Stockheim
Kerwa

Plantanz unterm Kirchweibaum

In Neugrua wurde am Wochenende die traditionelle Trachtenkerwa zünftig gefeiert.
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Die Kindertanzgruppe zeigte mit Begeisterung ihre einstudierten Volkstänze.  Foto: Karl-Heinz Hofmann
Die Kindertanzgruppe zeigte mit Begeisterung ihre einstudierten Volkstänze. Foto: Karl-Heinz Hofmann
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Bei Kaiserwetter am Sonntag und Montag standen Musik, Traditionstänze, Gaudispiele, eine große Tombola-Verlosung und nicht zuletzt der spaßige Hahnenschlag im Blickpunkt des Interesses der zahlreichen Gäste.

Zum Festgottesdienst führte eine Kirchenparade zur St.-Katharina-Kirche. Angeführt wurde diese von der Bläsergruppe des Volkstrachtenvereins "Zechgemeinschaft" Neukenroth, den Gottesdienst umrahmte die Sängergruppe des Vereins. Den Festgottesdienst zelebrierte Pfarrer Hans Michael Dinkel.

25 Meter hoher Baum

Fünf Einhaltpaare und zwei Kellner wurden am Nachmittag zum Plantanz erwartet. Davor gehörte die Tanzfläche, in deren Mittelpunkt ein 25 Meter hoher, geschmückter Kirchweihbaum gen Himmel ragt, der Kindertanzgruppe. Die drei bis sechsjährigen Nachwuchstrachtler zeigten mit verschiedenen fränkischen Volkstänzen wie gut sie schon auf Tradition und Brauchtum eingestellt sind.

13 Kinder, unter Betreuung von Bettina Rubel und Regina Hergenröther, erfreuten Eltern und Großeltern sowie Gäste mit ihrer farbenfrohen Tracht und führten mit Charme und Spaß, ja sogar mit Begeisterung ihre vier einstudierten Tänze vor und erhielten viel Beifall.

Für große Überraschung und Freude sorgte Daniel Gerstner, der als Belohnung für die Nachwuchszecher 250 Euro spendete. Der Betrag ist ein Erlös vom Saugrillen auf dem Zapfenhof, wie er informierte. Gerstner unterstützt die Zecher und den Volkstrachtenverein, wo immer es geht, so stellt er auch eine Scheune das ganze Jahr über zur Einlagerung von Utensilien der Zechgemeinschaft zur Verfügung.

Kaum waren sie fertig, da hörte man schon die Bläsergruppe und die Zechmadla und Burschen mit lauter Musik und immer wieder lauten selbstbewussten Rufen "Wer hot Kerwa, mie ham Kerwa". Am Plan angekommen wurden sie und die Gäste von der Vorsitzenden des Volkstrachtenvereins "Zechgemeinschaft" Neukenroth, Bettina Rubel, begrüßt.

Begrüßung durch das Erste Einhalpaar

Traditionsgemäß folgt danach die Begrüßung durch das Erste Einhaltpaar, dieses Jahr Julian Schmidt und Emely Schirmer. Sie machten in ihrer Rede deutlich, dass Kerwa in Neugrua Erhalt von Tradition und Brauchtum bedeute und dass man Sitte und Brauchtum auch an die nächste Generation weitergeben möchte.

Bürgermeister Rainer Detsch als Schirmherr der 42. Trachtenkerwa durfte nach seinen Gruß- und Dankesworten an die Einhaltpaare und die Zechgemeinschaft, mit den Einhaltpaaren und Kellnern, den Plantanz eröffnen. Sein Dank galt in erster Linie den Einhaltpaaren und auch der Bläser- und der Gesangsgruppe der Zechgemeinschaft die ein Alleinstellungsmerkmal für Neugrua bedeuten. Die Vorbereitungen und die Organisation erfordern viel Fleiß und Zeit dazu bedarf es echter Idealisten, die ehrenamtlich ein solches Fest auf die Beine stellen. Und der Ort und die Gemeinde Stockheim dürfen besonders stolz auf die Kleinsten sein, die sich schon eifrig die Traditionspflege bemühen.

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