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Pflanzen richtig überwintern

Mit sinkenden Temperaturen naht das Ende der Gartensaison. Doch wie können die Pflanzen bestmöglich auf die kalte Jahreszeit vorbereitet werden? Eine Gärtnerin klärt auf.
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Gärtnerin Stefanie Fuchs erläutert, wie Olivenbäume am besten durch die kalte Jahreszeit kommen. Fotos: Cindy Dötschel
Gärtnerin Stefanie Fuchs erläutert, wie Olivenbäume am besten durch die kalte Jahreszeit kommen. Fotos: Cindy Dötschel
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Die Tage werden kürzer, die Blätter der Bäume färben sich bunt und der erste Frost steht kurz vor der Tür. "Wie die einzelnen Pflanzen am besten überwintern ist je nach Art unterschiedlich", weiß Stefanie Fuchs, die seit fünf Jahren als Gärtnerin bei der Neundorfer Baumschule Engel arbeitet. Kübelpflanzen Kübelpflanzen sollen der Küpserin zufolge über den Winter an einen hellen, kühlen Platz gestellt werden. "Am besten ist es, die Pflanzen relativ trocken zu halten und dann im Frühjahr zurückzuschneiden." Während ein Oleander kurzzeitig Temperaturen von bis zu minus ein Grad aushält, sollten Geranien, Dipladenien, Enzianbüsche und Wandelröschen bereits bei Tiefstwerten von fünf Grad bei Nacht ins Haus geholt werden. Mediterrane Pflanzen Ein idealer Platz für Zitronen- und Limettenbäumchen sei beispielsweise das Schlafzimmer. "Bei Temperaturen von fünf bis zehn Grad können sie auch im Winter blühen und duften dann intensiv", berichtet Fuchs. Während die Zitruspflanzen bereits bei einer Außentemperatur von fünf Grad ins Haus geholt werden sollten, würden Olivenbäumchen kurzzeitig Temperaturen von minus ein bis zwei Grad vertragen. Gartenpalmen können sogar bis zu Temperaturen von minus zehn Grad draußen bleiben. Im Haus sollten die Palmen dann bei null Grad hell, kühl und trocken eingewintert werden. Davon, die Palmwedel zu schneiden, rät Fuchs ab. Stauden Zu den Pflanzen, die im Garten eingepflanzt werden, zählen unter anderem Stauden. Weit verbreitet seien beispielsweise Pfingstrosen und Sonnenhut. "Stauden sind Pflanzen, die oberirdisch absterben und deren Wurzeln unterirdisch weitertreiben", erklärt Fuchs. Sie rät, die Stauden bodennah abzuschneiden.

Gräser Gräser befinden sich ebenfalls ganzjährig im Freien. "Grundsätzlich wird zwischen hohen und immergrünen Gräsern unterschieden." Zu den hohen Gräsern zähle beispielsweise China-Schilf, das erst im Frühjahr bodennah abgeschnitten werden sollte. Immergrüne Gräser sollten laut Fuchs lediglich ausgeputzt werden. "Pampagras ist sehr dekorativ und wird oft gekauft", berichtet Fuchs. Im Herbst müssten lediglich die Wedel zusammengebunden werden, sodass nicht zu viel Wasser und Schnee in das Herz der Pflanze komme. Sonst würde diese faulen. Rosen Rosen winterfest zu machen, sei kein großer Aufwand. Im Herbst müsse nur das Verblühte abgeschnitten und der Strauch etwas in Form gebracht werden. "Bei Beet- und Edelrosen sollte die Veredelungsstelle vor dem Winter mit Erde bedeckt werden", empfiehlt Fuchs.

Immergrüne Pflanzen Wie Rosen, sind unter anderem Buchsbäume, Kirschlorbeer und Stechpalmen dauerhaft im Freien. "Vor dem Winter sollten diese immergrünen Pflanzen noch einmal gut gegossen werden, sodass sie im Winter nicht vertrocknen." Wie Fuchs erklärt, sei es zu empfehlen, neue Pflanzen im Winter an frostfreien Tagen zusätzlich zu gießen.

Sträucher und Bäume Was Bäume und Sträucher betrifft, legt Fuchs nahe, den "typschen Hausmeisterschnitt" mit der Heckenschere zu vermeiden. Sonst werde der "Besenwuchs" im Frühjahr gefördert. Besser sei es, einen älteren Ast aus der Basis abzuschneiden. "Frühjahrsblühende Sträucher, wie beispielsweise Forsythien, bekommen im Frühjahr keine Blüten, wenn sie im Herbst zu stark geschnitten werden". Vom Schneiden der Obstbäume in der kalten Jahreszeit rät Fuchs ab. Nur Walnussbäume sollten im September oder Oktober geschnitten werden.

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