Mitwitz
Gemeinderatssitzung

Mitwitzer Marktgemeinderäte favorisieren einen Anbau an die Grundschule

Ein Aufstocken des Grundschulgebäudes in Mitwitz wäre laut Architekt Peter Kropf nur mit großem Aufwand möglich.
Artikel drucken Artikel einbetten
Sinnvoll fänden es die Marktgemeinderäte, wenn das Grundstück für einen Anbau an das Grundschulgebäude in Richtung der ehemaligen Gastwirtschaft Schramm gekauft werden könnte. Foto: Archiv
Sinnvoll fänden es die Marktgemeinderäte, wenn das Grundstück für einen Anbau an das Grundschulgebäude in Richtung der ehemaligen Gastwirtschaft Schramm gekauft werden könnte. Foto: Archiv

Bei der Bekanntgabe von Beschlüssen aus nichtöffentlicher Sitzung teilte Bürgermeister Hans-Peter Laschka (CSU) bei der öffentlichen Sitzung des Marktgemeinderates am Dienstagabend im Rathaus mit, dass das Gremium es abgelehnt habe, die Frankenbräu-Villa im Gemeindeteil Neundorf als Hort für die Grundschule zu nutzen. Architekt Peter Kropf (Kronach) habe das Gremium darüber informiert, dass ein Aufstocken des Schulgebäudes nur mit großem Aufwand möglich sei, da die Traglast nicht ausreiche. Auch könne der Hort nicht abgetrennt werden, da nur ein Treppenhaus zur Verfügung stehe. Und der Personalaufwand sei höher, da sich gleichzeitig Kinder im Innenraum, im Treppenbereich und im Außenbereich aufhalten könnten, was überwacht werden müsste.

Bei einem Anbau an das bestehende Grundschulgebäude könnten teilweise die Toiletten mitgenutzt werden. Außerdem könnte der Pausenhof mit Zuschussmitteln neu gestaltet werden. Laut Bürgermeister Laschka muss aber, da der Schulverband Eigentümer des Grundstückes ist, vor einer Beschlussfassung erst die Schulverbandsversammlung abgewartet werden.

Sinnvoll fänden es die Marktgemeinderäte, wenn das Grundstück für einen Anbau an das Grundschulgebäude in Richtung der ehemaligen Gastwirtschaft Schramm gekauft werden könnte. Ein Beschluss wurde aber noch nicht gefasst.

Viele Bürgerfragen

Die Gemeinderatssitzung am Dienstagabend ähnelte einer vorgezogenen Bürgerversammlung (diese findet am heutigen Donnerstag ab 19 Uhr in der Gastwirtschaft Häublein statt).

Unter dem Tagesordnungspunkt "Bürgerfragen" eröffnete Peter Schneider den Fragenkatalog zur E-Tankstelle in der Kronacher Straße. Seiner Meinung nach werden die beiden Plätze fast nie genutzt und blockieren nur zum Beispiel für Arztbesuche dringend notwendige Parkplätze. Wie Bürgermeister Laschka betonte, könne diese Plätze, wenn sie nicht von einem E-Auto besetzt sind, jeder als Parkplatz nutzen.

Nicht zufrieden äußerte sich Peter Schneider auch über die Zufahrt zum neuen Baugebiet "Herrschaftsstücke" sowie über die Verkehrssituation rund um die Montessorischule und Grundschule.

Abhilfe gibt es nach den Worten des Bürgermeisters ab Mitte 2019 mit einem neuen Buswendeplatz im Bereich Neundorf.

Nach dem Stand der Erneuerung der Mauern vor der Gastwirtschaft " Zum steinernen Löwen" und vor dem Pfarrhaus erkundigte sich Horst Schultheis.

Dass diese noch nicht erfolgt ist, führte Bürgermeister Laschka auf die 21 angeschriebenen Baufirmen zurück, von denen nur zwei ein Angebot abgegeben hätten, die bei 110 000 und 147 000 Euro lagen, während man 55 000 Euro Kosten angenommen habe. Aus diesem Grund werde eine neue Ausschreibung erfolgen.

Angeschnitten wurden auch das Nichteinhalten von Parkverboten und der Umstand, dass seit dem Bau der Ortsdurchfahrt ehemalige Parkverbotsschilder weggefallen seien. Dies sei, wie der Bürgermeister sagte, testweise mit den Verkehrsträgern vereinbart. Zugesagt hat der Bürgermeister, dass man für eine kommunale Verkehrsüberwachung, die ursprünglich vom Marktgemeinderat abgelehnt worden war, nochmals ein Angebot einholen werde.

"Don Camillo" wiedereröffnet

Zu Beginn der Sitzung hatte Bürgermeisters Laschka zahlreiche Informationen gegeben. Dabei brachte er seine Freude darüber zum Ausdruck, dass der ehemalige Jugendkeller "Don Camillo" inoffiziell wiedereröffnet worden sei. Bei einer kürzlich durchgeführten Informationsversammlung hätten sich zahlreiche Eltern bereiterklärt, diesen vorerst ehrenamtlich zu betreuen.

Großen Klärungsbedarf gebe es, sagte Laschka, auch noch nach einem Gespräch bei der Regierung über die Kinderkrippe des Kindergartens der evangelischen Kirchengemeinde Mitwitz, die jetzt teilweise provisorisch in Containern untergebracht sei. Deshalb werde Pfarrer Burkhard Sachs bei der nächsten Gemeinderatsitzung weitere Informationen geben.

Erneut verzögern wird sich nach den Worten von Laschka der Einbau einer Dusche in der Turnhalle in der Schlossallee. Und die Kosten würden sich deutlich auf 25 000 Euro erhöhen, da weitere Sanierungsmaßnahmen erforderlich seien.

Dem neuen Mobilitätskonzept des Landkreises Kronach stimmte der Marktgemeinderat Mitwitz zu, jedoch mit dem Zusatz, dass keine Verschlechterungen eintreten dürfen.

Verwandte Artikel
was sagen sie zu diesem Thema?
jetzt anmelden jetzt registrieren