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Ludwigsstadt
Wirtschaft

"Qualität statt Quantität" ist die Devise

Beim Unternehmer-Stammtisch der Stadt Ludwigsstadt stand einmal mehr die Arbeits- und Ausbildungsmesse work@ludscht im Mittelpunkt.
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2018 war die Ausbildungsmesse work@ludscht in der Hermann-Söllner-Halle erstmals durchgeführt worden. Foto: Heike Schülein/Archiv
2018 war die Ausbildungsmesse work@ludscht in der Hermann-Söllner-Halle erstmals durchgeführt worden. Foto: Heike Schülein/Archiv
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Auch die zweite Messe work@ludscht war, so Bürgermeister Timo Ehrhardt nach eigenem Empfinden, wiederum ein voller Erfolg. Gefühlt seien es jedoch etwas weniger Besucher als bei der Premiere im Jahr 2018 gewesen. Mit der Messe habe man erneut die vielfältigen beruflichen Perspektiven des Arbeitsorts Ludwigsstadt und Umgebung aufzeigen, zugleich aber auch die Stadt als attraktiven Wohnort bekannter machen wollen. Sein Dank galt allen Teilnehmern sowie insbesondere Bettina Teleky vom Stadtumbaumanagement für die fachkompetente Organisation, Vorbereitung und Durchführung der Messe.

Diese freute sich ihrerseits über eine erneut hohe Zufriedenheit der Messebesucher, was die Feedback-Fragebögen belegten. Demnach hätten die Unternehmen durch ihre Teilnahme neue Kontakte knüpfen und auch erste freie Stellen besetzen können.

Allgemein sei ein großes Interesse an den Messeständen spürbar gewesen. "Von den 20 Unternehmen, die den Fragebogen ausgefüllt hatten, möchten 16 auch 2020 erneut dabei sein", informierte sie. Man habe aber auch schon wieder Anfragen von Firmen, die neu hinzukommen möchten. Einen großen Synergie-Effekt habe der am gleichen Tag von der Schützengesellschaft Ludwigsstadt durchgeführte Foodtruck RoundUp dargestellt. Dies hätte wohl auch mit bewirkt, dass viele der Besucher erst etwas später zur Messe gekommen seien.

Das Fazit in der Runde fiel durchweg positiv aus. Laut Richard Eichhorn (Bauunternehmen Eichhorn) und Frank Fischbach (Dachdeckergeschäft Ewald Fischbach) seien ihre Messestände zwar von weniger Besuchern als im Vorjahr aufgesucht worden. Diese hätten jedoch ganz gezielt nachgefragt und ehrliches Interesse gezeigt. Stefan Heyder (H & M Präzisionsformen) sah in dem schwächeren Besucheraufkommen keinen Nachteil; habe man doch so mehr Zeit für wirklich Interessierte gehabt. "Man sollte den Erfolg der Messe nicht an der Menge der Besucher festmachen, sondern an der Qualität der geführten Gespräche", befand auch Ingbert Löffler, Leiter Personal von Wiegand-Glas, der die work@ludscht als sehr gute Sache empfand.

Bei echten Interessenten habe man direktere Ergebnisse, schloss sich ihm Dagmar Hunger von der Firma Sumida an. Der Leiter des BRK-Seniorenhauses Ludwigsstadt, Peter Schulz, erachtete den Zeitpunkt der Messe als ideal. Sein Stand sei insbesondere von jungen ausbildungssuchenden Leuten aufgesucht worden.

Neuauflage am 19. September

Als diesjähriger Termin wurde der 19. September - wiederum zwischen 10 Uhr bis 14 Uhr - festgelegt. Die Messe soll erneut in der Hermann-Söllner-Halle in der gleichen überschaubaren Größe mit Platz für maximal 23 teilnehmende Arbeitgeber abgehalten werden. Vorrang haben die Unternehmen aus Ludwigsstadt. Auch einen Foodtruck RoundUp soll es wieder geben, wofür bereits entsprechende Anfragen laufen.

Bewusst halte man die Messe an einem Samstag ab. "Wer Interesse hat, kommt. Für die nur ,Durchgeschickten' ohne Interesse und Motivation macht sie eh keinen Sinn", bekundete der Bürgermeister. Die Messe sei ein Beitrag, den man als Stadt gerne leiste, um heimische Firmen bekannter zu machen. Dies gelte gerade auch für den Thüringer Raum; generierten doch von dorther viele Firmen der Rennsteigregion einen nicht unerheblichen Teil ihrer Arbeitskräfte. Diese würden jedoch kaum eine Messe in Kronach besuchen.

Insgesamt stellt der Arbeitsort Ludwigsstadt 1409 sozialversicherungspflichtige Arbeitsplätze. Die Anzahl der Auspendler liegt bei 725 Personen; der Einpendler bei 780, was - laut Ehrhardt - der Riesen-Expansion ortsansässiger Firmen geschuldet sei.

Im Anschluss waren die Stammtisch-Teilnehmer angehalten, auf Karten Stichpunkte aufzuschreiben, womit sie den Wirtschaftsstandort Ludwigsstadt verbinden, sowie Erwartungshaltungen für die Zukunft. Die Karten wurden anschließend an einer Pinnwand befestigt und von Bettina Teleky ausgewertet. Positiv bewertet wurden beispielsweise die Treue zum Betrieb, ein soziales und familiäres Miteinander, die soziale Verantwortung der Arbeitgeber, Tradition, Vielseitigkeit, Sicherheit, eine gute Verkehrsanbindung sowie ein Sich-Kennen im positiven Sinne. Bemängelt wurden die Parkplatzsituation in der Stadt sowie die mangelnde Gastronomie. Als Erwartungen wurden eine Verbesserung der ärztlichen Versorgung, Bedarfe der Pendler sowie regionale Wertschöpfung geäußert. Beim nächsten Unternehmer-Stammtisch soll es um Ideen für eine höhere Mitarbeiter-Zufriedenheit gehen.

Eingangs hatte der Heimleiter das Dienstleistungsangebot des BRK-Kreisverbands Kronach sowie des Seniorenhauses Ludwigsstadt vorgestellt. 1996 erbaut und 2005 erweitert, umfasst dieses 92 Pflege- sowie acht Tagespflege-Plätze. 106 Mitarbeiter sind beschäftigt. Das BRK-Seniorenhaus ist ein offenes und lebendiges Haus. Ob Hausfasching, Starkbierfest, Frühlingsfest, Sonnwendfeier, Weinfest oder Bewohner-Weihnacht - zum Feiern findet man immer einen Grund.

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