Steinwiesen
Fasching

Närrische Familie übernimmt in Steinwiesen

Nun ist es raus: Das neue Prinzenpaar in Steinwiesen heißt Prinz Frank II. und Ramona I. und kommt aus dem Hause Smettane.
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Schunkelrunde mit dem neuen Prinzenpaar Ramona I. (links) und Frank II. (Zweiter von rechts) und dem Kinderprinzenpaar Nils I. und Amelie I. Rechts Wieland Beierkuhnlein, der Präsident der Faschingsgesellschaft.Susanne Deuerling
Schunkelrunde mit dem neuen Prinzenpaar Ramona I. (links) und Frank II. (Zweiter von rechts) und dem Kinderprinzenpaar Nils I. und Amelie I. Rechts Wieland Beierkuhnlein, der Präsident der Faschingsgesellschaft.Susanne Deuerling
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Alle Jahre wieder warten die Narren in Steinwiesen darauf, dass sich beim Rathaussturm das neue Prinzenpaar der närrischen Gemeinde vorstellt. Und alle Jahre wird bis zur letzten Minute ein Geheimnis daraus gemacht. So auch in diesem Jahr. Das neue Prinzenpaar Frank II. und Ramona I. sind schon seit Jahren aus dem Steinwiesener Fasching nicht wegzudenken. Vor, auf und hinter der Bühne wirbelt die ganze Familie Smettane.

Vater Frank, Mutter Ramona, Tochter Paula und Sohn Max könnten in der Faschingssession ihr Haus vermieten, da sie vor lauter Terminen gar nicht mehr nach Hause kommen. Und doch ist die närrische Zeit aus ihrem Leben nicht wegzudenken. "Wir sind und bleiben große Narren", verspricht Ramona Smettane.

In seiner Antrittsrede kann das Prinzenpaar Frank II und Ramona I. bekannt geben, dass nun der Mühlberg in ein "Hoheitsgebiet" umbenannt wird, da jedes zweite Haus bereits einen Prinzen oder eine Prinzessin hervorgebracht hat. "Viele Hoheiten regierten bereits von den Höhen des Mühlbergs aus", so die Aussage. Das neue Kinderprinzenpaar strahlt ebenso vor Freude. Prinz Nils I., sein Papa ist der Gemaa-Rainer, und Prinzessin Amelie I., ihre Mutter ist die Tourismus-Katrin, meistern bereits jetzt souverän ihre Begrüßungsrede.

In seiner Proklamation begrüßte der Präsident der Faschingsgesellschaft, Wieland Beierkuhnlein, alle Narren aus nah und fern, vor allem die Rodachtalbürgermeister. Er neckte sie mit ihren Problemen, wie die Quellen in Nordhalben, der ausgetrocknete Wassebouch in Wallenfels oder der Wassersee in Zeyern beim Straßenbau. Er lobte die Nurner Kneipenstürmer, dass sie trotz der gesperrten Straße, wo angeblich eine U-Bahn entstehen soll, den Weg ins Tal gefunden haben. Hier meinte Carmen Förtsch, es sei schon schwer gewesen, aus Nurn herauszukommen. Aber man hatte ja fragen wollen, warum so viele leere Rohre verlegt werden, sogar in einen Heustadel.

Der Zwerg und die Bürgermeister

Die Überraschung des Rathaussturms war jedoch der "Zwerg vom Berg", Sven Schuster. Verstärkung bekam er vom "kleinen Zwerg vom Berg aus Schlegelshaid", David Wiedel. In einer kurzweiligen Rede zog er die Bürgermeister durch den Kakao. Gerhard Wunder aus Steinwiesen wird einen Wahlkampf ohne Attraktionen führen, denn angesichts fehlender Spitzenpersonen ist dieser so aufregend wie Schlaftabletten. Auch gibt es für die Sanierung der Kulturhalle einen Zeitplan, sie soll 2080 fertig sein.

Aus Nordhalben kam leider kein Oberhaupt, doch der Daums Sepp vertrat das Dorf im Norden und bekam sein Fett weg. Marode Straßen und abgebrochene Bordsteinkanten kurbeln die Wirtschaft bei den Ärzten an. Kinder fehlen, da kommt selbst daheim beim Üben nichts heraus und deshalb bauen die Staatsforsten extra ein Storchenzentrum. Auch die Quellen könne man nutzen, wenn auch nicht zum Trinken, so doch als Hilfe für die Wallenfelser Flößerei.

Bei Jens Korn redete der Zwerg schneller als bei anderen. Denn sonst hätte er das Tempo von Jens Korn nicht mithalten können. Das Facebook behauptet, dieser sei schneller als man denkt und an vielen Orten gleichzeitig. Damit das jeder weiß, postet er schon alles in Facebook , noch bevor er da war. Im Jammertal Wallenfels besteht immer noch Wassermangel für die Flößerei. Deshalb schließt der Zwerg Sven Schuster einen Schienenverlauf nicht mehr aus und macht das Flößerhaus kurzerhand zum langersehnten "Bahnhofhafen".

Gern gesehen in Steinwiesen war der Nobby aus Marktrodach, Norbert Gräbner (parteilos). Für ihn soll wegen vorbildlich erfüllter Pflichten ein Reiterdenkmal beim Rewe-Markt aufgestellt werden. Die Rotphase der Ampel wird verlängert, denn man solle ihm mit gesenktem Haupte grüßen und laut hupen. Groß soll es sein, das Denkmal. Nobby denkt da an den Zuckerhut. Mit Geschenken, guten Wünschen und einem lauten Helau zogen die beiden Zwerge wieder von dannen.

Bereits am Anfang hatte Bürgermeister Gerhard Wunder alle Narren und Närrinnen in der Narhalla des Rathauses begrüßt. Schweren Herzens übergab er später die Rathausschlüssel an die neuen Prinzenpaare und ließ sich seines Amtes bis Aschermittwoch entheben. Er meinte, man habe vorsorglich die Gemeindekasse leer gemacht, aber es war sowieso nicht viel drin.

Traditionell überbrachte Jens Korn die guten Wünsche aus der Stadt Wallenfels. Er gratulierte beim "schönsten Termin im Jahr" vor allem wegen der Auszeichnung "Heimatdorf" und meinte, in der Stadt Wallenfels wolle man auch weiterhin dafür sorgen, dass Steinwiesen "ein Dorf bleibt".

Musikalisch unterstützt wurden die Narren bei ihrem Rathaussturm vom "reigschlaften" Musikant aus Wallenfels, dem "Lasse" (Lars Fischer). Den Zug zum Grünen Baum führte Max Smettane mit der Quetschn an.

Termine im Fasching

FGS Am 15. November findet die Jahreshauptversammlung der Faschingsgesellschaft Srteinwiesen im Gasthof "Grüner Baum" statt.

Franken Helau Das Casting für Franken Helau findet am 30. November statt. Die Aufzeichnungen für Franken Helau erfolgen am 24. und 25. Januar 2020

Büttenabende Am 31. Januar und 1. Februar steigen in der Kulturhalle die Büttenabende

Büttennachmittag ist am 2. Februar in der Kulturhalle.

Faschingsumzug ist am 23. Februar

Vorverkauf Karten für die Büttenabende gibt es ab 6. Dezember bei Schreibwaren Gudrun Kämpfer.

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