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Marktrodach
Wahl

Oliver Skall möchte Marktrodach aktiv gestalten

Oliver Skall möchte Bürgermeister werden. Er ist überzeugt, dass seine Erfahrung und Menschenkenntnis große Pluspunkte für Marktrodach wären.
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Oliver Skalls Ziel: Eine Untertunnelung und ein Kreisverkehr nahe der Kreuzung Unter-/Oberrodach. Foto: Marco Meißner
Oliver Skalls Ziel: Eine Untertunnelung und ein Kreisverkehr nahe der Kreuzung Unter-/Oberrodach. Foto: Marco Meißner

Oliver Skalls Leben ist gekennzeichnet vom Umgang mit Menschen, ihren Sorgen, Anliegen und Wünschen. Gleichzeitig kennt der 46-Jährige die Mittel und Wege der Bürokratie aus dem Effeff. Es sind unzählige solcher Erfahrungswerte, die der verheiratete, zweifache Familienvater gleichermaßen als stellvertretender Bereichsleiter bei der AOK wie auch als engagierter Vereinsmensch, Gemeinde- sowie Kreisrat (seit 2002) gesammelt hat. Die will er nun als Pfund für die Weiterentwicklung Marktrodachs in die Waagschale legen.

Als Bürgermeisterkandidat der SPD schreibt sich Skall eines ganz klar auf die Fahnen: "Es ist wichtig für Marktrodach, dass sich etwas bewegt. Es ist mein Anspruch, die Gemeinde aktiv zu gestalten."

Deshalb sei es ihm nach dem Tohuwabohu um seine Kandidatur in Konkurrenz zum amtierenden Bürgermeister Norbert Gräbner (ehemals SPD, nun ÜWG/FW) wichtig, dass kein Sand ins politische Getriebe der Gemeinde kommt. Für den Wahlkampf wünscht er sich das Halten an die Spielregeln. "Wir werben für Ideen und machen den politischen Gegner nicht schlecht", versichert er für sich und seine Unterstützer.

Und an frischen Ideen für Marktrodach mangelt es dem 46-Jährigen nicht. Dabei räumt er ein, dass die Marktrodacher "in den vergangenen Jahren und Jahrzehnten schon viel Gutes erreicht haben". Doch es gehe noch mehr. Zum Beispiel mit Blick auf die Berufswelt.

Erster Ansprechpartner

"Ich kann Netzwerken", versichert Skall. Genau diese Qualität erfordere es, um Ärzte und Unternehmen in die Marktgemeinde zu bringen oder Firmen bei einer Expansion zur Seite zu stehen. Der Bürgermeister sei da als erster Ansprechpartner in der Pflicht, Kontakte zu knüpfen und vor allem zu pflegen. "Ich denke da weniger in Gebäuden als in Menschen", erklärt Skall seine grundsätzliche Philosophie, nicht einfach nur Räume zur Verfügung stellen zu wollen, sondern präsent zu sein.

Wenn es um die ärztliche Versorgung geht, kenne er schon durch seine berufliche Aufgabe bei einer Krankenkasse alle Möglichkeiten für eine Kommune. Diese Karte will er ziehen, um auf lange Sicht einen Hausarzt in Marktrodach zu gewährleisten, am besten in einem Ärztehaus mit Apotheke und Pflegedienst unter einem Dach.

Gründerzentrum ist realistisch

Offensiv wird er auch beim Thema "Gründerzentrum". Er sieht keinen plausiblen Grund, warum eine solche Einrichtung nicht in Marktrodach entstehen sollte. Und die bevorstehenden Studienmöglichkeiten in Kronach könnten den Weg zur Ansiedlung junger Gründer ebnen.

In dieses Konzept passt auch Skalls Ziel, Wohnraum für junge Familien zu schaffen. "Wir sind eine Zuzugsregion", gibt der 46-Jährige zu Bedenken. Einerseits spricht er deshalb von der Ausweisung neuer Bauplätze, andererseits ist es ihm aber sehr wichtig, Baulücken zu schließen und den innerörtlichen Bereich zu nutzen. Deshalb hält er ein strukturiertes Leerstandsmanagement für unabdingbar.

Fest überzeugt ist Skall: "Wenn wir die Gemeinde entwickeln wollen, müssen wir mehr als die Pflichtaufgaben erfüllen." So soll ein Treffpunkt für die Jugend eingerichtet werden. Bei der ehemaligen Minigolf-Anlage könnte sich der Sozialdemokrat ein solches Angebot gut vorstellen. Damit könnten auch die Jugendlichen erreicht werden, die sich keinem Verein anschließen möchten.

Überhaupt ist das ein Bereich, für den sich in seinen Überlegungen viel abspielt. Zwischen OMV-Tankstelle und Küchenstudio möchte er eine Untertunnelung der Bundesstraße 173 schaffen, die zugleich das Radwegenetz ergänzt. Außerdem wünscht er sich einen Kreisverkehr an der Ampelkreuzung Unter-/Oberrodach, der die Verkehrssituation deutlich entzerren könnte.

Standesamt muss bleiben

Ein Punkt liegt Skall noch ganz besonders am Herzen. Um den anzugehen, müsste er das Rathaus nicht einmal verlassen. "Der Erhalt des Standesamtes Marktrodach ist eine wichtige Aufgabe", erklärt er, sich mit aller Kraft gegen dessen Auslagerung zu stemmen und verspricht: "Unter meiner Leitung wird es in der Gemeinde bleiben!"

Ein Standesamt sei ein Stück weit auch eine Identität stiftende Einrichtung, erklärt Skall. An solchen Punkten möchte er ansetzen, um Marktrodach vorwärts zu bringen. Denn wenn alle an einem Strang ziehen, traut er der Marktgemeinde viel zu. Er selbst sei jedenfalls bereit, kräftig mit anzupacken.

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