Firma Ewald Fischbach, Ludwigsstadt, für das günstigste Angebot von 17 614 Euro beauftragt. Die Gerüstarbeiten für die Dachsanierung der "Weißen Schule" wurden bereits von der Verwaltung für 11 535 Euro an die Firma Walter Ermler, Coburg, vergeben. Sie hatte unter vier Firmen das günstigste Angebot für die Gerüststellung abgegeben.

Zuschuss für den Wegebau

Wie die Beschlüsse vorher so wurde auch einstimmig und ohne Diskussion einem Zuschussantrag der Jagdgenossenschaft Posseck für die Instandsetzung von Wirtschaftswegen in Höhe von 2201,50 Euro zugestimmt.

Die Sitzung war von Einstimmigkeit und Harmonie geprägt. So auch der Beschluss über die Vergabe der Tragwerksplanung für den Neubau der Grundschule Rothenkirchen an die Ingenieurgesellschaft Schlicht und Fischer, Kronach, zum Angebotspreis von 103 302 Euro. An der Pumpstation Größau sind Rohrleitungen und Pumpen von Erosion befallen und sollen ausgewechselt werden. Hierzu wurde der Auftrag an die Firma Wilo Emu Hof/Saale zum Preis von 17 878 Euro erteilt.

Ein Bauantrag für den Anbau eines Wintergartens und Neubau einer forstwirtschaftlichen Lagerhalle in Welitsch wurde mit gemeindlichem Einvernehmen von der Verwaltung weitergeleitet. Einem Bauantrag auf Errichtung eines Lagerschuppens in Friedersdorf wurde das gemeindliche Einvernehmen, in Abhängigkeit der Zustimmung der im Rahmen des Baugenehmigungsverfahrens zu beteiligenden Fachbehörden erteilt. Von der Gemeindeverwaltung wurde diesbezüglich noch nichts mit den Fachbehörden geklärt, so Bauamtsleiter Schorn.

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