Zeyern
Infrastruktur

Ortsumgehung Zeyern: Die Arbeiten auf der Baustelle gehen weiter

Seit April ist auf der Baustelle für die Ortsumgehung Zeyern nichts mehr passiert. Nun lässt die neue Baufirma die Bagger wieder rollen. Das Staatliche Bauamt erklärt, welche Arbeiten in diesem Jahr noch anstehen.
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Am 30. Juli wurde am Abschnitt neben der Bundesstraße 173 in Richtung Wallenfels gearbeitet. Foto: Magdalena Kestel
Am 30. Juli wurde am Abschnitt neben der Bundesstraße 173 in Richtung Wallenfels gearbeitet. Foto: Magdalena Kestel

Lange Zeit gab es auf der Baustelle in Zeyern nur eines: gähnende Leere. Die ist nun Geschichte. Seit ungefähr zwei Wochen herrscht dort wieder reger Betrieb. Bagger und Lkws bahnen sich ihren Weg über die Erdhügel.

Aufgrund baulicher Differenzen mit der ursprünglich beauftragten Baufirma Leonhard Weiss kam es zu dem Baustopp. Das Staatliche Bauamt kündigte dem Unternehmen im November 2017. Während die Firma noch bis April letzten Jahres die Mängelbeseitigung durchführte, wurde der Bauauftrag neu ausgeschrieben.

"Die Auftragsvergabe ist ohne Einsprüche vonstatten gegangen", berichtet Projektleiter Stefan Fößel vom Staatlichen Bauamt in Bamberg. Dadurch sind allen Beteiligten weitere Verzögerungen erspart geblieben.

Aktueller Bauabschnitt

Vergeben wurde der abschließende Bauabschnitt an die in Kulmbach ansässige Firma Strabag. Nun geht es mit dem Streckenabschnitt weiter, erklärt Fößel. Die Bauarbeiten umfassen den gesamten Erdbau nördlich der Gemeindestraßenüberführung. "Im Moment wird der Hochwasserbau im Zuge der Ortsumgehung errichtet", teilt der Projektleiter mit. "Des Weiteren wird in Teilbereichen noch gerodet." Für dieses Jahr sei weiterhin geplant, den Oberboden abzutragen sowie die restlichen Dammschüttungen fertigzustellen.

"Außerdem müssen noch diverse Versorgungsleitungen angepasst werden", sagt Fößel. Auch an der Ortsstraße Gries werden noch Kanalleitungen verlegt. Eventuell würde ebenfalls in diesem Jahr mit der Frostschutzschicht für die Hauptstraße B173 begonnen werden. Wie weit die Arbeiten in 2019 jedoch voran schreiten, sei abhängig von den Witterungsverhältnissen und dem Zeitpunkt des Wintereinbruchs.

Der Termin für die Fertigstellung habe sich jedoch nicht weiter verzögert. Ende 2020 soll das 15,4 Millionen Euro teure Projekt eingeweiht werden. Aufgrund der Auftragsneuvergabe seien die Kosten etwas angepasst worden, hätten sich allerdings nicht weiter erhöht.

Die Bauarbeiten im Rückblick

Im Mai 2016 starteten die Arbeiten an dem Großprojekt. Während des ersten Bauabschnitts wurde die Überführung über der Gemeindeverbindung Zeyern-Roßlach errichtet. Außerdem erfolgte die Anpassung von Versorgungsleitungen. Der Brückenbau über die Rodach stellte den zweiten Bauabschnitt dar.

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