Ludwigsstadt
Bildung

Orientierungsstufe soll Schülern helfen

An der FOS in Ludwigsstadt blickt Schulleiter Hubert Sendl optimistisch in die Zukunft. Eine neues Zusatzangebot soll demnach helfen, die Qualität weiter nach oben zu treiben.
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Schulleiter Hubert Sendl hofft, in diesem Jahr die staatliche Quote zu erfüllen. Foto: Archiv
Schulleiter Hubert Sendl hofft, in diesem Jahr die staatliche Quote zu erfüllen. Foto: Archiv
Es sind nur noch wenige Tage bis zum Halbjahreszeugnis. Und somit rücken auch die Prüfungstage im Juni/Juli näher. Der Schulleiter der Privaten Fachoberschule (FOS) am Rennsteig, Hubert Sendl, ist zuversichtlich, dass in diesem Jahr die erforderliche Quote (zwei Drittel des Prüfungsjahrgangs) für die staatliche Anerkennung durch das Bayerische Kultusministerium geschafft wird.

Während Sendl spricht, merkt man, dass die FOS dem Schulleiter mittlerweile ans Herz gewachsen ist. 16 Schüler besuchen derzeit die elfte Jahrgangsstufe. 14 Jugendliche werden aller Wahrscheinlichkeit nach die Voraussetzungen erfüllen und ihre Fachabiturprüfung im Juli an der FOS in Coburg ablegen, erklärt er.

Um möglichst alle Schüler zum Fachabitur zu führen, sollen nun in den Faschings-, Oster- und Pfingstferien Unterrichtsstunden stattfinden, die die Fachabiturabsolventen freiwillig besuchen können.
Man werde sich intensiv mit dem Prüfungsstoff der vergangenen Jahre auseinander setzen, so Sendl. Aber auch in der elften Klasse soll in den Ferien ein Zusatzunterricht stattfinden, an dem die Heranwachsenden auf freiwilliger Basis teilnehmen können.

"Die Stimmung an der Schule ist gut, das Verhältnis zwischen Schüler und Lehrer angenehm", beschreibt Sendl die aktuelle Situation. Und auch nach knapp zwei Jahren als Schulleiter an der FOS am Rennsteig ist der Oberbayer fasziniert, dass in Ludwigsstadt Projektgruppe (unter der Federführung von Bürgermeister Timo Ehrhardt) und Unternehmer sich für diese private Bildungseinrichtung engagieren.


Entscheidungshilfe

Neben dem Wunsch, möglichst alle Schüler durch das Fachabitur zu führen, hofft Sendl zudem darauf, dass ab dem kommenden Schuljahr 2016/17 eine sogenannte "Orientierungsstufe" durch die Sabel Bildungs-GmbH in Saalfeld in den Räumen der FOS etabliert werden kann. Er hofft, dass dieses Angebot vor allem nach der Verteilung des Zwischenzeugnisses verstärkt Interesse bei den Jugendlichen findet. Denn abgesehen davon, dass Jugendliche in der Orientierungsstufe vorhandene Defizite abbauen können, um die Zugangsvoraussetzungen für eine Fachoberschule zu erfüllen, soll diese Einrichtung grundsätzlich auch als Entscheidungshilfe für den weiteren Bildungsweg dienen. Oftmals, so weiß der langjährige Pädagoge aus eigener Erfahrung zu berichten, wüssten junge Menschen nach dem Ende ihrer Schulzeit nicht so genau, welchen Beruf sie ergreifen beziehungsweise in welche Richtung ihr Werdegang gehen soll, so Sendl. "Diese Orientierungsstufe trägt deshalb auch zur Selbstfindung bei", erklärt der Schulleiter.

Das Projekt wird so gestaltet sein, dass die Teilnehmer an 22 Wochen im Schuljahr in den Hauptfächern Deutsch, Englisch, Physik sowie betriebswirtschaftliches Rechnungswesen unterrichtet werden. Viermal für jeweils vier Wochen werden die jungen Menschen zudem in verschiedenen Partnerbetrieben einen ersten Einblick in das jeweilige Unternehmen beziehungsweise in Berufsfelder gewinnen können. Während den Schulferien haben die Teilnehmer aber frei.

Demnächst soll an der FOS auch wieder ein Infoabend (Montag, 22. Februar, 18 Uhr in der FOS) stattfinden. Sendl wird an diesem Abend auch die Gelegenheit nutzen, die Vorteile dieser privaten Schule herauszustellen. "Die FOS ist eine Schule mit einer familiären Atmosphäre", verdeutlicht er. Und er ist sich sicher: "Die kommenden Monate werden spannend.".
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