Neuses
Auftakt

Neuseser Flößer stehen in Startlöchern

Die Neuseser Flößer bereiten sich auf die kommende Floßsaison vor. Bis zu 2500 Gäste werden erwartet.
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Nach dreitägigem Einsatz haben die Neuseser Flößer wieder ihr Mainfloß zusammengebaut. Offizieller Start der Saison ist der 3. Mai. Der kleine Theodor ist von dem mächtigen 18-Tonnen-Gefährt schwer beeindruckt.  Foto: Gerd Fleischmann
Nach dreitägigem Einsatz haben die Neuseser Flößer wieder ihr Mainfloß zusammengebaut. Offizieller Start der Saison ist der 3. Mai. Der kleine Theodor ist von dem mächtigen 18-Tonnen-Gefährt schwer beeindruckt. Foto: Gerd Fleischmann

Es ist für die Neuseser Flößer alljährlich ein hartes Stück Arbeit, wenn das Mainfloß an der Zollschere zusammengebaut wird. Von Donnerstag bis Samstag waren an die 20 freiwilligen Helfer im Einsatz, um das 18-Tonnen-Gefährt für die am 3. Mai beginnende Floßsaison fit zu machen. Dann besteht für jedermann die Möglichkeit, bis Ende September jeweils am Donnerstag 19 Uhr Flößerromantik auf der Rodach zu erleben.

Geflößt wird zwischen der Neuseser Floßlände an dem oberen Wehr der Zollschere bis zum Landesgartenschaugelände in Kronach. Für die 1,5 Kilometer lange Strecke benötigen die Flößer etwa 50 Minuten. Nach einem kurzen Aufenthalt geht es wieder zurück zur Zollschere. Manchmal befinden sich bis zu 50 Gäste auf dem Mainfloß, das 20 Meter lang und 6,5 Meter breit ist. Allerdings müssen sich bei einer solchen Belegung die Flößer mächtig ins Zeug legen, um die Gegenströmung zu bewältigen. Bis es jedoch soweit ist, muss alljährlich ein arbeitsintensiver Zusammenbau in Teamarbeit erfolgen. Da wird dann gehämmert, gebohrt und geschraubt, was das Zeug hält. 21 mächtige Fichtenstämme bilden das "Fundament" des Floßes. Unverzichtbar ist die geräumige Floßhütte, in der man es sich gemütlich machen kann. Biertischgarnituren dürfen ebenfalls nicht fehlen.

Historischer Hintergrund

Das Freizeitangebot mit historischem Hintergrund findet alljährlich eine große Fangemeinde. Aus ganz Deutschland liegen Anmeldungen vor, freut sich Vorsitzender Dieter Endres. In einer guten Saison registriere man bis zu 3000 Gäste.

"Die Flößerei hat in Neuses eine sehr lange Tradition", erklärte der Vorsitzende. Allerdings sei ein so großes Floß früher auf der Rodach gar nicht im Einsatz gewesen, da man mit diesem Gefährt nicht durch die schmalen Floßgassen beziehungsweise Floßrinnen der Wehre hätte flößen können. Erst in Bischberg seien etwa 120 Meter lange Mainflöße - besser bekannt als das "Würzburger Stück" - zusammengebaut worden.

Etwa 2000 bis 2500 Gäste werden in dieser Saison wieder zu den Floßfahrten erwartet. Saisonstart ist Freitag, 3. Mai, um 18 Uhr. Dann wird in den darauffolgenden Tagen jeden Donnerstag um 19 Uhr eine Fahrt angeboten. Abfahrt ist an der Anlegestelle Zollschere in Neuses. Floßfahrten seien, so Vorsitzender Endres, bis Ende September möglich. Vor allem sei dies eine ideale Gelegenheit, die Seele bei ruhiger Fahrt baumeln zu lassen.

Während der Floßsaison ist die Flößerhütte bei schönem Wetter Dienstag, Mittwoch und Donnerstag ab 17 Uhr geöffnet.

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