Ludwigsstadt
Irrtum

Nistkasten verstopft? Bienen-Anschlag in Ludwigsstadt erweist sich als Verwechslung

Zunächst ging die Polizei davon aus, dass in Ludwigsstadt ein ganzes Bienenvolk getötet worden ist, weil Unbekannte die Nistkästen verstopften. Nun gibt es eine kuriose Wendung.
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Die 20.000 getöteten Bienen wurden nicht umgebracht, sondern waren von der Bienenseuche "Amerikanischen Faulbrut" betroffen. Foto: Wolfgang Kumm/dpa
Die 20.000 getöteten Bienen wurden nicht umgebracht, sondern waren von der Bienenseuche "Amerikanischen Faulbrut" betroffen. Foto: Wolfgang Kumm/dpa

Die Empörung war groß: Unbekannte hätten im Ludwigsstadter Ortsteil Ottendorf (Kreis Kronach) die Einfluglöcher der Nistkästen eines Bienenvolks verstopft und dadurch etwa 20.000 Bienen getötet, teilte die Polizei am Sonntag mit.

Einen Tag später ist der Fall bereits geklärt. Einen Täter gibt es allerdings nicht. "Es hat sich um ein Missverständnis gehandelt", sagt Alexander Müller von der Polizeiinspektion Ludwigsstadt. Montagvormittag habe sich der vermeintliche Täter bei der Polizei gemeldet und erklärt, weshalb er die Einfluglöcher verschlossen hatte. Nämlich nicht, um die Bienen zu töten, sondern um zu verhindern, dass noch mehr getötet werden. Das hängt damit zusammen, dass in Ludwigsstadt 2018 die Bienenseuche "Amerikanische Faulbrut" nachgewiesen wurde.

Weshalb der Besitzer der Nistkästen nichts von der Aktion seines Imkerkollegen wusste, lesen Sie hier bei inFrankenPLUS (für Abonnenten kostenlos).

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