Küps

Oberes Schloss wird saniert

Die Marktgemeinde beteiligt sich an den Kosten der umfangreichen Maßnahme. Eigentümerin der Immobilie ist eine Münchnerin, die in Berlin arbeitet.
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Das "Obere Schloss" in Küps wird die Gemeinde zusammen mit der Eigentümerin sanieren. In der Remise soll nun ein kleines Museum entstehen. Das Bild zeigt den Hauptteil des Schlosses, den die Beisitzerin bewohnen wird. Foto: Veronika Schadeck
Das "Obere Schloss" in Küps wird die Gemeinde zusammen mit der Eigentümerin sanieren. In der Remise soll nun ein kleines Museum entstehen. Das Bild zeigt den Hauptteil des Schlosses, den die Beisitzerin bewohnen wird. Foto: Veronika Schadeck

Es kommt wohl nicht so oft vor, dass eine Kommune zusammen mit einer Eigentümerin ein Schloss sanieren will. In Küps ist das aber der Fall. Ursprünglich wollte eine Münchnerin, die in Berlin arbeitet, auf halber Strecke ein "Häuschen" suchen, um sich dort mit der Familie treffen zu können. Mit dem "Obere Schloss" in Küps ist sie nun fündig geworden. Und dieses will sie nun in Zusammenarbeit mit der Kommune sanieren.

Oliver Reiß vom Stettfelder Ingenieurbüro Müller stellte am Dienstagabend in der Marktgemeinderatssitzung die Planungen vor. Demnach wird die Besitzerin das Hauptgebäude sanieren und bewohnen. Die Kommune wird wiederum das angebundene Wirtschaftsgebäude mit Unterstand, die sogenannte Remise, zu einem kleinen Museum ausbauen. Reiß wies darauf hin, dass in dem Schloss die Bälken teilweise noch aus der Zeit vor dem Dreißigjährigen Krieg stammen.

Neue Treppe und Aufzug

Geplant ist es, bei der Remise eine neue Treppe und einen Aufzug anzubringen. Reiß sprach davon, dass die Remise früher auch als Pferdestallung diente. Die dafür noch vorhandenen Einbauten sollen entfernt werden. Weiter sprach er von unterschiedlichen Bodenhöhen im Obergeschoss, die angeglichen werden müssen. Zudem sollen die bestehenden Säulen im Außenbereich freigelegt werden. Im Rahmen der städtebaulichen Entwicklung soll das Projekt gefördert werden.

Ralf Pohl (SPD) fragte an, wie lange das Nutzungsrecht abgesichert sei und warum der Markt trotz des bisher fehlenden Nutzungskonzepts Planungen in Auftrag gebe. Bürgermeister Bernd Rebhan (CSU) sprach von einem 30 Jahre lang geltenden Vertrag mit der Eigentümerin. Er wies zudem darauf hin, dass man beim Erhalt von Fördergeldern einen bestimmten Zeitrahmen einhalten müsse.

Neues Logo

Ein weiterer Punkt war die Vorstellung des neuen Logos, mit dem Küps sein Image verbessern möchte. Das Logo wurde in den Farben des Küpser Wappens rot/blau/weiß gehalten. Symbolisch werden die neun Ortsteile, acht Schlösser und die zentrale Lage präsentiert. Das Logo verbindet Tradition und Moderne der Gemeinde. Torsten Michel erinnerte an die Workshops mit einer zahlreichen Bürgerbeteiligung. In Zusammenkünften wurden Ideen entwickelt und Vorschläge unterbreitet. Bei der Entwicklung des Logos habe man die Werbeagentur inixmedia mit einbezogen.

Einstimmig wurde der interkommunalen Zusammenarbeit "Informationssicherheit und Datenschutz" zugestimmt. Hier geht es darum, dass der Landkreis zusammen mit den Gemeinden zwei Personalstellen besetzen will, die sich der Themen annehmen. Für den Markt Küps ist der Beitritt pro Jahr mit Kosten in Höhe von rund 8600 Euro verbunden.

Zustimmung fand auch die Aufstellung eines Bebauungsplans "Zettlitzweg/Melanger". Auf dem rund 3300 Quadratmeter umfassenden Areal zwischen dem Zettlitzweg und Melanger sollen vier Bauplätze entstehen. Bürgermeister Bernd Rebhan erklärte, dass für alle Parzellen Bauwerber vorhanden seien. Er wies auf die hohe Baunachfrage in seiner Gemeinde hin. Ziel müsse es sein, dass die jungen Menschen im Markt bleiben können und dass auch bestehende innerörtliche Baulücken geschlossen werden können.

Bis zu drei Millionen Euro

Am Anfang der Sitzung gab der Bürgermeister die Fördermittelhöhe von bis zu drei Millionen Euro für die Dorferneuerung Oberlangenstadt-Hummenberg bekannt. Die Maßnahmen müssen in der Zeit von 2020 bis 2026 durchgeführt und vollendet werden. Rebhan sprach von einer angenommenen Förderquote in Höhe von 60 Prozent. Rebhan ging auf die bevorstehende Maßnahmen ein. Darunter fallen beispielsweise die Sanierung der Brücke über den Mühlbach, die Straßenraumgestaltungen in der Mühlgasse und Nageler Straße und die Erstellung einer Ortschronik ein. Der Bürgermeister wies darauf hin, dass am 24. Oktober um 19 Uhr eine Auftaktveranstaltung im Sportheim in Oberlangenstadt stattfinden wird.

Weiterhin informierte er darüber, dass für den Abbruch "Am Hirtengraben 15" eine 90-prozentige Förderung im Rahmen der Förderoffensive Nordostbayern gesichert sei. Insgesamt fallen hierfür 155 437 Euro an Kosten an. An dieser Stelle soll, wie bereits berichtet, ein neuer Kindergarten entstehen.

Zudem sprach Rebhan von Ultraschallwasserzählern mit Funkmodulen, die im Wassernetz des Marktes Küps ab dem Jahre 2020 verbaut werden. Den Auftrag erhielt die Firma Diehl-Metering aus Nürnberg.

Keine Einwände hatte das Gremium bezüglich der Anfrage von Rudolf Pfadenhauer. Er will das Küpser Wappen für den deutsch-französischen Partnerschaftsverein verwenden. Dieser erstellt einen Flyer und möchte dazu die Wappen der deutschen Partnerstädte mit einbringen.

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