Kronach
Monatsgemüse

Pastinaken: Gesunde Wurzeln mit feinem Aroma

Die Winterernte hält bis zum Frühjahr: Pastinaken sind eine Bereicherung für die feine Küche und blitzschnell zubereitet.
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ji_images, fotolia
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Die Vorräte an Herbst- und Wintergemüse gehen zur Neige, die neue Ernte muss erst noch reifen. Gut, dass einige Sorten Wurzeln, Knollen und Rüben recht gut lagerfähig sind oder sogar den Winter über im Boden bleiben und nach Bedarf geerntet werden können. So sind wir selbst im ausklingenden Winter und zum Beginn des Frühlings nicht auf Importware angewiesen, sondern können noch einheimisches Gemüse genießen. Unscheinbar und deshalb vielfach unterschätzt ist die Pastinake, die wir zum Gemüse des Monats März erkoren haben.


Fan der Pastinake

Eine Wahl ganz nach Yvonne Müllers Geschmack. Die AOK-Ernährungsberaterin für den Landkreis Kronach zählt zu den Fans der Pastinake - erst vergangene Woche hat sie die Wurzel bei einem Kochkurs verarbeitet. In einem kreativen Praxisseminar für den Ring Junger Landfrauen stand unter anderem Suppe aus Pastinaken und Petersilienwurzel auf dem Speiseplan.

"Ein wirklich tolles Gemüse", findet Müller. Der leicht süßliche und leicht nussige Geschmack gefalle ihr sehr gut. Die typische Würze komme von den ätherischen Ölen in den Wurzeln. Aber auch die Inhaltsstoffe sprächen für sich. "Pastinaken beinhalten neben Vitamin C auch viele Mineralstoffe wie Calcium oder Phosphor und sind zudem auch noch sehr bekömmlich." Für die Zubereitung von Babybrei eigne sich die Pastinake deshalb auch hervorragend.

Abgesehen vom Brei für die Kleinen verwendet Yvonne Müller die Pastinake vielseitig: als Gemüsebeilage zu deftigen Braten, im Ofen zusammen mit Kürbis geröstet, als cremige Suppe oder anstelle der Karotten im Rüblikuchen. "Die Pastinake ist leicht zu verarbeiten und macht lange satt", so Müller, die es bedauert, dass das Gemüse ein wenig in Vergessenheit geraten ist.

Aber seit einiger Zeit sei die Pastinake - dank dem Einfluss einiger Sterneköche - wieder vermehrt auf Speisekarten und vor allem in Supermarktregalen zu finden. "Früher gab es die Wurzel nur im Bioladen - mittlerweile haben sogar Discounter Pastinaken im Angebot."

Eigentlich haben die Wurzeln auch in Deutschland lange Tradition. Noch im 18. Jahrhundert waren sie in aller Munde. Mit der Entdeckung der Kartoffel verlor die Pastinake hierzulande allerdings ihre Bedeutung.


Robuste Wahl für den Garten

Das ist schade, findet unser Gartenexperte Jupp Schröder. Ihm ist es ein großes Anliegen, mehr Vielfalt in die fränkischen Gemüsegärten zu bringen. Auch für Hobbygärtner sei die Pastinake eine lohnende Pflanze, die sich ohne große Probleme selbst ziehen lässt. "Pastinaken sind sehr robust und werden sehr selten von Krankheiten heimgesucht. Besondere Pflegemaßnahmen sind nicht erforderlich. Sie beschränken sich auf das Beseitigen von Unkräutern."


Rezept: Pastinaken-Suppe


Cremige Vitaminbombe: Yvonne Müller verarbeitet Pastinaken am liebsten zu einer feinen Suppe. Dafür kombiniert sie das Gemüse mit Petersilienwurzel und Scampi.

Zutaten:
1 Zwiebel
2 Petersilienwurzeln
4 Pastinaken
1 große Kartoffel
2 EL Rapsöl
1,5 L Gemüsebrühe
4 Scampi
50 ml Kochsahne

Zubereitung: Zwiebel schälen und würfeln, Petersilienwurzeln und Pastinaken waschen, putzen und schälen sowie würfeln. Die Kartoffeln schälen, waschen und ebenfalls würfeln. 1 EL Öl in einem hohen Topf erhitzen und das Gemüse glasig dünsten. Brühe dazu gießen und alles gut mischen, salzen und pfeffern und zugedeckt 30 Minuten garen. Die Scampi in Öl von jeder Seite 2 Minuten braten.Die Suppe vom Herd nehmen und mit einem Stabmixer fein pürieren. Sahne unterrühren und mit Salz und Pfeffer abschmecken. Mit den Scampi und der Petersilie garnieren. red
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