Marktrodach
Kommunalwahl

Norbert Gräbner will auf der Liste der ÜWG kandidieren

Das erste Mal könnten die Freien Wähler in Marktrodach den Bürgermeister stellen.
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Norbert Gräbner Archivfoto: Marco Meißner
Norbert Gräbner Archivfoto: Marco Meißner

Es wäre ein Novum! Zum ersten Mal könnte in Marktrodach die Freien Wähler einen Bürgermeister stellen und somit eine über 40-jährige SPD Ära beenden. Denn Norbert Gräbner, der im Frühjahr nach Jahrzehnten Parteizugehörig aus der SPD ausgetreten ist (wir berichteten) will nun auf der Liste der ÜWG/Freie Wähler als Bürgermeister kandidieren.

Dienstältester Bürgermeister

Wie bereits berichtet, hat auch die CSU mit ihren Landtagsabgeordneten Jürgen Baumgärtner keinen Hehl daraus gemacht, dass das ehemalige SPD-Urgestein und mit dienstältester Bürgermeister im Landkreis auf ihrer Liste willkommen gewesen wäre. Der Unterschied, so Gräbner, zu seiner ehemaligen Partei wäre zu groß gewesen. Bei der ÜWG dagegen sei er als ehemaliges SPD-Mitglied gut aufgehoben, denn "die ÜWG sind freier als die Freien Wähler".

Die ÜWG und ein Bürgermeister? "Das sind Dinge, davon können wir träumen", so der Vorsitzende der ÜWG/Freie Wähler, Michael Linke, aber: "Jetzt geht es erst einmal um Sachlichkeit. Bereits im Sommer hat Linke gegenüber unserer Zeitung angedeutet, dass Norbert Gräbner auf seiner Liste willkommen wäre. Allerdings müsste das seine Partei mittragen.Wenn nun Gräbner diesen Wunsch äußere, dann habe er dem persönlich nichts entgegen zu halten, sagt Linke nun Monate später. Allerdings müsse sich die Fraktion dafür aussprechen. Denn: "Wir sind hier keine One-Man-Show!".

Norbert Gräbner betonte, dass es ihm nicht darum gehe, jemanden einen Platz wegzunehmen. "Ich will einfach noch mal Bürgermeister werden!" Wie er weiter erklärte, seien gerade in den vergangenen Monaten viele Projekte in Angriff genommen worden, die er vollenden beziehungsweise zumindest ein Stück weit noch begleiten wolle.

Und was den Kreistag betrifft? Gräbner will nochmals in den Kreistag, auch hier ist er einem Listenplatz bei den Freien Wählern nicht abgeneigt.

Und was passiert nun mit der CSU in Marktrodach? Stellt sie einen Bürgermeisterkandidaten? Der Ortsvorsitzende Jörg Müller meint, dass dies eher nicht passieren wird. Und er lässt keinen Zweifel daran, dass seine Partei Norbert Gräber auch auf einer ÜWG-Liste unterstützen wird.

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